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Sicherheitsbericht der Initiative Deutschland sicher im Netz
Sicherheitsbericht der Initiative Deutschland sicher im Netz (Bild: DsiN)

Verschlüsselung und Unternehmen: Sicherheitsbewusstsein nimmt weiter ab

Sicherheitsbericht der Initiative Deutschland sicher im Netz
Sicherheitsbericht der Initiative Deutschland sicher im Netz (Bild: DsiN)

Jedes vierte Unternehmen in Deutschland macht sich um das Thema Sicherheit wenig Gedanken. Das ist das Ergebnis einer Studie unter mittelständischen Firmen. Laut dem BKA entstehen dadurch jährliche Schäden in Milliardenhöhe.

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Die digitale Vernetzung nimmt zu, doch der Schutz der IT-Systeme ist im Mittelstand sogar rückläufig. Das ist das überraschende Ergebnis des Sicherheitsmonitors Mittelstand (PDF), einer Befragung von 1500 Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern. Die Initiative Deutschland sicher im Netz (DsiN) hat sie zum vierten Mal seit 2011 durchgeführt. So nahmen Schutzmaßnahmen beim E-Mail Versand wie Passwörter, elektronische Signatur und Verschlüsselung in den drei Jahren um sieben Prozentpunkte auf heute 43 Prozent ab. Jedes vierte Unternehmen ergreift gar keine Maßnahmen, obwohl Sicherheitsfragen als wichtig empfunden werden.

"Es gibt einen großen Unterschied zwischen der medialen Aufmerksamkeit für den NSA-Skandal und dem Verhalten in den Unternehmen. Der Grund dafür ist ein Fatalismus, dass man gegen die Ausspähung ohnehin nichts tun könne", sagte Christian Illek, DsiN-Vorsitzender und Geschäftsführer von Microsoft Deutschland. Er stellte die Studie anlässlich der Eröffnung des DsiN-Jahreskongresses vor.

Auch der steigende Gebrauch von Mobilgeräten habe dazu geführt, dass der Schutz von E-Mails zum Beispiel durch Verschlüsselung zurückgegangen sei. Während der Zugriffsschutz bei Notebooks bei 57 Prozent der Firmen stagniert, ist er bei Smartphones und Tablets sogar um zehn Prozentpunkte auf 26 Prozent gesunken.

Weitere Versäumnisse in vielen kleinen Unternehmen sind das Fehlen von Sicherheitskonzepten und die unzureichende Aufklärung der Mitarbeiter. Nur ein Viertel der Betriebe veranstaltet regelmäßige Schulungen. Cloud Computing wird von 23 Prozent eingesetzt. Doch die Sicherheitsanforderungen und rechtlichen Regeln dafür sind unter den Nutzern nur teilweise oder gar nicht bekannt.

Gefahrenpotenzial wird unterschätzt

Die Studie zeigt, dass das Gefahrenpotenzial der Cyberkriminalität vom Mittelstand unterschätzt wird. Laut dem Bundeskriminalamt beläuft sich der jährliche Schaden in Deutschland auf ungefähr 50 Milliarden Euro, wobei die Dunkelziffer hoch ist. Das entspricht einem Durchschnitt von 50.000 Euro bei rund einer Million erfolgreiche Angriffe.

"Ein bewussterer Umgang mit IT-Sicherheit kann die Risiken um bis zu 80 Prozent reduzieren", mahnte Illek. Als Reaktion kündigte er an, dass DsiN seine Aktivitäten verstärken werde. So will man kleinen Unternehmen anbieten, Sicherheitstests durchzuführen. Weitere Angebote sind zum Beispiel eine Sicherheits-App und ein Cloud-Scout im Netz.

DsiN versteht sich als heterogene Plattform für Mittelstand und Verbraucher, die andere Initiativen zur IT-Sicherheit bündelt und eigene vorantreibt. An die Politik richtete Illek die Forderungen, die europäische Datenschutz-Grundverordnung zügig zu verabschieden. EU und USA müssten außerdem eine Vereinbarung treffen, in welchem Umfang Geheimdienste auf Daten zugreifen können.

Innenminister Thomas de Maizière, Schirmherr von DsiN, sagte in seiner Rede auf dem Jahreskongress, während viele Bürger wenig Vertrauen in die Sicherheit ihrer Daten hätten, habe ein Teil des Mittelstands zu viel Vertrauen. Datenschutz sei ein "harter wirtschaftlicher Standortfaktor" geworden. Für die Schaffung eines digitalen Binnenmarkts in Europa sei die Datenschutzreform nötig.

"Ich hoffe, wir werden im ersten Halbjahr 2015 mit den Beratungen fertig", sagte de Maizière. Die Verhandlungen mit den anderen Staaten seien wegen der unterschiedlichen Ziele, sowohl bürgerfreundliche als auch wirtschaftsfreundliche Regelungen zu treffen, "nicht einfach".

Er warnte vor einem Protektionismus, nur auf deutsche oder europäische IT-Anbieter zu setzen. Entscheidend sei, dass die Unternehmen die staatlichen Sicherheitsanforderungen erfüllten. "Bei meinen jüngsten Gesprächen in den USA hatte ich den Eindruck, dass die US-Unternehmen dazu bereit sind."


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kazhar 05. Jun 2014

Mir ist lieber der User hat einen Zettel irgendwo kleben, als er nutzt lolo0 oder...

laank 04. Jun 2014

Muss diesen (für mich schwachsinnigen) Plappereien absolut widersprechen. Ich hab keine...

FreiGeistler 04. Jun 2014

PEBCAK Problem Exists Between Chair And Keyboard. Dabei gibts doch schon so schöne...

LCO 04. Jun 2014

warum sollten also Entscheider Geld in Sicherheit investieren, wenn diese durch...

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