Abo
  • Services:
Anzeige
Google will auf Löschung von Links hinweisen.
Google will auf Löschung von Links hinweisen. (Bild: AFP/Getty Images)

Vergessenwerden: Google will auf gelöschte Links hinweisen

Der Internetkonzern Google will künftig offenbar darauf hinweisen, wenn Links auf Wunsch von Nutzern aus den Suchergebnissen entfernt wurden.

Anzeige

Google will einem Bericht zufolge künftig darauf hinweisen, wenn Links auf Wunsch von Nutzern nicht mehr in den Suchergebnissen angezeigt werden sollen. Der Konzern plant laut einem Bericht des Guardian, am Seitenende der Suchergebnisse solche Hinweise einzubauen. Sie sollen ähnlich funktionieren wie jene, die der Konzern bei Seiten verwendet, die wegen Urheberrechtsverletzungen aus den Suchergebnissen entfernt wurden. Google lehnte laut Guardian eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Suchmaschinenexperten hatten ein solches Vorgehen bereits erwartet.

Wie die Zeitung weiter berichtet, will Google in seinem halbjährlichen Transparenzbericht künftig Informationen über die Zahl der entfernten Einträge bereitstellen. Seit dem Urteil am 13. Mai erreichten Google nach eigenen Angaben schon Zehntausende Anfragen von Nutzern, die um die Löschung von Informationen baten. Knapp ein Drittel beträfen Betrugsfälle, in einem Fünftel sei es um schwere Straftaten gegangen. Zwölf Prozent der Anfragen stünden im Zusammenhang mit Festnahmen wegen Kinderpornografie.

Jimmy Wales warnt weiter vor Zensur

Vor rund zwei Wochen hatte Google ein Formular online gestellt, mit dem Nutzer in Europa die Löschung von Einträgen beantragen können. Damit reagiert der Internetkonzern auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom Mai. Das Gericht hatte geurteilt, Nutzer hätten das Recht, die Löschung von persönlichen Informationen zu beantragen, die veraltet, irrelevant oder nicht mehr adäquat seien.

Der Konzern muss nicht jedem Antrag folgen, jedoch prüfen, ob die Löschung im öffentlichen Interesse ist. Google hat für diesen Zweck ein Komitee eingerichtet, zu dem unter anderen Chairman Eric Schmidt und Wikipedia-Gründer Jimmy Wales gehören.

Wales hatte das Urteil in einem Interview mit der Seite Techcrunch am Wochenende als Zensur kritisiert. Von Zeitungen genutzte Informationen, die der Wahrheit entsprächen und in Gerichtsdokumenten veröffentlicht worden seien, seien nicht privat. Das Urteil des EuGH sei in der Klärung der Frage, was privat sei und was nicht, hinderlich. Vor allem Zeitungen litten darunter, weil Nutzer Informationen in erster Linie über Google suchten und so auf den Seiten landeten.

Nachtrag vom 10. Juni 2014, 13:45 Uhr

Wir haben den Artikel dahingehend präzisiert, dass nicht mehr von gelöschten Inhalten die Rede ist, sondern von Links, die aus den Suchergebnissen entfernt werden.


eye home zur Startseite
fesfrank 11. Jun 2014

ich finds klasse :)

fesfrank 11. Jun 2014

ich hab schon viel "bullshit" hier gelesen, ich bin davon ausgegangen das dies nicht...

fesfrank 11. Jun 2014

der eugh hat europäisches recht umgesetzt, nicht mehr, aber auch nicht weniger! .....

tingelchen 10. Jun 2014

einfach einen Link zu einem Proxy dazu packen. Das Urteil ist und bleibt einfach...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. 3Tec automation GmbH u. Co. KG, Vlotho
  2. LucaNet AG, München
  3. Deutscher Alpenverein e. V., München
  4. T-Systems International GmbH, Leinfelden-Echterdingen


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Palit Geforce GTX 1070 für 434,90€, Zotac Geforce GTX 1080 nur 689,00€, Samsung M.2 256...
  2. 199,00€
  3. 0,90€

Folgen Sie uns
       


  1. Spionage im Wahlkampf

    Russland soll hinter neuem Hack von US-Demokraten stecken

  2. Comodo

    Zertifikatsausstellung mit HTML-Injection ausgetrickst

  3. Autonomes Fahren

    Mercedes stoppt Werbespot wegen überzogener Versprechen

  4. Panne behoben

    Paypal-Lastschrifteinzug funktioniert wieder

  5. Ecix

    Australier übernehmen zweitgrößten deutschen Internetknoten

  6. Die Woche im Video

    Ab in den Urlaub!

  7. Ausfall

    Störung im Netz von Netcologne

  8. Cinema 3D

    Das MIT arbeitet an 3D-Kino ohne Brille

  9. AVM

    Hersteller für volle Routerfreiheit bei Glasfaser und Kabel

  10. Hearthstone

    Blizzard feiert eine Nacht in Karazhan



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Xiaomi Mi Band 2 im Hands on: Fitness-Preisbrecher mit Hack-App
Xiaomi Mi Band 2 im Hands on
Fitness-Preisbrecher mit Hack-App
  1. Mi Notebook Air Xiaomi steigt mit Kampfpreisen ins Notebook-Geschäft ein
  2. Xiaomi Hugo Barra verkündet Premium-Smartphone
  3. Redmi 3S Xiaomis neues Smartphone kostet umgerechnet 95 Euro

Amoklauf in München: De Maizière reanimiert Killerspiel-Debatte
Amoklauf in München
De Maizière reanimiert Killerspiel-Debatte
  1. Killerspiel-Debatte ProSieben Maxx stoppt Übertragungen von Counter-Strike

Schwachstellen aufgedeckt: Der leichtfertige Umgang mit kritischen Infrastrukturen
Schwachstellen aufgedeckt
Der leichtfertige Umgang mit kritischen Infrastrukturen
  1. Keysniffer Millionen kabellose Tastaturen senden Daten im Klartext
  2. Tor Hidden Services Über 100 spionierende Tor-Nodes
  3. Pilotprojekt EU will Open Source sicherer machen

  1. Re: Mengen an Datenmüll hochladen & Amazon Trollen

    goto10 | 18:42

  2. Re: Bei Glasfaser ist's ja einfach...

    DaChicken | 18:38

  3. Re: Die Richtung nach oben wäre interessanter

    VERGiL | 18:37

  4. Re: Lancom, nein danke.

    DaChicken | 18:35

  5. Re: Wahnsinn...

    Franky1306 | 18:35


  1. 14:22

  2. 13:36

  3. 13:24

  4. 13:13

  5. 12:38

  6. 09:01

  7. 18:21

  8. 18:05


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel