Verbraucherministerin: Unternehmen sparen an der IT-Sicherheit
Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) (Bild: Johannes Simon/Getty Images)

Verbraucherministerin Unternehmen sparen an der IT-Sicherheit

Allein von Mai bis Juli 2012 waren über 370.000 Internetnutzer von einem Angriff auf ihre privaten Daten betroffen. Aigner kritisiert die mangelnde IT-Sicherheit als wichtigste Ursache, unternimmt aber nichts, um dies zu ändern.

Anzeige

Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) kritisiert Unternehmen für die Vernachlässigung der IT-Sicherheit, durch die viele Angriffe erst möglich werden. Aigner sagte am 10. Dezember 2012 auf dem Cybercrime-Kongress in München: "Die Unternehmen tragen Verantwortung für eine sichere Informationstechnik und dürfen hier nicht an der falschen Stelle sparen.".

Unter anderem die Finanzbranche müsse sich den Vorwurf gefallen lassen, oft nicht genug für die Sicherheit der Kunden zu tun, erklärte Aigner und verwies auf jüngste Berichte über Risiken des mobilen Onlinebankings in Verbindung mit Smartphones.

"Ich fordere die Gerätehersteller und die Kreditwirtschaft auf, sich Gedanken zu machen, wie solche Angriffe in Zukunft verhindert werden können", betonte Aigner. Sicherheitsmängel seien nicht nur eine ernsthafte Bedrohung für die Kunden, sondern auch für den Geschäftserfolg. Aigner zeigte jedoch keine Absicht, die Unternehmen gesetzlich zu Sicherheitsstandards zu verpflichten.

Von Mai bis Juli 2012 waren über 370.000 Internetnutzer von einem Angriff auf ihre privaten Daten betroffen. Kriminelle entwendeten in diesem Zeitraum über 100.000 Zugangsdaten für den Onlineeinkauf, fast 49.000 E-Mail-Konten wurden gehackt, berichtete Aigner unter Berufung auf Erhebungen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und des IT-Branchenverbandes Bitkom.

"Jedes Unternehmen, das im Internet aktiv ist und das Netz für Geschäfte nutzt, muss die Risiken kennen und auf ein Minimum reduzieren", sagte Aigner.

Aigner forderte effektivere Schutzvorrichtungen und Offenheit. "Wir brauchen vor allem Offenheit und Ehrlichkeit, wenn ein Hackerangriff Erfolg gehabt hat und es zu Datenverlusten gekommen ist", betonte die Ministerin. Es sei nicht akzeptabel, wenn ein Unternehmen seine Kunden und die Öffentlichkeit erst verspätet oder nur scheibchenweise über Datenlecks informiere. Sie begrüßte die Initiative von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU), der eine Meldepflicht für Unternehmen einführen will, die Opfer einer Hackerattacke geworden sind. Auch EU-Kommissarin Neelie Kroes hatte hierzu ihre Unterstützung signalisiert.


da_huawa 11. Dez 2012

Same here - ich hab mir im ebay eine Cisco ASA fürs LAB geschossen... tja, sogar das VPN...

da_huawa 11. Dez 2012

pff... war ja klar, dank der "kostenlos" Mentalität haben wi eine Lösung... Software...

Accolade 11. Dez 2012

Nicht nur das. Der Krieg der Samenhersteller, wie z.b. Kartoffeln oder Äpfel muss man...

Eheran 11. Dez 2012

Genpanschern? Autsch... *schonmal den Rasenmäher hol*

schap23 10. Dez 2012

Wen der Täter mit seinen Daten an die Öffentlichkeit geht, braucht das Unternehmen ja...

Kommentieren




Anzeige

  1. Technischer Leiter (m/w)
    wenglor sensoric gmbh, Tettnang
  2. IT-Senior Consultant CRM (m/w)
    Media-Saturn IT Services GmbH, Ingolstadt
  3. Softwareentwickler (m/w)
    ZF Friedrichshafen AG, Passau
  4. IT-Teamleitungen (m/w) für Betreute Lokale Netze an beruflichen Schulen
    Landeshauptstadt München, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Verbraucherzentrale

    Auf Schreiben wegen Rundfunkbeitrag reagieren

  2. Filmstreaming

    Erste Preise für Netflix Deutschland sichtbar

  3. Alone in the Dark

    Atari setzt auf doppelten Horror

  4. LMDE

    Linux Mint wechselt zu Debian Stable neben Ubuntu

  5. Preisvergleich

    Ergebnisse in Preissuchmaschinen nicht zuverlässig

  6. Akoya P2213T

    Medion stellt Windows-Convertible für 400 Euro vor

  7. Hacker

    Lizard Squad offenbar verhaftet

  8. Lennart Poettering

    Systemd und Btrfs statt Linux-Distributionen mit Paketen

  9. Dircrypt

    Ransomware liefert Schlüssel mit

  10. Wegen Computerabstürzen

    Nasa will Speicher eines Marsroboters neu formatieren



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Benq FHD Wireless Kit im Test: Full-HD bequem drahtlos durchs halbe Haus funken
Benq FHD Wireless Kit im Test
Full-HD bequem drahtlos durchs halbe Haus funken
  1. Project Ara Rockchip und Toshiba in Googles modularem Smartphone
  2. Google und Linaro Android-Fork für Modulsmartphone Ara

Alma und E-ELT: Auf den Spuren der Superteleskope
Alma und E-ELT
Auf den Spuren der Superteleskope
  1. Saturn Mit dem Enterprise-Warpcore Planeten erforschen
  2. Urknall Waren die Spuren des Urknalls nur Staubmuster?
  3. Astronomie Auf der Suche nach außerirdischer Luftverschmutzung

Test Infamous First Light: Neonbunter Actionspaß
Test Infamous First Light
Neonbunter Actionspaß
  1. Infamous Erweiterung First Light leuchtet Ende August 2014

    •  / 
    Zum Artikel