Urheberrecht Schadensersatz wegen Miniatur-Vorschaubild bei Facebook

Weil er einen Link geteilt hat, in dessen Vorschau ein angeblich urheberrechtlich geschütztes Bild enthalten war, soll der Betreiber einer gewerblichen Facebook-Seite 1.800 Euro zahlen.

Anzeige

Im vergangenen Jahr sind zahlreiche Blogger wegen der Verbreitung von urheberrechtlich geschützten Bildern abgemahnt worden, jetzt wird erstmals ein Seitenbetreiber bei Facebook zur Kasse gebeten. Er hatte auf seiner Facebook-Seite einen Link geteilt, in dem das Bild einer freiberuflichen Fotografin als Vorschau zu sehen war.

Die Anwaltskanzlei Weiß und Partner aus Esslingen schreibt auf ihrer Seite: "Erstmals geht uns eine urheberrechtliche Abmahnung zu, in der einem Facebook-Nutzer vorgeworfen wird, durch die Funktion 'Link teilen' Urheberrechte in Bezug auf das bei Facebook angezeigte Miniaturbild zu verletzen."

Die Berliner Kanzlei Pixel.Law habe demnach den Seitenbetreiber abgemahnt. Diese vertrete die Fotografin des in der Link-Vorschau angezeigten Bildes. Die Fotografin fordere außerdem "die sofortige Entfernung des Bildes, die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung sowie Schadensersatz und die Abmahn-Kosten". Insgesamt soll der Seitenbetreiber 1.800 Euro zahlen.

Die Kanzlei Weiß und Partner räumt ein, dass ihr Mandant gegen das Urheberrecht verstoßen haben könnte. Nur die Höhe der Schadensersatzforderung zweifelt sie an. Gleichzeitig weisen die Anwälte darauf hin, dass solche Abmahnungen vermieden werden könnten, wenn Facebook-Nutzer die Miniaturbilder aus der Vorschau entfernten. "Nur derjenige, der über die entsprechenden Rechte an dem Bild auf der Ursprungsseite verfügt, sollte das Facebook-Miniaturbild aktiv lassen."

Der Fall einer Abmahnung wegen eines Vorschaubildes ist bisher einzigartig. Im vergangenen Jahr wurden allerdings zahlreiche Blogger abgemahnt, weil sie fremde Bilder auf ihren Seiten verwendeten. In einem Fall sollte ein Blogger für drei Bilder 19.000 Euro Schadensersatz zahlen.


SoniX 13. Feb 2013

Wieso gehts im Golemartikel um Facebook aber in deinem link wird Facebook nichtmal erwähnt?

zZz 05. Jan 2013

das problem dabei ist, dass jeder einen link auf die gleiche seite bei facebook teilen...

zZz 05. Jan 2013

sicher, dass das ein pauschalbetrag ist. als ich noch in einer bildagentur gearbeitet...

deefens 04. Jan 2013

wäre dann Facebook abgemahnt worden? Imho gibt es dort nicht die Möglichkeit, die...

violator 04. Jan 2013

Der Witz ist doch, dass er es ja nichtmal verwendet hat...

Kommentieren




Anzeige
  1. SAP-Applikationsberater (m/w) Module: SD und LES
    SÜDSALZ GMBH, Heilbronn
  2. IT Service Manager/P&I Consultant (m/w) Cash Management
    Siemens AG, München
  3. IT-Projektmanager (m/w) Kundenportale
    WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG, Klingenberg
  4. Entwickler iOS / Android (m/w)
    Wirecard Technologies GmbH, Aschheim bei München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Bundesdatenschützer

    Jobcenter sollen nicht bei Facebook recherchieren

  2. Navigation

    Google Maps erhält Routenplanung per Fahrrad

  3. Test Call of Juarez Gunslinger

    Hör-Spiel im Wilden Westen

  4. Fonic All-Net Flat

    Telefon-, SMS- und Datenflatrate für 25 Euro

  5. Drosselung

    Die Mär vom teuren Traffic oder wie viel kostet ein GByte?

  6. Telekom

    Bundestagspetition gegen Drosselung erreicht 50.000

  7. E-Ink

    Das E-Paper errötet

  8. Security

    WLAN-Suche als Einfallstor bei Android und iOS

  9. Luxuskamera

    Leica Mini M als Vollformatsystemkamera?

  10. Navigations-App

    Google will Facebook bei Waze überbieten



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Hacks for Sale: Chinesische Hacker werben offen auf IT-Messen
Hacks for Sale
Chinesische Hacker werben offen auf IT-Messen

Ein guter Hacker verdient in China 100.000 US-Dollar im Jahr. Die Fertigkeit, in fremde Systeme einzudringen, wird auf IT-Sicherheitsmessen ganz offen beworben und an Universitäten gelehrt.

  1. Yahoo Japan Daten von 22 Millionen Nutzern kompromittiert
  2. Security Gefährliche Lücke im Linux-Kernel
  3. Polizei Apple hat Warteliste für Umgehung der iPhone-Verschlüsselung

Xbox One: Big Brother im Wohnzimmer
Xbox One
Big Brother im Wohnzimmer

Die Xbox One beobachtet den Spieler zwingend per Kinect - und könnte die Daten zumindest zum Teil an Microsoft weiterreichen. Sie hat eine 500-GByte-Festplatte und muss zum Spielen nicht immer mit dem Internet verbunden sein.

  1. Xbox One Hauseigene Halo-Konkurrenz und neues Altes von Rage
  2. Xbox One Forza 5 und Halo-Serie von Spielberg kommen für Xbox One
  3. Microsoft Xbox One mit neuer Kinect und Blu-ray-Laufwerk

Superkondensator: Neuer Energiespeicher mit kurzer Ladezeit
Superkondensator
Neuer Energiespeicher mit kurzer Ladezeit

Ein Smartphone, das in einer halben Minute geladen ist, soll ein neuer Energiespeicher ermöglichen. Die Entwicklerin kam auf die Idee, weil sie sich über den dauernd leeren Akku ihres Mobiltelefons geärgert hat.

  1. Silverback-Gorilla Akku als Steckdosenersatz für Notebooks
  2. Akku Kleiner Akku mit großer Leistung
  3. Paul Scherrer Institut Lithium-Ionen-Akkus haben doch einen Memory-Effekt

Zum Artikel