Video Wie Google seinen Suchalgorithmus verbessert

Im August 2011 gewährte Google erste Einblicke in die Entwicklung seines Suchalgorithmus. Nun folgt ein Video, das in größeren ungeschnittenen Passagen zeigt, wie Änderungen am Suchalgorithmus von den Google-Entwicklern intern diskutiert werden.

Anzeige

Google weitet seine Bemühungen aus, in Sachen Suche für mehr Transparenz zu sorgen und veröffentlicht ein Video, das zeigt, wie bei Google intern eine Änderung für die Rechtschreibkorrektur langer Suchanfragen diskutiert wird. Der Algorithmus der Google-Suche bleibt streng geheim, aber Google zeigt, wie die Suche weiterentwickelt wird und wirbt so um Vertrauen.

Das von Google veröffentlichte Video zeigt die wöchentlich, immer am Donnerstag bei Google stattfindende "Quality Launch Review" genannte Sitzung vom 1. Dezember 2011 in längeren, ungeschnittenen Sequenzen. Im Quality Launch Review diskutieren Google-Entwickler mögliche Verbesserungen an Googles Suchalgorithmus und entscheiden, welche Neuerungen in die offizielle Google-Suche übernommen werden.

In der Sitzung vom 1. Dezember 2011 wurde unter anderem eine Änderung diskutiert, die die automatische Korrektur von Tippfehlern in Suchanfragen mit mehr als zehn Wörtern betrifft. Die Diskussion dazu kann ungeschnitten in dem Video verfolgt werden. Google hat das Video mit Anmerkungen versehen, um Einzelheiten in einen Kontext zu stellen.

Google will mit dem Video deutlich machen, dass auch kleinste Änderungen an der Google-Suche ausgiebig diskutiert werden. Die in dem Video diskutierte Änderung betrifft weniger als 0,1 Prozent aller Suchanfragen. Jede einzelne Änderung an der Google-Suche wird von einem Suchqualitätsingenieur betreut, der die Auswirkung einer Änderung auf die Nutzer untersuchen soll und nicht zum Entwicklungsteam gehört. Google führt rund 500 Änderungen an seinem Suchalgorithmus pro Jahr durch.

Die Entscheidungen über Änderungen des Suchalgorithmus hängen vor allem von den Ergebnissen von Experimenten ab. Alle Teilnehmer in der Sitzung können dazu detaillierte Testdaten einsehen. Die entsprechenden Berichte sind zum Teil 25 Seiten lang und enthalten auch Beispiele, um allgemeine Trends zu veranschaulichen.

Nicht nur die Suchqualität wird diskutiert

Dabei geht es nicht nur um die Qualität der Suche, auch andere Aspekte werden diskutiert, beispielsweise die Auswirkungen auf die Latenz, die Kosten und wie sich eine Änderung für unterschiedliche Sprachen umsetzen lässt.

Google versucht, mit etwas mehr Transparenz Kritikern entgegenzuwirken, die Google vorwerfen, das Unternehmen habe bei den Änderungen seines Suchalgorithmus nur sein eigenes Wohl im Sinn, sprich: die eigenen Dienste besser zu ranken und Konkurrenten auf die hinteren Plätze zu verweisen. Die weitgehende Geheimhaltung von Googles Suchtechnik gepaart mit dessen extrem hohem Marktanteil fördert Spekulationen und Verschwörungstheorien. Eine ganze Industrie lebt davon, Websitebetreiber darüber zu beraten, wie sie dafür sorgen können, von Google besser gefunden zu werden.

Seit einigen Monaten veröffentlicht Google auch eine monatliche Liste mit Änderungen an seiner Suche.


Clouds 13. Mär 2012

Ich mache sehr viel mit meinem Transformer prime. Kommt natürlich immer drauf an was man...

DerKeks 13. Mär 2012

Weil Google für mich != Markt ist. Weil es hier an Transparenz maneglt und hier ein...

omo 13. Mär 2012

Hauptsache man generiert sein Vermögen mental adäquat. In den Villen daheim gehts damit...

omo 13. Mär 2012

Generell gehts um affirmative SelbstdiskriminierungsNötigung. Genau so eben wie bei den...

omo 13. Mär 2012

Was keine sog. "Arbeitnehmer" unterstellt, passt sicher nicht in auf "Arbeitnehmern...

Kommentieren



Anzeige

  1. Quality Assurance Engineer / Rollout and System Integration (m/w)
    PAYBACK GmbH, München
  2. IT-Leiter/in
    Silvretta Montafon Bergbahnen AG über TCI Consult GmbH, St. Gallenkirch (Österreich)
  3. Softwareentwickler (m/w) Java EE
    D.O.M. Datenverarbeitung GmbH, Nürnberg, Ingolstadt
  4. Solution Architect SAP NetWeaver Platforms (m/w)
    evosoft GmbH, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Vic Gundotra

    Chef von Google Plus verlässt das Unternehmen

  2. Quartalsbericht

    Amazon weiter mit hohem Umsatz und etwas Gewinn

  3. Quartalsbericht

    Microsofts Gewinn und Umsatz fallen

  4. Element

    Schenkers Windows-Tablet ab 350 Euro - aber ohne Tastatur

  5. Epic Games

    Unreal Engine 4.1 mit Zugriff auf Konsolen-Quellcode

  6. Heartbleed-Bug

    Techfirmen zahlen Millionen für Open-Source-Sicherheit

  7. Sofortlieferung

    Base liefert Smartphone noch am gleichen Tag

  8. Leica T

    Teure Systemkamera mit Touchscreen

  9. The Elder Scrolls Online

    Inhaltserweiterung und Goldfarmer

  10. Sensabubble

    Display aus duftenden Seifenblasen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Conversnitch: Die twitternde Abhörlampe
Conversnitch
Die twitternde Abhörlampe

Conversnitch ist eine kleine Lampe, die unauffällig Gesprächsfetzen aus ihrer Umgebung mitschneidet, online eine Spracherkennung durchführt und den Text auf Twitter postet. Die Kunstaktion soll das Bewusstsein für die alltägliche Überwachung wecken.

  1. Menschenrechte Schärfere Exportkontrollen für Spähprogramme gefordert
  2. NSA-Skandal "Europa ist doch keine Kolonie"
  3. Frankreich Geheimdienst greift auf alle Daten von Orange zu

Microsoft: Remote-Desktop-App für Windows Phone
Microsoft
Remote-Desktop-App für Windows Phone

Microsoft hat eine Remote-Desktop-App für Windows Phone veröffentlicht. Damit kann aus der Ferne von einem Smartphone auf einen anderen Windows-Rechner zugegriffen werden, ohne dass auf diesem eine spezielle Software installiert sein muss.

  1. Cortana im Test Gebt Windows Phone eine Stimme
  2. Smartphones Nokia und HTC planen Updates auf Windows Phone 8.1
  3. Ativ SE Samsungs neues Smartphone mit Windows Phone

Palcohol: Der Cocktail in Pulverform
Palcohol
Der Cocktail in Pulverform

Mit kleinem Gepäck unterwegs und trotzdem nicht auf den abendlichen Drink verzichten? Ein US-Unternehmen hat Rum und Wodka in Pulver verwandelt. Zum Trinken einfach mit Wasser aufgießen - zum Schnupfen jedoch nicht geeignet.

  1. OLED Das merkwürdige Bindungsverhalten organischer Halbleiter
  2. Max-Planck-Institut Quantencomputer werden Silizium-Chips ähnlicher
  3. Kognitionswissenschaft Computer erkennt 21 Gesichtsausdrücke

    •  / 
    Zum Artikel