Viewsonic Angeblich rahmenlose IPS-Monitore mit 23 und 27 Zoll

Viewsonic hat zwei Monitore mit IPS-Panel vorgestellt, die als "rahmenlos" beworben werden. Dabei ist der Rahmen Definitionssache. Ein ausgeschalteter Monitor hat dann effektiv weniger Rahmen als ein eingeschalteter. Das ist LG bei seiner neuen IPS-Serie auch schon passiert.

Anzeige

"Schnelle, rahmenlose IPS-Monitore von Viewsonic" verspricht die Pressemitteilung des Monitorherstellers, die zwei neue Displays mit IPS-Panel (matt) ankündigt. Dieses rahmenlose Sichterlebnis sollen die Monitore VX2370Smh-LED und VX2770Smh-LED bieten. "Rahmen und Panel dieser beiden Modelle gehen nahtlos ineinander über", heißt es weiter in der Aussendung. Wer aber genauer auf das mitgelieferte Bild des Monitors schaut, wird einen Rahmen entdecken. Der gehört zwar nicht zum Gehäuse, wohl aber zum Panel oder der Frontscheibe. Die rahmenlosen Monitore haben also sehr wohl einen deutlichen schwarzen Rahmen rund ums Bild.

  • Bildausschnitt des 27-Zoll-Modells. Laut Hersteller hat dieser Monitor keinen Rahmen. (Bilder: Viewsonic)
  • VX2370Smh mit 23 Zoll
  • VX2370Smh
  • VX2370Smh
  • VX2370Smh
  • VX2370Smh
  • 27-Zoll-Variante VX2770Smh
Bildausschnitt des 27-Zoll-Modells. Laut Hersteller hat dieser Monitor keinen Rahmen. (Bilder: Viewsonic)

Nach LG ist das ein weiterer Monitorhersteller, der offensiv mit einem nahezu rahmenlosen Display wirbt, das in der Realität durchaus Balken zeigt. Wer einen Monitor kauft, muss in Zukunft stärker auf das echte Aussehen achten. Zwischen LG und Viewsonic gibt es aber einen großen Unterschied. LG hat nämlich dünnere Rahmen beim Werbematerial vorgetäuscht. Viewsonic ist bei den Bildern ehrlich. Sie zeigen einen auffälligen, aber nicht allzu dicken schwarzen Balken um das Bild, was wir gemeinhin als Rahmen interpretieren würden. Bilder im ausgeschalteten Zustand gibt es von Viewsonic nicht. Trotzdem ist es mehr als fraglich, einen Monitor so zu bewerben, da dies beim potenziellen Käufer zu Irritationen führt. So ist es auch bei LG gewesen. Die ersten Käufer, die LGs Versprechen eines rund 1 mm dünnen Rahmens glaubten, fühlten sich getäuscht.

LG nutzt den Umstand weiterhin gezielter aus, dass die eigenen Displays im ausgeschalteten Zustand tatsächlich nahezu rahmenlos aussehen. Viele Händler zeigen bei LGs IPS237L oder IPS277L nur Bilder im ausgeschalteten Zustand und geben erst im Datenblatt die Rahmenbreite für den ausgeschalteten und eingeschalteten Zustand an. Dieser variiert dann zwischen 1 und 11 mm. Wir haben zwischenzeitlich einen der Monitore (IPS237L) ganz normal im Handel erworben. Auf der Verpackung ist weiterhin ein Bild des Monitors zu sehen, das so nicht möglich ist. Zudem ist es kein Einzelfall gewesen. Auch bei Fernsehern schummelt LG beim Werbematerial.

Abseits der fraglichen Bewerbung als rahmenloser Monitor bietet die neue Serie von Viewsonic ganz anständige Daten. Der Hersteller verbaut ein blickwinkelstabiles IPS-Panel (178 Grad) mit einer Reaktionszeit von 7 ms (Idealfall). Der Kontrast wird mit 1.000:1 angegeben. Die Auflösung liegt bei 1.920 x 1080 Pixeln, was zumindest für den 27-Zoll-Monitor etwas grob ist. Die Eckdaten ähneln also LGs IPS2x7-Serie. Übrigens auch beim Rahmen. Beim Sichten eines 20-Megapixel-Bildes von Viewsonic sehen wir einen minimalen Außenrahmen um die Frontscheibe, den wir auf zwischen 1 und 2 mm einschätzen. Als Anschlüsse bietet der Monitor neben DVI-D und HDMI auch VGA an. Per HDMI wird auch Ton übertragen, der dann an die integrierten Lautsprecher weitergegeben wird. Alternativ stehen auch Buchsen für Audio In und Out bereit.

