Anzeige
Letzter Ausweg: der Bundesgerichtshof
Letzter Ausweg: der Bundesgerichtshof (Bild: Ralph Orlowski /Reuters/ROR/aJOH)

Urteil Drei Jahre und neun Monate Haft wegen Abofallen

Das Landgericht Hamburg hat sieben Angeklagte wegen Betrugs in Verbindung mit Abofallen verurteilt. Sie hatten unter anderem die Seite online-downloaden.de betrieben und rund 65.000 Nutzer geschädigt. Unter den Verurteilten ist auch ein Rechtsanwalt.

Anzeige

Mit seinem heutigen Urteil hat das Landgericht Hamburg erneut klargestellt, dass Abofallen als Betrug gewertet werden können. Durch die versteckten Hinweise auf den Webseiten, welche ansonsten frei erhältliche Software anboten, sei kein Vertrag zustande gekommen, so das Gericht. Daher seien auch die meist folgenden Mahnungen Betrug. Sie wurden unter anderem von einem mitangeklagten Rechtsanwalt verschickt.

Von 2007 bis 2010 hatten die Angeklagten laut Überzeugung des Gerichts ihr Geschäft betrieben. Dabei sollen rund 65.000 Nutzer geschädigt und insgesamt rund 4,5 Millionen Euro erbeutet worden sein. Die Kosten pro Abo betrugen zwischen 60 und 84 Euro. Bei Durchsuchungen Anfang 2011 waren davon schon 1,5 Millionen Euro sichergestellt worden. Seit 2009 waren massenweise Anzeigen gegen die Abofallen bei den Staatsanwaltschaften eingegangen.

Der Hauptangeklagte wurde wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs zu insgesamt drei Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt. Drei weitere Angeklagte kamen mit Strafen zwischen einem Jahr und einem Jahr und zehn Monaten davon, die zur Bewährung ausgesetzt wurden. Gegen drei Angeklagte wurden Geldstrafen beziehungsweise Verwarnungen verhängt - Letztere stehen aber unter Strafvorbehalt, können also bei weiteren Vergehen noch umgewandelt werden. Das Gericht sah hier nur "untergeordnete Beihilfehandlungen".

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Um das zu verhindern, müssen die Angeklagten binnen einer Woche Revision einlegen, über die dann der Bundesgerichtshof entscheiden muss.


Martin Van de... 22. Mär 2012

Da es scheinbar mittlerweile zum Standard gehört, im Internet nach Usern ohne Ahnung zu...

Trollfeeder 22. Mär 2012

Nicht umsonst gibt es in Amerika den Witz: Frage: "Was sind 1000 Anwälte die auf dem...

samy 21. Mär 2012

Das Geld müssen die wohl an die Betroffenen zurückzahlen. Wenn wie das Gericht...

nie (Golem.de) 21. Mär 2012

Laut Meinung des Gerichts schon, siehe den Link im Artikel.

Kommentieren


Telemedicus / 25. Mär 2012



Anzeige

  1. Softwareentwickler AUTOSAR (m/w)
    MBtech Group GmbH & Co. KGaA, Stuttgart
  2. Manager Internal Audit (m/w)
    Fresenius SE & Co. KGaA, Bad Homburg
  3. Business Consultant im Bereich IT Sales MB Vans
    Daimler AG, Stuttgart
  4. Systemarchitekt/in für Cloud-Security
    Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach

Detailsuche


Hardware-Angebote
  1. NEU: 100€ Rabatt auf Mifcom-AMD-PCs
  2. Google Nexus 6P
    549,00€ statt 649,00€
  3. EVGA GeForce GTX 980 Ti Superclocked ACX 2.0+
    679,00€ statt 749,90€

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. AVM

    Fritzboxen für Supervectoring, G.fast und Docsis 3.1 kommen

  2. Einsteins Vorhersage bestätigt

    Forscher weisen erstmals Gravitationswellen nach

  3. Datenschmuggel

    Alte USB-Sticks als Geheimwaffe gegen Nordkorea

  4. Remedy Entertainment

    Hardware-Anforderungen für Quantum Break veröffentlicht

  5. Paket-Ärger.de

    Die meisten Beschwerden über nicht ausgehändigte Pakete

  6. ÖPNV in San Francisco

    Die meisten Überwachungskameras sind nur Attrappen

  7. Snapdragon

    Qualcomm zeigt neuen 14nm-FinFET-Chip und ein Wearable-SoC

  8. Overload

    Descent-Macher sammeln Geld für neues Projekt

  9. Snapdragon X16

    Qualcomms neues LTE-Modem schafft 1 GBit pro Sekunde

  10. Social Media

    Bleib bescheiden, Twitter



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
VBB-Fahrcard: Der Fehler steckt im System
VBB-Fahrcard
Der Fehler steckt im System
  1. VBB-Fahrcard Busse speichern seit mindestens April 2015 Bewegungspunkte
  2. VBB-Fahrcard Berlins elektronische Fahrkarte speichert Bewegungsprofile

Galaxy View im Test: Samsungs Riesentablet scheitert als Fernseher-Alternative
Galaxy View im Test
Samsungs Riesentablet scheitert als Fernseher-Alternative
  1. Lehrer IT-Ausstattung an Schulen weiterhin nicht gut
  2. Huawei Mediapad M2 10.0 Gut ausgestattetes 10-Zoll-Tablet mit Stylus für 500 Euro
  3. Oberschule Weiter zu wenig Computer an den Schulen

IMHO: Amazon krempelt den Spielemarkt um
IMHO
Amazon krempelt den Spielemarkt um
  1. Lumberyard Amazon veröffentlicht Engine auf Basis der Cryengine

  1. Packstation als Alternative

    konfetti | 04:16

  2. Kauf ich mir ja lieber ne Xbox One als mir Win10...

    Vaako | 03:45

  3. Re: Controller

    Podden | 03:43

  4. Re: Der Fisch stinkt vom Kopf her

    Vaako | 03:40

  5. Re: Gehbehindert? Keine Pakete mehr!

    Vaako | 03:35


  1. 19:17

  2. 17:03

  3. 16:25

  4. 15:55

  5. 15:49

  6. 15:38

  7. 15:28

  8. 14:59


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel