Vert.x Polyglottes Webframework in Version 1.0 erschienen

Das durch VMware gesponserte Framework Vert.x ermöglicht auf Basis der Java Virtual Machine die Entwicklung von Webanwendungen in verschiedenen Programmiersprachen. Im Vergleich zu Node.js soll Vert.x effizienter und schneller sein.

Anzeige

Mit Vert.x ist ein von VMware finanziertes Webframework auf Basis der Java Virtual Machine (JVM) zur Programmierung hochskalierbarer ereignisorientierter Webserver-Anwendungen in verschiedenen Programmiersprachen wie Ruby, Javascript, Groovy oder Java erschienen. In ersten Benchmarks lässt Vert.x das auf Javascript aufsetzende Node.js weit hinter sich.

  • Vergleich zwischen Vert.x und Node.js (Bild: Tim Fox)
  • Vergleich zwischen Vert.x und Node.js (Bild: Tim Fox)
  • Vergleich zwischen Vert.x und Node.js (Bild: Tim Fox)
Vergleich zwischen Vert.x und Node.js (Bild: Tim Fox)

Vom Event-Bus bis zum Client

Das Projekt setzt sich zum Ziel, die programmiersprachenunabhängige Entwicklung von skalierbaren Anwendungen zu ermöglichen, da nach Ansicht der Entwickler künftige Applikationen überwiegend auf mobilen und eingebetteten Geräten ausgeführt werden.

Anwendungen werden in voneinander isolierten, als Verticles bezeichneten Einheiten realisiert, wobei diese in Java, Javascript, Groovy oder Ruby umgesetzt werden können. Verticles kommunizieren miteinander über einen Event-Bus und können auf einen gemeinsamen Datenbestand zugreifen.

Zur Umsetzung von Echtzeitanwendungen im Webbrowser kann clientseitiges Javascript direkt an den Event-Bus von Vert.x angebunden werden. Das Framework unterstützt den Zugriff auf MongoDB-Datenbanken, ferner unterstützt es die Verwendung von Websockets, optional über die Javascript-Bibliothek SockJS.

Von Node.js inspiriert

Projektleiter Tim Fox führt aus, dass er sich bei der Entwicklung von Node.js hat inspirieren lassen. Damit vergleichbar, ist Vert.x ereignisorientiert. Da Befehle nicht linear, sondern asynchron ausgeführt werden, können sie eine laufende Applikation nicht blockieren.

Das Nebenläufigkeitsmodell von Vert.x sieht vor, dass Verticles in einem Thread geschrieben und ausgeführt werden, wodurch die sonst notwendige Synchronisierung verschiedener Threads entfällt. Die JVM skaliert selbstständig über verfügbare Rechenkerne. Erste vom Projekt veröffentlichte Benchmarkergebnisse eines einfachen HTTP-Servers zeigen hierbei eine gegenüber Node.js deutlich höhere Geschwindigkeit.

Vert.x steht in der Version 1.0 auf Github samt Anwendungsbeispielen zur Verfügung. In künftigen Versionen will das Projekt die Auswahl an Programmiersprachen um Clojure, Python und Scala erweitern.


Xstream 11. Mai 2012

du meinst weil die übersetzung in bytecode wegfällt oder was genau?

bstea 11. Mai 2012

Im Blog wird bereits gestritten, warum die Lösung performanter ist. Neben IO Caching...

Kommentieren



Anzeige

  1. Business Intelligence Experte (m/w)
    Sparkassen Rating und Risikosysteme GmbH, Berlin
  2. IT-Spezialist (m/w) für Anwendungsentwicklung
    Versicherungskammer Bayern, München
  3. Senior Consultant Reporting (m/w)
    b.telligent, München und Zürich
  4. SAP-Prozessexperte für Master Data, EHS & Label Management (m/w)
    BASF Coatings GmbH, Münster

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. MPAA und RIAA

    Film- und Musikindustrie nutzte Megaupload intensiv

  2. F-Secure

    David Hasselhoff spricht auf der Re:publica in Berlin

  3. "Leicht zu verdauen"

    SAP bietet Ratenkauf und kündigt vereinfachte GUI an

  4. Test The Elder Scrolls Online

    Skyrim meets Standard-MMORPG

  5. AMD-Vize Lisa Su

    Geringe Chancen für 20-Nanometer-GPUs von AMD für 2014

  6. Bärbel Höhn

    Smartphone-Hersteller zu Diebstahl-Sperre zwingen

  7. Taxi-App

    Uber will trotz Verbot in weitere deutsche Städte

  8. First-Person-Walker

    Wie viel Gameplay braucht ein Spiel?

  9. Finanzierungsrunde

    Startup Airbnb ist zehn Milliarden US-Dollar wert

  10. Spähaffäre

    Snowden erklärt seine Frage an Putin



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
IMHO - Heartbleed und die Folgen: TLS entrümpeln
IMHO - Heartbleed und die Folgen
TLS entrümpeln

Die Spezifikation der TLS-Verschlüsselung ist ein Gemischtwarenladen aus exotischen Algorithmen und nie benötigten Erweiterungen. Es ist Zeit für eine große Entrümpelungsaktion.

  1. Bleichenbacher-Angriff TLS-Probleme in Java
  2. Revocation Zurückziehen von Zertifikaten bringt wenig
  3. TLS-Bibliotheken Fehler finden mit fehlerhaften Zertifikaten

Owncloud: Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk
Owncloud
Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk

Kaputte Zertifikate durch Heartbleed und der NSA-Skandal: Es gibt genügend Gründe, seinen eigenen Cloud-Speicher einzurichten. Wir erklären mit Owncloud auf einem Raspberry Pi, wie das funktioniert.


Test LG L40: Android 4.4.2 macht müde Smartphones munter
Test LG L40
Android 4.4.2 macht müde Smartphones munter

Mit dem L40 präsentiert LG eines der ersten Smartphones mit der aktuellen Android-Version 4.4.2, das unter 100 Euro kostet. Dank der Optimierungen von Kitkat überrascht die Leistung des kleinen Gerätes - und es dürfte nicht nur für Einsteiger interessant sein.

  1. LG G3 5,5-Zoll-Smartphone mit 1440p-Display und Kitkat
  2. LG L35 Smartphone mit Android 4.4 für 80 Euro
  3. Programmierbare LED-Lampe LG kündigt Alternative zur Philips Hue an

    •  / 
    Zum Artikel