Weitere Informationen gibt es nur im US-Datenblatt des 23-Zoll-Modells.

Die Monitore werden mit drei Jahren Garantie und einem Vor-Ort-Austauschservice verkauft. Ab Ende Oktober 2012 sollen für rund 190 und 320 Euro die Monitore mit 23 beziehungsweise 27 Zoll verkauft werden.


Phreeze 05. Okt 2012

Dell 2407, 1cm Rahmen (pi mal daumen), bedeutend weniger als dieses hässliche Blingobjekt

Phreeze 05. Okt 2012

..dann müsste ich ja auch sage, dass der Bildschirm viiiiiiel mehr Platz nimmt als...

Casandro 04. Okt 2012

Ja, das Problem dabei ist natürlich die Kontaktierung. Aber Du kennst ja bestimmt den...

Vradash 04. Okt 2012

Ja. Jaaaeein. EDGE-Flat würde es eher treffen, aber eine Lüge ist es nicht unbedingt...

mp5gosu 04. Okt 2012

Nein, muss nicht sein. Es gibt verschiedene Arten von LEDs. LED als Backlight ist etwas...

Kommentieren



Anzeige

  1. Consultant (m/w) IT-Sicherheit
    T-Systems Multimedia Solutions GmbH, verschiedene Standorte
  2. Entwicklungsingenieur/in Hands Free Akustik
    Daimler AG, Sindelfingen
  3. IT-System-Operator/in
    Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Baden-Franken, Karlsruhe
  4. Fachinformatiker (m/w) Systemintegration
    alstria office REIT-AG, Hamburg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Sofortlieferung

    Base liefert Smartphone noch am gleichen Tag

  2. Leica T

    Teure Systemkamera mit Touchscreen

  3. The Elder Scrolls Online

    Inhaltserweiterung und Goldfarmer

  4. Sensabubble

    Display aus duftenden Seifenblasen

  5. Lulzsec

    FBI soll von Anonymous-Hacks profitiert haben

  6. Opera Coast 3.0

    Der Gesten-Browser fürs iPhone ist da

  7. Linux 3.13

    Canonical übernimmt erneut Kernel-Langzeitpflege

  8. Klötzchen

    Dänemark in Minecraft nachgebaut

  9. Netcat

    Musikalbum als Linux-Kernel-Modul veröffentlicht

  10. Haswell Refresh

    Neue Xeon E3 mit bis zu 4,1 GHz



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Conversnitch: Die twitternde Abhörlampe
Conversnitch
Die twitternde Abhörlampe

Conversnitch ist eine kleine Lampe, die unauffällig Gesprächsfetzen aus ihrer Umgebung mitschneidet, online eine Spracherkennung durchführt und den Text auf Twitter postet. Die Kunstaktion soll das Bewusstsein für die alltägliche Überwachung wecken.

  1. Menschenrechte Schärfere Exportkontrollen für Spähprogramme gefordert
  2. NSA-Skandal "Europa ist doch keine Kolonie"
  3. Frankreich Geheimdienst greift auf alle Daten von Orange zu

Microsoft: Remote-Desktop-App für Windows Phone
Microsoft
Remote-Desktop-App für Windows Phone

Microsoft hat eine Remote-Desktop-App für Windows Phone veröffentlicht. Damit kann aus der Ferne von einem Smartphone auf einen anderen Windows-Rechner zugegriffen werden, ohne dass auf diesem eine spezielle Software installiert sein muss.

  1. Cortana im Test Gebt Windows Phone eine Stimme
  2. Smartphones Nokia und HTC planen Updates auf Windows Phone 8.1
  3. Ativ SE Samsungs neues Smartphone mit Windows Phone

Palcohol: Der Cocktail in Pulverform
Palcohol
Der Cocktail in Pulverform

Mit kleinem Gepäck unterwegs und trotzdem nicht auf den abendlichen Drink verzichten? Ein US-Unternehmen hat Rum und Wodka in Pulver verwandelt. Zum Trinken einfach mit Wasser aufgießen - zum Schnupfen jedoch nicht geeignet.

  1. OLED Das merkwürdige Bindungsverhalten organischer Halbleiter
  2. Max-Planck-Institut Quantencomputer werden Silizium-Chips ähnlicher
  3. Kognitionswissenschaft Computer erkennt 21 Gesichtsausdrücke

    •  / 
    Zum Artikel