US-Flughafenkontrollen Wer zahlt, muss am US-Flughafen nicht die Hosen runterlassen

Für 100 US-Dollar ist der Krieg gegen den Terror vorbei. An US-Flughäfen gibt es dafür wieder schnelle und einfache Sicherheitskontrollen, wie aus der Zeit vor dem 11. September 2001. Für Precheck-Zahlende bleibt das Notebook im Handgepäck und die Hosen oben.

Anzeige

Die US-Behörde für Transportsicherheit TSA erlaubt Fluggästen gegen Zahlung von 100 US-Dollar, die verschärften Sicherheitskontrollen an Flughäfen zu umgehen. Das berichtet das Blog des Wall Street Journal The News Hub.

Viele Menschen empfinden es als entwürdigend, dass sie oft unter großem Zeitdruck bei den Sicherheitskontrollen am Flughafen gezwungen werden, ihren Gürtel und ihre Schuhe abzulegen, um dann, mit dem Notebook in der einen und dem Hosenbund in der anderen Hand, von schlecht gelaunten Sicherheitskräften zurechtgewiesen und gescannt zu werden. Besonders mit kleinen Kindern, die herumrennen und dabei Sicherheitsbestimmungen ignorieren, steht der Fluggast vor fast nicht zu lösenden Aufgaben.

Zu diesem Szenario bietet die Transportation Security Administration (TSA), die zum US-Heimatschutzministerium gehört, jetzt eine kostenpflichtige Alternative. Unter der Bezeichnung Precheck gibt es für 100 US-Dollar einen beschleunigten Sicherheitscheck an großen US-Flughäfen. Die in gesonderten Wartenschlangen eingereihten Fluggäste dürfen Schuhe und Gürtel anbehalten, Notebooks und Flüssigkeiten können im Handgepäck bleiben. Wie vor den Attentaten am 11. September 2001 durchschreiten die Precheck-Fluggäste dann einen Metalldetektor statt den umstrittenen Körperscanner. Diese Vorzugsbehandlung ist laut dem Bericht bereits von den zwei Fluglinien American und Delta auf neun Flughäfen eingeführt worden.

Precheck: In 30 Sekunden durch die Kontrollen

Um sich für das Vorzugsprogramm zu qualifizieren, müssen Vielflieger bestimmte Kriterien erfüllen, die die TSA geheim hält. Wie die Flugreisende Matt Stegmeir berichtet, sind die Sicherheitsleute offenbar auch angewiesen, die Precheck-Nutzer besonders freundlich zu behandeln. Gary Kaminsky, ein weiterer Vielflieger, lobte das Precheck-Programm: "Es verkürzt die Sicherheitskontrolle auf rund 30 Sekunden."

Erste Anfänge für TSA Precheck begannen schon 2011. Precheck befindet sich laut TSA-Administrator John Pistole noch in der Pilotphase, soll aber zügig ausgeweitet werden. Teilnehmer des Sonderprogramms werden mit einer Terrorfahndungsliste abgeglichen, zudem gibt es weiter normale Sicherheitskontrollen in Form von einzelnen Stichproben. Dann dürfen sich Precheck-Teilnehmer aber vorne in der Warteschlange einreihen. Ein spezieller Code werde in der Bordkarte eingetragen.

Bis Ende des Jahres 2012 soll das Vorzugsprogramm auf 35 Flughäfen und sechs Fluglinien ausgeweitet werden. 2013 geht der Ausbau weiter.


neocron 20. Mär 2012

huh? nicht wirklich ... richtig, weil es auch notwendig wurde ... da die...

jtsn 20. Mär 2012

Und ein Zitronenfalter faltet Zitronen. Es gibt kein "korrektes" Wort. Es gibt...

Chaotarch 20. Mär 2012

Vor allem Inbound... die Schlangen vor dem Heimatschutz Schaltern nerven mehr als das bi...

denta 19. Mär 2012

Na, dann kann sich deren Präsident schon einmal nicht freikaufen...

Prypjat 19. Mär 2012

Nimm das Schiff.

Kommentieren


WordShare.EU / 17. Mär 2012

US Flughafenkontrollen: Real-Life Kabarett



Anzeige

  1. DB2 Senior Consultant (m/w)
    ORDIX AG, Wiesbaden, Köln oder Neu-Ulm
  2. Tagungstechniker/IT Supporter/IT Techniker (m/w)
    BB onsite GmbH, München
  3. Informatiker/in
    Lechwerke AG, Augsburg
  4. Entwicklungsingenieur/in Hands Free Akustik
    Daimler AG, Sindelfingen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Vic Gundotra

    Chef von Google Plus verlässt das Unternehmen

  2. Quartalsbericht

    Amazon weiter mit hohem Umsatz und etwas Gewinn

  3. Quartalsbericht

    Microsofts Gewinn und Umsatz fallen

  4. Element

    Schenkers Windows-Tablet ab 350 Euro - aber ohne Tastatur

  5. Epic Games

    Unreal Engine 4.1 mit Zugriff auf Konsolen-Quellcode

  6. Heartbleed-Bug

    Techfirmen zahlen Millionen für Open-Source-Sicherheit

  7. Sofortlieferung

    Base liefert Smartphone noch am gleichen Tag

  8. Leica T

    Teure Systemkamera mit Touchscreen

  9. The Elder Scrolls Online

    Inhaltserweiterung und Goldfarmer

  10. Sensabubble

    Display aus duftenden Seifenblasen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Digitalkamera: Panono macht Panoramen im Flug
Digitalkamera
Panono macht Panoramen im Flug

Wenn Jonas Pfeil ein Panorama aufnimmt, stellt er nicht Kamera, Stativ und Panoramakopf auf, sondern wirft einen Ball in die Höhe. Um das Panorama anschließend zu betrachten, hantiert er mit einem Tablet. Der Berliner hat Golem.de seine Entwicklung erklärt.

  1. Lytro Illum Neue Lichtfeldkamera für Profis
  2. Nachfolger von Google Glass Google patentiert Kontaktlinsen mit Kameras
  3. Pentax 645Z Mittelformatkamera mit 51 Megapixeln und ISO 204.800

Windows XP ade: Linux ist nicht nur ein Lückenfüller
Windows XP ade
Linux ist nicht nur ein Lückenfüller

Wenn der Support für Windows XP ausläuft, wird es dringend Zeit, nach einer sicheren und vor allem kostenlosen Alternative zu suchen. Linux ist dafür bestens geeignet. Bleibt nur noch die Qual der Wahl.

  1. Freedesktop-Summit Desktops erarbeiten gemeinsam Wayland und KDBus
  2. Open Source Linux 3.15 startet in die Testphase
  3. Linux-Kernel LTO-Patch entfacht Diskussion

First-Person-Walker: Wie viel Gameplay braucht ein Spiel?
First-Person-Walker
Wie viel Gameplay braucht ein Spiel?

Walking-Simulator-Spiele nennen sie die einen, experimentelle Spiele die anderen. Rainer Sigl hat einen neuen Begriff für das junge Genre der atmosphärisch dichten Indie-Games erfunden: First-Person-Walker - Spiele aus der Ich-Perspektive mit wenig Gameplay.

  1. Flappy 48 Zahlen statt Vögel
  2. Deadcore Indiegames-Turmbesteigung für PC, Mac und Linux
  3. A Maze 2014 Tanzen mit der Perfect Woman

    •  / 
    Zum Artikel