Abo
  • Services:
Anzeige
Das Bürogebäude des IRS in New York
Das Bürogebäude des IRS in New York (Bild: Matthew G. Bisanz)

US-Steuerbehörde: Hunderttausend Konten kompromittiert

Das Bürogebäude des IRS in New York
Das Bürogebäude des IRS in New York (Bild: Matthew G. Bisanz)

Unbekannte haben sich Zugang zu über 100.000 Konten von Steuerzahlern in den USA verschafft - mit zuvor gestohlenen Zugangsdaten. Die US-Steuerbehörde hat ihren Onlinedienst vorübergehend deaktiviert.

Anzeige

Zwischen Februar und Mai 2015 haben Unbekannte versucht, sich Zugang zu über 200.000 persönlichen Konten bei der US-Steuerbehörde Internal Revenue Service (IRS) zu verschaffen. Laut IRS waren die Datendiebe über 100.000-mal erfolgreich. Die internen Server der Steuerbehörde seien dabei aber nicht kompromittiert worden. Vielmehr hätten die Unbekannten zuvor erbeutete persönliche Daten genutzt, gab der IRS jetzt bekannt.

Über den von dem IRS bereitgestellten Onlinedienst Get Transcript können US-Steuerzahler unter anderem ihre Steuererklärung online einreichen. Für den Zugang müssen zunächst die Sozialversicherungsnummer und eine aktive E-Mail-Adresse eingegeben werden. Anschließend werden weitere persönliche Daten zur Legitimierung abgefragt, darunter das Geburtsdatum, die Adresse und der aktuelle Steuerstatus.

Zu einfache Zugangskriterien

Alle diese Informationen sind durch vorherige große Datendiebstähle inzwischen in einschlägigen Foren zu finden. Sie könnten beispielsweise von Einbrüchen bei großen US-Krankenversicherungen stammen, die in den vergangenen Monaten bekanntwurden.

In mindestens einem Fall wurde eine Steuerrückzahlung an ein fremdes Konto weitergeleitet. Eine Studentin hatte auf eine Annonce bei Craigslist geantwortet. Die Steuerrückzahlung wurde auf ihr Bankkonto überwiesen. Sie leitete einen Teil des Geldes über Western Union an einen Empfänger in Nigeria weiter und behielt eine zuvor ausgemachte Kommission für sich, wie der IT-Sicherheitsexperte Brian Krebs bereits im März 2015 berichtete. Krebs kritisierte schon damals die Zugangskriterien als viel zu lax.

Der IRS hat inzwischen den Get-Transcript-Dienst deaktiviert und will alle 200.000 Steuerzahler informieren, deren Konten von dem Vorfall betroffen sind. Von allen haben die Datendiebe zumindest die Sozialversicherungsnummer. Ihnen wird eine kostenlose Überwachung ihrer Geldtransfers angeboten. Allerdings werden sie auch in diesem und nächsten Jahr verstärkt von der Steuerbehörde auf Unregelmäßigkeiten beobachtet.


eye home zur Startseite
zoidborg 01. Jun 2015

noch kurz vor der Auflösung ihre Daseinsberechtigung legitimieren.

Bill Carson 27. Mai 2015

200¤ mit Western Union nach Nigeria (aus Deutschland) kosten 9,90¤ Gebühr, und obendrauf...

elgooG 27. Mai 2015

Du brauchst dann allerdings beides: Zugang zum Rechner des Bürgers UND seine persönlichen...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Schwieberdingen
  2. admeritia GmbH, Langenfeld
  3. ABUS August Bremicker Söhne KG, Rehe
  4. GKC Dr. Öttl & Partner - Dairy and Food Consulting AG, Landshut bei München


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. Asus GTX 1070 Strix OC, MSI GTX 1070 Gaming X 8G und Aero 8G OC)
  2. (Core i5-6500 + Geforce GTX 1060)

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Mit digitalen Workflows Geschäftsprozesse agiler machen
  2. Mehr dazu im aktuellen Whitepaper von IBM
  3. Globale SAP-Anwendungsunterstützung durch Outsourcing


  1. SpaceX

    Warum Elon Musks Marsplan keine Science-Fiction ist

  2. Blau

    Prepaid-Kunden bekommen deutlich mehr Datenvolumen

  3. Mobilfunk

    Blackberry entwickelt keine Smartphones mehr

  4. Nvidia und Tomtom

    Besseres Cloud-Kartenmaterial für autonome Fahrzeuge

  5. Xavier

    Nvidias nächster Tegra soll extrem effizient sein

  6. 5G

    Ausrüster schweigen zu Dobrindts Supernetz-Ankündigung

  7. Techbold

    Gaming-PC nach Spiel, Auflösung und Framerate auswählen

  8. Besuch bei Dedrone

    Keine Chance für unerwünschte Flugobjekte

  9. In the Robot Skies

    Drohnen drehen einen Science-Fiction-Film

  10. Corelink CMN-600

    ARMs Interconnect macht 128 Kern-Chips möglich



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Mi Notebook Air im Test: Xiaomis geglückte Notebook-Premiere
Mi Notebook Air im Test
Xiaomis geglückte Notebook-Premiere
  1. Mi Notebook Air Xiaomi steigt mit Kampfpreisen ins Notebook-Geschäft ein
  2. Xiaomi Mi Band 2 im Hands on Fitness-Preisbrecher mit Hack-App
  3. Xiaomi Hugo Barra verkündet Premium-Smartphone

Rocketlab: Neuseeland genehmigt Start für erste elektrische Rakete
Rocketlab
Neuseeland genehmigt Start für erste elektrische Rakete
  1. Osiris Rex Asteroid Bennu, wir kommen!
  2. Raumfahrt Erster Apollo-Bordcomputer aus dem Schrott gerettet
  3. Startups Wie Billig-Raketen die Raumfahrt revolutionieren

Recruiting: Uni-Abschluss ist nicht mehr das Wichtigste
Recruiting
Uni-Abschluss ist nicht mehr das Wichtigste
  1. Friends Conrad vermittelt Studenten für Serviceleistungen
  2. IT-Jobs Bayerische Firmen finden nicht genügend Programmierer
  3. Fest angestellt Wie viele Informatiker es in Deutschland gibt

  1. Re: 2500 Tonnen ist nur das Gewicht der betankten...

    Sebbi | 15:41

  2. Re: Und andersrum?

    Trockenobst | 15:41

  3. Re: Preiswert!

    germanTHXX | 15:40

  4. Re: Klar warum denn nicht

    TheUnichi | 15:40

  5. Re: Preise

    plutoniumsulfat | 15:39


  1. 15:04

  2. 14:38

  3. 14:31

  4. 14:14

  5. 13:38

  6. 13:00

  7. 12:20

  8. 12:02


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel