Ein neues SDK erweitert den Funktionsumfang von Kinect für Windows.
Ein neues SDK erweitert den Funktionsumfang von Kinect für Windows. (Bild: Microsoft)

Verbessertes SDK Kinect unterstützt Windows 8 und versteht Deutsch

Microsoft hat ein neues SDK für Kinect für Windows veröffentlicht. Es unterstützt nun auch externe IR-Lichtquellen, die bessere Kombination mehrerer Kinect-Sensoren, eine deutsche Spracherkennung und Windows 8.

Anzeige

Entwickler können nun auch für Windows 8 entwickelte Anwendungen auf Kinect für Windows und den im Grunde baugleichen Xbox-Sensor für die Xbox 360 anpassen. Der Kinect-für-Windows-Sensor soll auch dann erkannt werden, wenn Windows in einer virtuellen Maschine (VM) läuft. Getestet wurde das laut Microsoft mit Microsoft Hyper-V, VMWare und Parallels.

Das in der vergangenen Woche aktualisierte Kinect for Windows Software Development Kit (SDK) soll zudem neue Anwendungsgebiete erschließen helfen. Dazu hat Microsoft etwa die Beschränkung des Tiefensensors auf 4 Meter aufgehoben. So sollen auch größere Räume und weiter entfernt befindliche Objekte erkannt werden können. Die Tiefendaten sind dann Microsoft zufolge nicht mehr sehr akkurat.

Außerdem können Einstellungen der Farbkamera kalibriert werden, was eine Anpassung an die Umgebung ermöglicht. Für mehr Genauigkeit können nun zudem auch externe Infrarotlichtquellen genutzt werden. Die Infrarotdaten lassen sich dazu über das API abrufen. In Microsofts Kinect-Blog stuft das auch einer der SDK-Entwickler als eine der wichtigsten Neuerungen ein: "Was erwartet ihr? Ich bin ein Entwickler. Nun kann ich im Dunkeln sehen!"

  • Kinect for Windows SDK - mehr Tiefendaten (r.) als beim Vorgänger (l.) (Bild: Microsoft)
  • Microsoft-Mitarbeiter Bob Heddle zeigt die neue Infrarotfunktion des Kinect for Windows SDK (Bild: Microsoft)
Kinect for Windows SDK - mehr Tiefendaten (r.) als beim Vorgänger (l.) (Bild: Microsoft)

Das API liefert außerdem Daten über den 3-Achsen-Beschleunigungssensor von Kinect, so dass die Ausrichtung der Sensorleiste ermittelt werden kann. Bei der parallelen Nutzung mehrerer Kinect-Sensoren in einer Anwendung wird Skeletal Tracking unterstützt.

Bei der Spracherkennung über die Kinect-internen Mikrofone bietet das SDK erstmals auch ein Sprachpaket für Deutsch.

Das neue Kinect für Windows SDK steht seit vergangener Woche zum Download bei Microsoft zur Verfügung. Es ist für die Entwicklung mit C++, C# oder Visual Basic gedacht; unterstützt werden auch Visual Studio 2012 und das .Net Framework.

Microsoft hat angekündigt, das SDK auch in Zukunft häufiger zu aktualisieren und zu verbessern. Es soll nicht nur für Desktopanwendungen interessanter werden, sondern etwa auch Kinect als Sensor etwa für die Industrie etablieren, beispielsweise zur Kontrolle von Fertigungsanlagen.

Der Kinect-für-Windows-Sensor wird weiterhin nur über ausgewählte Händler verkauft. In Deutschland nennt Microsoft Notebooksbilliger.de als Partner. Dort gibt es den Sensor für rund 195 Euro. Der Kinect-Sensor der Xbox 360 wird für unter 110 Euro verkauft, er ist im Grunde baugleich, aber noch primär für Entwickler gedacht. Die können bei Kinect für Windows einen Naherkennungsmodus nutzen, der bei der auch am PC nutzbaren Xbox-360-Kinect-Hardware nicht freigeschaltet ist.


Kommentieren



Anzeige

  1. Informatiker (m/w)
    Kassenärztliche Bundesvereinigung, Berlin
  2. Linux Software Entwickler / Tester (m/w)
    imbus AG, München
  3. Referent Informationssicherheitsmanag- ement (m/w)
    EWE Aktiengesellschaft, Oldenburg
  4. IT-Consultant Mobile Applications (m/w)
    Media-Saturn IT Services GmbH, Ingolstadt

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Haftungsprivilegien

    Wann macht sich ein Hoster strafbar?

  2. Settop-Box

    Skys Streaming-Client ist der Roku 3

  3. Steam

    Square Enix weitet Geo-Lock bei Spielen aus

  4. Smartphone

    LGs 5-Zoll-Display hat einen 0,7 mm dünnen Rand

  5. Staatsanwaltschaft Dresden

    Öffentliche Fahndung nach Kinox.to-Betreiber

  6. Sicherheit

    Nacktscanner jetzt doch für deutsche Flughäfen

  7. HDMI-Handshake

    Firmware 2.0 lässt manche Playstation 4 verstummen

  8. Motorola

    Lenovo übernimmt Googles Smartphone-Sparte

  9. Osquery

    Systemüberwachung per SQL von Facebook

  10. Sicherheitslücke

    Drupal-Team warnt erneut vor Folgen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Moore's Law: Totgesagte schrumpfen länger
Moore's Law
Totgesagte schrumpfen länger

Samsung Galaxy Note 4 im Test: Ausdauerndes Riesen-Smartphone mit Top-Hardware
Samsung Galaxy Note 4 im Test
Ausdauerndes Riesen-Smartphone mit Top-Hardware
  1. Galaxy Note 4 4,5 Millionen verkaufte Geräte in einem Monat
  2. Samsung Galaxy Note 4 wird teurer und kommt früher
  3. Gapgate Spalt im Samsung Galaxy Note 4 ist gewollt

iPad Air 2 im Test: Toll, aber kein Muss
iPad Air 2 im Test
Toll, aber kein Muss
  1. Tablet Apple verdient am iPad Air 2 weniger als am Vorgänger
  2. iFixit iPad Air 2 - wehe, wenn es kaputtgeht
  3. iPad Air 2 Benchmark Apples A8X überrascht mit drei Prozessor-Kernen

    •  / 
    Zum Artikel