Anzeige
Amazon-Lager in Swansea, Wales, am 24. November 2011
Amazon-Lager in Swansea, Wales, am 24. November 2011 (Bild: Matt Cardy/Getty Images)

Urteil Amazon muss Schnäppchen zum Cyber Monday länger anbieten

Das Landgericht Berlin hat entschieden, dass Amazon am Cyber Monday die reduzierte Ware mindestens während des ersten Viertels des Angebotszeitraums vorrätig halten muss. 2010 waren Angebote schon wenige Sekunden nach Aktionsbeginn ausverkauft.

Anzeige

Amazon darf am Cyber Monday nur mit "Tiefstpreisen" werben, wenn die für zwei Stunden angebotenen Produkte mindestens eine halbe Stunde vorrätig sind. Das hat das Landgericht Berlin am 1. März 2012 entschieden (Az. 91 O 27/11). Das Verfahren gegen den Internethändler hatte die Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) angestrengt.

2010 begann Amazon, den Cyber Monday nach Deutschland zu bringen. In den USA werden am Montag nach Thanksgiving von den Onlinehändlern die Preise reduziert, um das Weihnachtsgeschäft anzukurbeln. So hatte Amazon 2010 in Deutschland angekündigt, die Spielekonsole Playstation 3 und Sony-Bravia-LCD-Fernseher bis zu 80 Prozent billiger anzubieten. Doch die Playstation 3 für 177,77 Euro und der Fernseher Sony Bravia KDL-32EX500 für 333,33 Euro waren bereits wenige Sekunden nach Aktionsbeginn ausverkauft.

Amazon Cyber Monday: Große Mehrheit der Interessenten konnte nicht kaufen

Die Verbraucherschützer hatten kritisiert, dass die reduzierte Ware so stark begrenzt worden sei, dass die große Mehrheit der Interessenten gar nicht kaufen konnte. Dadurch habe sich der Eindruck aufgedrängt, Ziel der Sonderaktion sei es gewesen, möglichst viele Verbraucher auf die Internetseite von Amazon zu locken, damit sie Produkte zum Normalpreis bestellen. Das Berliner Landgericht gab der Klage des VZBV auf Unterlassung der Werbeaktion statt. Die reduzierte Ware müsse mindestens während des ersten Viertels des Angebotszeitraums erhältlich sein. Gegen das Urteil kann Amazon in die Revision gehen. Amazon Deutschland hat das Urteil auf Anfrage von Golem.de nicht kommentiert.

  • Das Ultrabook Acer Aspire S3 ist eines der nächsten Blitzangebote.
  • Mit einer Mail am Mittwoch wurde das S3 beworben, ...
  • ... aber schon am Donnerstag angeboten, nach 15 Minuten waren noch viele Geräte erhältlich.
Mit einer Mail am Mittwoch wurde das S3 beworben, ...

Zum zweiten Male hatte Amazon Deutschland am 28. November 2011 eine Cyber-Monday-Aktion gestartet. Kerstin Hoppe vom VZBV sagte Golem.de: "Das Problem ist, dass Amazon weiterhin nicht auf eine bestimmte Stückzahl hinweist." Doch der Unterschied zum Cyber Monday 2010 sei, dass Amazon in diesem Jahr nicht mehr den Eindruck erwecke, dass der Kunde alle Produkte auch wirklich bekommen könne. Amazon schrieb an mehreren Stellen sehr deutlich, dass es sich um Blitzangebote handele. Eine weitere Verbesserung war laut Hoppe, dass es einen Verfügbarkeitsbalken gab, der anzeigte, wie viele Produkte noch verfügbar waren.

Nachtrag vom 1. März 2012, 18:15 Uhr

Neue Verwirrung hat Amazon bereits am Tag der Entscheidung gestiftet. Derzeit gibt es nämlich das Ultrabook Acer Aspire S3 (13,3-Zoll-Display, Core i7-2467M, 256-GByte-SSD) zu einem Preis von 999 Euro als Blitzangebot. Das ist die größere Ausstattung des Geräts, es ist sonst mit langsamerer CPU und Festplatte statt SSD auch bereits unter 700 Euro erhältlich.

Das Ultrabook war am vorherigen Mittwoch, dem 29. Februar 2012, jedoch für Amazon-Kunden per E-Mail für den darauffolgenden Freitag angekündigt worden. Derzeit ist noch nicht klar, ob die Aktion zweimal stattfindet, also wie per E-Mail beworben auch noch am Freitag, nicht nur am heutigen Donnerstag.

