Vconect Fraunhofer IIS macht den Fernseher zum Bildtelefon

Das Fraunhofer IIS stellt auf der Ifa ein Telekonferenzsystem vor, das unter anderem den heimischen Fernseher integriert. Kommuniziert werden kann zudem über den Computer oder das Smartphone.

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Der Fernseher ist der Mittelpunkt in vielen Haushalten. Künftig könnte er nicht nur dazu genutzt werden, Filme zu schauen oder zu spielen. Ausgerüstet mit einer Webcam wird der Fernseher zum Bildschirm für Telefonkonferenzen mit Freunden und Verwandten.

Video Communication for Networked Communities (Vconect) heißt das Projekt. Ziel sei eine Gruppenkommunikation von verschiedenen Geräten aus, erzählt Matthias Rose vom Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) im Gespräch mit Golem.de. Die Gesprächsqualität entspreche der, die sonst professionellen Konferenzsystemen vorbehalten sei. Auf der Ifa (Halle 11.1, Stand 10) wird das System mit vier Teilnehmern vorgestellt, darunter auch ein Computer und ein Smartphone, das dafür mit dem entsprechenden Codec ausgestattet sein muss.

Sprecher ist groß

Der Bildschirm ist unterteilt: Jeder Gesprächsteilnehmer hat ein eigenes Fenster. Der aktive Sprecher ist groß zu sehen. Die anderen erscheinen untereinander am rechten Bildrand. Übernimmt ein anderer das Wort, wechselt dieser nach einigen Sekunden in die Mitte.

Orchestration nennt sich die Funktion: Der Server, bei dem die Audioströme zusammenlaufen, erkennt wer spricht und sendet die entsprechenden Daten an die Clients. Dass der Sprecher nicht sofort wechselt, sei durchaus beabsichtigt, erklärt der Fraunhofer-Mitarbeiter. Sonst würde das Bild bei jedem Geräusch oder Husten wechseln, wodurch zu viel Unruhe entstehe.

TA2

Vconect ist das Nachfolgeprojekt von Together Anywhere, Together Anytime (TA2), dessen Ziel es war, Videokonferenzen auch im Privatbereich nutzen zu können. Wie TA2 ist auch Vconect ein europäisches Gemeinschaftsprojekt, an dem neben dem Fraunhofer IIS unter anderem die Universität Falmouth in Cornwall sowie die Telekommunikationsanbieter British Telecom und Sapo beteiligt sind.

Das Projekt sei noch ganz neu, sagt Rose. So neu, dass noch nicht einmal mögliche Anwendungen definiert seien. Geplant sei unter anderem andere eine Integration in soziale Netze, wobei noch nicht feststehe, wie diese aussehen könnte. Außerdem soll das System im Bildungsbereich eingesetzt werden.


stuempel 30. Aug 2012

Woran ich mich noch erinnere, ist dass die Telekom irgendwann Anfang der 200*-er bei...

Lord Gamma 30. Aug 2012

Oder Smartphone via HDMI. Oder halt schnurlos mittels Smartphone via Mirroring. Geht dann...

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