Verbraucherschützer: E-Plus wegen Vorratsdatenspeicherung abgemahnt
(Bild: VZBV)

Verbraucherschützer E-Plus wegen Vorratsdatenspeicherung abgemahnt

E-Plus hat zugesagt, die Aussagen zur Vorratsdatenspeicherung seiner Kundendaten zu ändern. Das hat der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) durchgesetzt.

Anzeige

Der Verbraucherschutzverband hat den Mobilfunkbetreiber E-Plus wegen einer unzulässigen Klausel in seinen allgemeinen Geschäftsbedingungen abgemahnt. In einem Vertragstext von E-Plus heißt es, der Mobilfunkanbieter speichere alle Verkehrs- und Nutzungsdaten seiner Kunden grundsätzlich bis zu 80 Tage nach Rechnungsversand. "Dies kommt einer vertraglich angekündigten Vorratsdatenspeicherung gleich", erklärte der VZBV (Verbraucherzentrale Bundesverband) am 21. August 2012.

In den AGB von E-Plus heißt es, der Konzern speichere "alle Verkehrs- und Nutzungsdaten grundsätzlich bis zu 80 Tage nach Rechnungsversand." Nach Rechtsauffassung der VZBV-Anwälte lässt diese Formulierung offen, ob Daten über die Rechtsgrundlage im Telekommunikationsgesetz hinaus gespeichert werden. Nach schärfster Auslegung der Klausel sei davon auszugehen, dass E-Plus die Verkehrsdaten ohne jeden Anlass speichere.

So sei es beispielsweise im Falle von Flatrate-Tarifen nicht erforderlich zu speichern, wer wann von welchem Anschluss telefoniert habe oder welche Anrufe beim Kunden eingingen. Das Gleiche gilt auch für die Speicherung des jeweiligen Standorts des Kunden über Funkzellen bei der Nutzung.

Wie eine VZBV-Sprecherin Golem.de erklärte, hat E-Plus eine Unterlassungserklärung abgegeben.

Der AK Vorrat hatte eine Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung organisiert, die von über 34.000 Menschen mitgezeichnet wurde. Die Beschwerde war erfolgreich. Im März 2010 hatte das Bundesverfassungsgericht die Vorratsdatenspeicherung in der damals bestehenden Form für teilweise verfassungswidrig erklärt und damit gestoppt.

Wie Golem.de aus unternehmensnahen Kreisen erfahren hat, ist E-Plus der Meinung, dass an anderer Stelle in den AGB eindeutig ausgeführt ist, dass die Höchstspeicherdauer 80 Tage beträgt. Diese Dauer sei nötig, weil der Kunde nach Erhalt der Rechnung noch Zeit habe, zu widersprechen. Auch bei Sprachflatrates sei eine Speicherung der angerufenen Nummern notwendig, weil beispielsweise bestimmte Auslandsverbindungen oder Sonderrufnummern davon nicht erfasst sind.


lala1 23. Aug 2012

Als ob die zu blöde wären Auslandsverbindungen gesondert zu speichern oder alles was...

kmork 22. Aug 2012

Noch ein paar mehr solche Einträge, und sie haben ein Bewegungsprofil von dir

Kommentieren



Anzeige

  1. Systemarchitekt CarSharing Fahrzeugbackend und -prozesse (m/w)
    Daimler AG, Leinfelden-Echterdingen
  2. Planungsingenieurin / Planungsingenieur
    Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Berlin
  3. Systembetreuer/-in IT-Operations (Solaris, Oracle)
    Deutsche Bundesbank, Düsseldorf
  4. System Engineer - Cloud Computing (m/w) - Schwerpunkt LAMP-Stack
    Syzygy Deutschland GmbH, Bad Homburg bei Frankfurt am Main

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Translate Community

    Nutzer sollen Google-Übersetzungen verbessern

  2. TWRP

    Custom Recovery für Android Wear vorgestellt

  3. Daimler

    Mit eigener Hacker-Gruppe gegen Sicherheitslücken

  4. Android Wear

    Tesla Model S mit der Smartwatch bedienen

  5. iFixit

    Amazon Fire Phone ist nur schlecht zu reparieren

  6. Entwicklerstudio

    Crytek räumt finanzielle Probleme ein

  7. M-net

    Über 390 Kilometer Glasfaserkabel verlegt

  8. Bioelektronik

    Pilze sind die besten Zellschnittstellen

  9. Deanonymisierung

    Russland bietet 83.000 Euro für Enttarnung von Tor-Nutzern

  10. MyGlass

    Google-Glass-App offiziell in Deutschland verfügbar



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
IMHO: Share Economy regulieren, nicht verbieten
IMHO
Share Economy regulieren, nicht verbieten
  1. NSA-Affäre Macht euch wichtig!
  2. IMHO Und wir sind selber schuld!
  3. Head Mounted Display Valve zeigt neue Version seiner VR-Brille

Privacy: Unsichtbares Tracking mit Bildern statt Cookies
Privacy
Unsichtbares Tracking mit Bildern statt Cookies
  1. Passenger Name Record Journalist findet seine Kreditkartendaten beim US-Zoll
  2. Android Zurücksetzen löscht Daten nur unvollständig
  3. Privatsphäre Bundesminister verlangt Datenschutz beim vernetzten Auto

PC-Spiele mit 4K, 6K, 8K, 15K: "Spielen mit Downsampling schlägt Full-HD immer"
PC-Spiele mit 4K, 6K, 8K, 15K
"Spielen mit Downsampling schlägt Full-HD immer"
  1. Transformers Ära des Untergangs - gefilmt mit Sensoren im Imax-Format
  2. Intel-Partnerschaft mit Samsung 4K-Monitore sollen unter 400 US-Dollar gedrückt werden
  3. Asus ROG Kleine Gaming-PCs im Konsolendesign mit Desktophardware

    •  / 
    Zum Artikel