Vectoring: "Die Technikgeschichte wiederholt sich manchmal"
Kabelverzweiger in London (Bild: Sjanzon)

Vectoring "Die Technikgeschichte wiederholt sich manchmal"

Mit System-Level-Vectoring erschließt VDSL2 auch bei massenhaftem Einsatz einen hohen Bandbreitenbereich, meint der Cheftechniker von Keymile.

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Die Nutzung von Kupferleitungen für andere Zwecke als die Telefonie ist keine völlig neue Idee, sagt Wolfgang Spahn, Technikchef der Keymile-Gruppe. "Die Technikgeschichte wiederholt sich manchmal", erklärt Spahn. "Schon in den Dreißigerjahren des vergangenen Jahrhunderts hatten findige Techniker erkannt, dass sich Telefonleitungen zu mehr als nur zum Telefonieren nutzen lassen. Bis zu drei Langwellen-Rundfunkprogramme konnten beispielsweise von 1930 bis 1966 in Deutschland, der Schweiz und Italien über den sogenannten Drahtfunk mit durchaus hochwertiger Übertragungsqualität empfangen werden. Erst mit dem Umstieg von Langwelle auf Mittelwelle und Ultrakurzwelle wurde die Tonqualität des Drahtfunks durch die Rundfunkübertragung übertroffen."

Zwar gehöre Glasfasernetzen die Zukunft, das Kupferkabel habe aber aufgrund von VDSL2 in Kombination mit der Vectoring-Technik durchaus noch Potenzial.

Durch die Ausweitung der Übertragungsfrequenz, die durch die Verfügbarkeit immer schnellerer Signalprozessoren möglich geworden sei, erreichten die DSL-Technologien SHDSL, ADSL, ADSL2, ADSL2plus, VDSL und VDSL2 höhere Bandbreiten. Was mit HDSL und 2 MBit/s bei der Frequenz von 340 kHz begonnen habe, liefere zurzeit VDSL2 bei einer Frequenz von bis zu 30 MHz im Downstream mit 100 MBit/s und 10 MBit/s im Upstream. "Jedoch nimmt bei zunehmender Frequenz die Dämpfung zu, so dass das Signal in der hochfrequenten Flanke immer schwächer wird. Gerade hier sind aber - wegen der hohen Frequenzen - die meisten Bandbreitengewinne zu erwarten", erklärt Spahn.

Die DSL-Übertragung sei immer von einem Signalgewirr begleitet. Mehrere in einem Kabelbündel übertragene DSL-Signale erzeugten Störungen durch Übersprechen. Diese addierten sich zu dem bereits vorhandenen Geräuschteppich durch elektromagnetische Störungen, der beispielsweise durch Radio, TV und andere Elektrogeräte entstehe. Dadurch werde die theoretisch zu erwartende Bandbreite bei VDSL2 nicht erreicht.

"Die 100 MBit/s des VDSL2-Standards sind daher heute nur bei sehr kurzen Leitungslängen und ohne andere VDSL2-Teilnehmer im Kabelbündel zu erreichen. Gelänge es, die Störsignale zu kompensieren, könnte sich auch bei mehreren Teilnehmern und einer Leitungslänge von 400 Metern eine Bandbreite von 100 MBit/s realisieren lassen", so der Technikchef.

Beeinträchtigungen der Übertragung ausschalten 

glmd 03. Jun 2013

Bandbreite schön und gut, aber daß der Ausbau Geld kosten (egal ob Vectoring oder...

RcRaCk2k 31. Mai 2013

Mal ernsthaft... Vectoring ist so, wie es aktuell diskutiert wird unsinnig! Interessant...

Xultra 30. Mai 2013

Hmm wieso wird alles privatisiert ? Alles besser ,billiger und Wasweisich ... 18...

barforbarfoo 30. Mai 2013

http://de.wikipedia.org/wiki/Shannon-Hartley-Gesetz

cloudius 30. Mai 2013

Ich bin ja gespannt, wie sich die Verfügbarkeit von normalen VDSL-Vectoring-Modems...

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