In ausreichender Zahl vorhanden ist das Gerät am Donnerstag jedoch anscheinend. Auch 15 Minuten nach Beginn der Aktion um 18 Uhr waren nur 14 Prozent der Bestände reserviert. Beim Cyber Monday waren die besonders attraktiven Angebote schon in der ersten Minute ausverkauft.

Nachtrag vom 2. März 2012, 11:55Uhr Amazon führt die Aktion auch am heutigen Freitag durch, dafür gibt es ein neues Angebot. Es listet aber die schwächere Ausstattung mit Intels Core i7-2637M und 500-GByte-Festplatte auf.


samy 03. Mär 2012

Preisschilder photographieren und in alle paar Monaten oder so noch mal kommen und...

samy 03. Mär 2012

Eine Verlosung unter allen Amazon-Kunden wäre sicherlich eine fairere Sache gewesen...

samy 03. Mär 2012

Finde ich auch richtig. Die Schäppchen haben doch nur die ScripptKiddies gemacht und die...

Anonymouse 02. Mär 2012

Wenn ich mir eine Ps3 kaufen will, dann rechne ich erstmal mit dem normalen Preis...

Bassa 02. Mär 2012

Spaßvogel. Das ist das Ziel von JEDER Werbung. Egal ob Angebot oder nicht.

Kommentieren



Anzeige

  1. Projektmanager Automobilfinanzierung (m/w)
    Commerz Finanz GmbH, München
  2. Datenbankadministratorin / Datenbankadministrator
    Landesbetrieb IT.Niedersachsen, Hannover
  3. Head of HR Automation & Innovation (m/w)
    Deutsche Telekom AG, Bonn
  4. Business Consultant / Project Manager (m/w) - Connected Mobility (Fleet Soloutions)
    Bosch Software Innovations GmbH, Waiblingen bei Stuttgart

Detailsuche


Hardware-Angebote
  1. Microsoft Surface Pro Type Cover
    112,49€ statt 149,99€
  2. Microsoft Surface Book – 128 GB / Intel Core i5
    1484,10€ / Studentenpreis (ab 18. Februar lieferbar)
  3. EVGA GeForce GTX 980 Ti Hybrid
    739,00€ statt 849,95€

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Umbau

    Die Mediencenter Cloud der Telekom ist offline

  2. Fertigungstechnik

    Globalfoundries baut Forschungszentrum für EUV-Lithographie

  3. Gehackte Finanzinstitute

    Kriminelle greifen die Infrastruktur von Banken an

  4. Streaming

    Mobiler Datentraffic steigt um das Siebenfache

  5. Recht auf Vergessenwerden

    Google sperrt Links für alle europäischen Nutzer

  6. Abodienst

    Humble Bundle finanziert neue Indiegames

  7. 28HPCU-Fertigung

    ARM und UMC machen Smartphone-Chips günstiger

  8. Poseidon-Gruppe

    Über ein Jahrzehnt internationale Cyberattacken

  9. EU-Datenschützer

    Ein langer böser Brief an Facebook

  10. Graphite-Bibliothek

    Wenn Schriftarten zur Sicherheitslücke werden



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Tails 2.0 angeschaut: Die Linux-Distribution zum sicheren Surfen neu aufgelegt
Tails 2.0 angeschaut
Die Linux-Distribution zum sicheren Surfen neu aufgelegt

Asteroidenbergbau: Verblendet vom Platinrausch
Asteroidenbergbau
Verblendet vom Platinrausch
  1. Escape Dynamics Firma für mikrowellenbetriebene Raumschiffe ist bankrott
  2. Raumfahrt SpaceX und Orbital bauen Triebwerke für das US-Militär
  3. Dream Chaser Mini-Shuttle darf zur ISS fliegen

Künstliche Intelligenz: Alpha Go spielt wie ein Japaner
Künstliche Intelligenz
Alpha Go spielt wie ein Japaner
  1. Deepmind Mit neuronalem Netz durch den Irrgarten
  2. Nachruf KI-Pionier Marvin Minsky mit 88 Jahren gestorben
  3. OpenAI Elon Musk unterstützt Forschung an gemeinnütziger KI

  1. Re: Warum Aluminium?

    Yeeeeeeeeha | 05:37

  2. Re: Datenschützer

    Keep The Focus | 05:33

  3. Re: An alle "Zensur!"-Schreier

    Pjörn | 05:25

  4. Re: Und wieder keine US-Englische Tastatur

    Yeeeeeeeeha | 05:04

  5. Re: Hä?

    Yeeeeeeeeha | 04:40


  1. 18:25

  2. 17:27

  3. 17:24

  4. 17:14

  5. 16:51

  6. 16:23

  7. 15:54

  8. 15:19


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel