Unifi Realnetworks beendet seinen Cloud-Dienst

Nach nur einem Jahr wird Realnetworks seinen Cloud-Dienst Unifi einstellen, der in Deutschland zusammen mit Vodafone gestartet wurde. Alle Nutzerdaten werden ab dem 4. März 2012 gelöscht. Die Zukunft von Real Networks steht in Frage.

Anzeige

Real Networks stellt seinen Cloud-Dienst Unifi für private Fotos, Videos und Musik ein. Das berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf eine E-Mail des Unternehmens an die Nutzer. Darin heißt es: "Seit dem Start von Unifi hat sich vieles verändert im Markt für Onlinespeicherdienste, und viele Wettbewerber sind in den Markt eingetreten. Deshalb haben wir uns entschlossen neu zu überlegen, wie wir in Zukunft den besten Cloud-Media-Service für unsere Kunden anbieten können." Laut Handelsblatt müssen die Unifi-Nutzer bis zum 4. März 2012 ihre Daten aus der Cloud sichern, sonst werden sie gelöscht.

Golem.de konnte die Informationen aus unternehmensnahen Kreisen bestätigen.

Der frühere Streaming-Pionier Realnetworks kündigte im Dezember 2010 den Cloud-Service an. Der damalige Firmenchef Robert Kimball erklärte, dass damit Medieninhalte über alle Endgeräte abrufbar sein sollten. Von existierenden Cloud-Speicherdiensten wollte sich Realnetworks durch bessere Katalogisierung der Inhalte abheben. Später werde es auch Unterstützung für Office-Dokumente geben. Unifi sollte im ersten Quartal 2011 für Apple, Android und Windows-PCs verfügbar sein. Später würde Unterstützung für Blackberry und Windows Phone 7 folgen. Auch Einkäufe in Apples iTunes-Shop seien bei Unifi speicherbar. Die Librarian-App von Realnetworks suche alle fünf Minuten nach neuen Medieninhalten auf den Endgeräten. Die Inhalte würden aber erst nach Freigabe des Nutzers in die Cloud hochgeladen.

Am 15. Februar 2011 erklärte Realnetworks, zusammen mit Vodafone Deutschland hierzulande mit Unifi zu starten. Realnetworks plante, einen Unifi-Basisdienst mit limitiertem Speicherplatz kostenlos anzubieten. Unifi kostete bei Vodafone ab Speicherkapazitäten von 10 GB (2,99 Euro pro Monat), 30 GB (4,99 Euro pro Monat) und 70 GB (9,99 Euro pro Monat) und wurde über die Mobilfunkrechnung abgerechnet.

Die Aufgabe des wichtigsten neuen Produkts des Unternehmens stellt die Zukunft von Real Networks in Frage. Am 26. Januar 2012 hatte Realnetworks seine Patente für 120 Millionen US-Dollar an Intel verkauft. Dazu gehören auch Streaming-Media-Schutzrechte aus dem Kerngeschäft von Realnetworks. Realnetworks behalte nur bestimmte Rechte zur weiteren Nutzung der Patente in aktuellen und zukünftigen Produkten. Intel will die Software in seinen Ultrabooks, Smartphones und digitalen Medien einsetzen.

Real Networks hat die Softwareprodukte Real Audio, Real Video, Real Player und Helix angeboten und war der Pionier beim Streamen von Audio und Video in den 90ern.


Sander Cohen 03. Feb 2012

Dachte die wären schon lange weg^^ War damals ja echt nervig mit deren Player...

destroyed 03. Feb 2012

buffering..

gollumm 03. Feb 2012

Das war doch die Firma, die ewig gegen MS gekämpft hat um zu erreichen, dass deren WMP...

Kommentieren




Anzeige
  1. IT-Service Mitarbeiter (m/w) für den 1st- / 2nd-Level Support
    DATAGROUP Köln GmbH, Essen, Frankfurt/Main, Köln oder München
  2. EDV Koordinator/in im Bereich Versorgungswesen / Fachkraft Qualitätsmanagement (m/w)
    Bayerische Versorgungskammer, München
  3. Manager Global IT-Infrastruktur-Architektur (m/w)
    Fresenius Netcare GmbH, Bad Homburg
  4. Mitarbeiter/in 1st & 2nd Level Support IT
    Christoffel Blindenmission Deutschland e.V., keine Angabe

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Prism-Skandal

    Edward Snowden will Asyl in Island

  2. ICS

    Kaspersky will sicheres eigenes OS für Industrieanlagen

  3. Neuland Internet

    Merkel macht sich zum Gespött der Netzgemeinde

  4. Satoru Iwata

    Nintendo schließt Preissenkung für Wii U aus

  5. Video

    John McAfee ruft zum Deinstallieren der McAfee-Software auf

  6. Merkel zu Prism

    "Das Internet ist für uns alle Neuland"

  7. Flutkatastrophe

    Ein Spendenkonzert, die Gema und das Prinzip

  8. Load Impact

    Lasttests ganz einfach

  9. Butterfly S

    HTC verbessert sein erstes 5-Zoll-Smartphone

  10. Neue Rennspiele

    Forza 5, Drive Club und Gran Turismo 6 angespielt



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Edward Snowden: NSA-Hacker verursachen weltweit Systemabstürze
Edward Snowden
NSA-Hacker verursachen weltweit Systemabstürze

Der NSA-Whistleblower spricht über die tägliche Praxis der US-Geheimdienste und die Folgen für die Angegriffenen. Er bekräftigte, dass er von seinem NSA-Rechner aus an die elektronischen Kommunikationsdaten von jedem kommen konnte.

  1. Ex-US-Vizepräsident Cheney verdächtigt Edward Snowden der Spionage für China
  2. NSA Geheimdienste lassen sich Sicherheitslücken liefern
  3. TAO US-Geheimdienst NSA spioniert China seit 15 Jahren aus

Xbox One: "Microsofts Geschäftspolitik gefährdet Xbox-Geschäft"
Xbox One
"Microsofts Geschäftspolitik gefährdet Xbox-Geschäft"

Die Kritik an der Xbox One sei mehr als das Gegrummel enttäuschter Fans, sondern gefährde einen von Microsofts wichtigsten Geschäftsbereichen, schreibt ein Marktforscher. Dass die Lage tatsächlich ernst sein könnte, zeigt eine Umfrage von Amazon.com.

  1. We are Watching You Widerstand gegen Kinect-Überwachung in den USA
  2. Xbox One Anonymer Microsoft-Entwickler verteidigt DRM
  3. Video-Interview Cevat Yerli über Römer, Ryse und Xbox-One-Technik

Sharp: Hocheffiziente Solarzelle mit 44 Prozent Wirkungsgrad
Sharp
Hocheffiziente Solarzelle mit 44 Prozent Wirkungsgrad

Sharp hat eine Solarzelle mit einem Wirkungsgrad von 44,4 Prozent entwickelt. Dafür wird eine dreischichtige Stapelsolarzelle mit einer Linse eingesetzt. Das Sonnenlicht wird auf die Zelle fokussiert.

  1. Solar Impulse Solarflugzeug fliegt nach Dallas
  2. Solar Impulse Solarflugzeug startet zur USA-Tour
  3. Sonnenenergie Spezielle Solaranlage liefert Strom und Wasser

Zum Artikel