Videostreaming: Telekom gibt Youtube Schuld an langen Video-Ladezeiten
(Bild: Google)

Videostreaming Telekom gibt Youtube Schuld an langen Video-Ladezeiten

Youtube müsse die Kapazitäten seiner Server anpassen, um Probleme beim Abspielen seiner Videos zu lösen, so ein Sprecher der Telekom. "Die Telekom drosselt die Übertragung von Youtube nicht", sagte er.

Anzeige

Die Deutsche Telekom sieht die Schuld für Probleme beim Abspielen von Youtube-Videos bei dem Betreiber der Plattform. "Die Telekom baut ihr Netz beständig aus und passt es durch das Schalten zusätzlicher Kapazitäten den aktuellen Bedürfnissen der Kunden an. Allerdings müssen auch die Contentanbieter die Kapazitäten ihrer Server anpassen", sagte Telekom-Sprecher Dirk Wende.

Es sei möglich, dass Google "eine Kleinigkeit an ihren Servern verändert oder temporär an der Plattform gearbeitet" habe. Wende: "Eines können wir sagen: Die Telekom drosselt die Übertragung von Youtube nicht. Augenblicklich scheint ja auch wieder alles ziemlich rund zu laufen." Der Blogger Caschy hatte zuvor über anhaltende Probleme bei der Youtube-Nutzung berichtet.

Im Kundenforum der Telekom erklärte das Unternehmen am 12. April 2013: "Im Jahr 2012 gab es nachweislich Probleme beim Streamen von Videos von Youtube ins Netz der Telekom. Die Quelle der Fehler wurde gefunden und entsprechend auch behoben." Dennoch erhalte die Telekom immer wieder Beschwerden über lange Ladezeiten von Youtube-Videos, beziehungsweise dass die Videos ruckelten, heißt es weiter.

Denkbar sei auch eine negative Beeinflussung des Streamings durch lokale Gegebenheiten: Werde Software zum anonymen Surfen verwendet, werden die Datenpakete durch einen Proxy geleitet, hier könnten Engpässe entstehen. "Eventuell wird ein Proxy oder ein Browser-Addon genutzt, mit dem es möglich ist, auch Videos zu streamen, welche in Deutschland gesperrt sind. Gegebenenfalls steht durch andere Nutzung des Anschlusses nicht genügend Bandbreite zur Verfügung." Hier werden IP-TV oder P2P-Downloads als zwei der möglichen Ursachen genannt.

Der Mobilfunk- und Festnetzbetreiber Orange bekam von Google Zahlungen für Youtube-Datentraffic. Das hatte Stephane Richard, der Chef der France-Télécom-Tochter Orange, erklärt. Google könne den Konzern mit weltweit 230 Millionen Kunden nicht ignorieren und habe in Verhandlungen ein "Kräftegleichgewicht" erzielt.

Fragen zur Höhe der Zahlungen von Google beantwortete Richard nicht. Es sei nötig, als Netzbetreiber eine kritische Masse zu erreichen, um mit Google zu verhandeln. Richard sagte, dass Googles Youtube rund 50 Prozent des Datenvolumens in den Netzen des Unternehmens generiere.

Dem britischen Onlinemagazin The Register sagte Orange: "Sie bezahlen uns für den Datentraffic, den sie uns schicken." Das Geld werde für die Pflege und den Ausbau der Netzwerke ausgegeben.

Netzbetreiber üben seit längerer Zeit Druck aus, um zu erreichen, dass sich Internetkonzerne an den Kosten für den Netzausbau beteiligen. Ein Sprecher der Deutschen Telekom sagte im Mai 2011 dem Nachrichtenmagazin Focus: "Wir werden uns darüber unterhalten müssen, dass verkehrsintensive Anbieter wie Youtube dafür bezahlen, dass ihre großen Datenströme von uns gemanagt werden." Zugleich wurde zugesagt, die Kapazitäten für die Videoplattform zu verdreifachen.


_____ 02. Mai 2013

Das hat rein gar nichts mit dem Provider zu tun. Wir sind am Uni-Netz und haben extreme...

lanimation 24. Apr 2013

Ich habe das Problem seid ungefähr 2 Wochen. Hab mich sogar schon bei der Telekom...

franky_79 20. Apr 2013

Man kann fast die Uhr danach stellen. Den ganzen Tag kann ich mit meiner 6000er...

ThadMiller 17. Apr 2013

Dann paßt's ja wieder :)

Kommentieren


Pottblog / 17. Apr 2013

Links anne Ruhr (17.04.2013)



Anzeige

  1. Web-Entwickler (m/w)
    PROJECT PI Immobilien AG, Nürnberg
  2. Softwareentwickler GUI, HMI (m/w)
    GS Elektromedizinische Geräte G. Stemple GmbH, Kaufering (Raum München)
  3. Wissenschaftliche Mitarbeiterin / Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik
    Universität Passau, Passau
  4. Direktor (m/w) Collaboration und Web Technologien
    BIOTRONIK SE & Co. KG, Berlin

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Verbraucherzentrale

    Auf Schreiben wegen Rundfunkbeitrag reagieren

  2. Filmstreaming

    Erste Preise für Netflix Deutschland sichtbar

  3. Alone in the Dark

    Atari setzt auf doppelten Horror

  4. LMDE

    Linux Mint wechselt zu Debian Stable neben Ubuntu

  5. Preisvergleich

    Ergebnisse in Preissuchmaschinen nicht zuverlässig

  6. Akoya P2213T

    Medion stellt Windows-Convertible für 400 Euro vor

  7. Hacker

    Lizard Squad offenbar verhaftet

  8. Lennart Poettering

    Systemd und Btrfs statt Linux-Distributionen mit Paketen

  9. Dircrypt

    Ransomware liefert Schlüssel mit

  10. Wegen Computerabstürzen

    Nasa will Speicher eines Marsroboters neu formatieren



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Benq FHD Wireless Kit im Test: Full-HD bequem drahtlos durchs halbe Haus funken
Benq FHD Wireless Kit im Test
Full-HD bequem drahtlos durchs halbe Haus funken
  1. Project Ara Rockchip und Toshiba in Googles modularem Smartphone
  2. Google und Linaro Android-Fork für Modulsmartphone Ara

Alma und E-ELT: Auf den Spuren der Superteleskope
Alma und E-ELT
Auf den Spuren der Superteleskope
  1. Saturn Mit dem Enterprise-Warpcore Planeten erforschen
  2. Urknall Waren die Spuren des Urknalls nur Staubmuster?
  3. Astronomie Auf der Suche nach außerirdischer Luftverschmutzung

Test Infamous First Light: Neonbunter Actionspaß
Test Infamous First Light
Neonbunter Actionspaß
  1. Infamous Erweiterung First Light leuchtet Ende August 2014

    •  / 
    Zum Artikel