Urlaubstours: Unister räumt Datenschwachstelle bei Flugbuchungen ein
Ryanair-Chef Michael O'Leary im März 2012 (Bild: Francois Lenoir/Reuters)

Urlaubstours Unister räumt Datenschwachstelle bei Flugbuchungen ein

Unisters Urlaubstours behauptet, nach einer Datenpanne "Produkte mit Ryanair-Flügen vom Markt genommen" zu haben. Doch Ryanair kooperiert gar nicht offiziell mit Unister und wehrt sich gerichtlich gegen dessen Buchungen in seinen Systemen.

Anzeige

Die Unister-Gesellschaft Urlaubstours räumt Probleme bei der Datensicherheit ihrer Buchungen von Ryanair-Flügen ein. "Der Reiseveranstalter Urlaubstours hat Produkte mit Ryanair-Flügen vom Markt genommen, unmittelbar nachdem man informiert wurde, dass es ein Datenproblem geben könnte. Die Schwachstelle ist mittlerweile überwiegend sowohl für bestehende Buchungen, als auch für Neubuchungen behoben und soll im Laufe des Freitags, dem 4. Januar, komplett behoben sein", erklärte Urlaubstours.

Computer Bild hatte zuvor berichtet, dass die Namen und Flugrouten von Tausenden Passagieren, die über Urlaubstours eine Reise bei Ryanair gebucht hätten, im Internet eingesehen und manipuliert werden könnten.

Ryanair bietet seinen Kunden ein Login zu ihrem Konto über ihre registrierte E-Mail-Adresse und eine Reservierungsnummer an. Laut Computer Bild bucht Urlaubstours aber "offenbar für Tausende seiner Kunden Flüge bei Ryanair über jeweils dieselbe E-Mail-Adresse". So seien über diese eine E-Mail-Adresse zusammen mit einem beliebigen gültigen Reservierungscode Buchungen von über 4.700 Menschen online einseh- und veränderbar, berichtete Computer Bild weiter.

Ryanair-Sprecher Stephen McNamara erklärte Computer Bild, Urlaubstours agiere sowieso ohne Einwilligung der Fluglinie: Die Unister-Tochter buche tausendfach Reisen zum Ryanair-Preis und biete sie dann als eine Art Vermittler über Urlaubstours teurer an. Da alles über die eine Mail-Adresse für Reservierungen von Urlaubstours laufe, sei die Kommunikation mit dem Kunden für Ryanair fast unmöglich.

Auf Anfrage von Golem.de sagte Ryanair-Sprecherin Henrike Schmidt, dass die Fluglinie Unister wegen dieser Drittbuchungen verklagen werde. "Es ist kein Leck auf unserer Seite. Solche Buchungen sollten gar nicht erst zustande kommen; darum gehen wir gerichtlich dagegen vor. Wir kooperieren nicht mit Reisebüros oder Drittanbietern. Die erhalten von uns kein Kontingent. Dieser dritte Weg fällt bei uns offiziell komplett weg", erklärte Schmidt. Unister verwende eine E-Mail-Adresse und gebe diese auch noch an die Kunden weiter.

Computer Bild kritisiert auch Ryanair 

Kommentieren



Anzeige

  1. Mitarbeiter (m/w) Organisation und IT
    Johann Grohmann GmbH & Co. KG, Bisingen
  2. Technischer Projektleiter Web- / Cloud-Lösungen (m/w)
    Festo AG & Co. KG, Esslingen bei Stuttgart
  3. SAP-Berater verschiedene Module (m/w)
    MBtech Group GmbH & Co. KGaA, Mannheim, Sindelfingen bei Stuttgart
  4. IT-Active Directory & Exchange Operator (m/w)
    Media-Saturn IT-Services GmbH, Ingolstadt

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Spiele-API

    DirectX-11 wird parallel zu DirectX-12 weiterentwickelt

  2. Streaming-Box

    Netflix noch im Herbst für Amazons Fire TV

  3. Schnell, aber ungenau

    Roboter springt im Explosionsschritt

  4. Urteil

    Foxconn-Arbeiter wegen iPhone-6-Diebstahl verhaftet

  5. Weniger Consumer-Notebooks

    Toshiba baut 900 Arbeitsplätze in der PC-Sparte ab

  6. XSS

    Cross-Site-Scripting über DNS-Records

  7. Venue 8 7000

    6-mm-Tablet wird mit Dell Cast zum Desktop

  8. HTML5-Videostreaming

    Netflix arbeitet an Linux-Unterstützung

  9. iPhone 6 und iPhone 6 Plus im Test

    Aus klein mach groß und größer

  10. Cloudflare

    TLS-Verbindungen ohne Schlüssel sollen Banken schützen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Physik: Zeitreisen ohne Paradoxon
Physik
Zeitreisen ohne Paradoxon
  1. Gehirnforschung Licht programmiert Gedächtnis um
  2. Neues Instrument Holometer Ist unser Universum zweidimensional?
  3. Sofia Der fliegende Blick durch den Staub

Doppelmayr-Seilbahn: Boliviens U-Bahn der Lüfte
Doppelmayr-Seilbahn
Boliviens U-Bahn der Lüfte

Intel Core i7-5960X im Test: Die PC-Revolution beginnt mit Octacore und DDR4
Intel Core i7-5960X im Test
Die PC-Revolution beginnt mit Octacore und DDR4
  1. Rory Read AMDs neue x86-Architektur Zen kommt 2015
  2. Intels Desktop-Chefin im Interview "Wir hatten unsere loyalsten Kunden frustriert"
  3. Intel Core i7-5960X X99-Mainboards angebrannt

    •  / 
    Zum Artikel