Logistikzentrum von Amazon in Graben nahe Augsburg
Logistikzentrum von Amazon in Graben nahe Augsburg (Bild: Michael Dalder/Reuters)

Amazon trennt sich von Sicherheitsfirma

Anzeige

Angesichts der bekannten Kritikpunkte ist es verwunderlich, dass Amazon wie in Schockstarre wegen der Recherchen der ARD wirkt. Das Unternehmen ringt auch Tage nach der Ausstrahlung noch um eine angemessene Antwort. Auf der englisch- und deutschsprachigen Facebook-Seite brodelt das Thema in den Nutzerkommentaren immer weiter. Doch eine Stellungnahme des Konzerns sucht man dort vergeblich.

Gegenüber einem Fernsehsender äußerte sich am Sonntag erstmals Deutschland-Geschäftsführer Ralf Klebe. "Amazon hat veranlasst, dass mit dem kritisierten Sicherheitsdienst nicht mehr gearbeitet wird", sagte er in der Nachrichtensendung RTL aktuell.

Der Firma Hensel European Security Services wurde in dem Beitrag die Nähe einiger Mitarbeiter zu rechtsradikalem Gedankengut vorgeworfen. Vor allem dieser Teil des Beitrags hatte internationale Reaktionen hervorgerufen. Das paramilitärische Auftreten des Sub-Auftragnehmers stieß Kunden ab. Die Durchsuchungen von Leiharbeiterunterkünften seien zur "Dokumentation etwaiger Beschädigungen oder abhandengekommener Sachen" erfolgt, teilte Hensel mit und wies den Vorwurf rechtsradikaler Gesinnung zurück.

Zunächst hatte Amazon darauf verwiesen, die Vorwürfe würden geprüft, "auch wenn das Sicherheitsunternehmen nicht von Amazon beauftragt wurde". Das Ende - auch für indirekte Geschäftsbeziehungen - kam dann am Sonntag.

Glaubt man den zahlreichen Postings auf Twitter und Facebook, dürfte Amazon jedoch bereits zahlreiche Kunden verloren haben - wie viele, dazu sagt das Unternehmen nichts. Auf der Facebook-Seite des Onlinehändlers laufen anprangernde Statusmitteilungen im Minutentakt ein. Während einige Nutzer das Unternehmen als "Sklavenhalter" beschimpfen, geben andere den Kunden die Schuld, die Amazon durch ihre Bestellungen unterstützen. Einen Schritt weiter gehen die Teilnehmer der Facebook-Seite "Meinen Amazon-Account lösche ich". Sie posten reihenweise Kündigungsbestätigungen, um sich solidarisch mit den Leiharbeitern zu zeigen.

Wer sich vor dem aufwendigen Löschprozedere scheut, findet Hilfe auf Twitter. Die Nutzer dort teilen fleißig eine Kündigungsanleitung. Dazu gibt es einen Link zu einer Onlinepetition initiiert vom Landesbezirk Hessen der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. 30.000 Stimmen sollen dort gesammelt werden, um Amazon zu besseren Arbeitsbedingungen für seine Beschäftigten zu zwingen.

 Umstrittene Leiharbeiter: Wie Amazon an Glanz verliertZeitarbeitsbranche steht unter Druck 

Ass Bestos 20. Feb 2013

menschen die eine menschenverachtende einstellung vertreten, will ich nicht in meiner...

keloglan 20. Feb 2013

Die ganze Reportage hat "gestunken". Ok einige "Fakten" sind nicht zu vernachlässigen...

holminger 20. Feb 2013

Zwei Dinge. 1.) Schau einfach mal in die Vergangenheit. Da gab es auch schon Skandale...

Charles Marlow 20. Feb 2013

Genau, einfach weiter bestellen und sich nicht daran stören, dass man so zum Mittäter...

throgh 20. Feb 2013

Danke für deine Meinung. Also ich muss sagen, dass ich gerne ein "Depp" bin und mir wäre...

Kommentieren



Anzeige

  1. Teilprojektleiter (m/w) in der Entwicklung
    Siemens AG, Braunschweig
  2. IT-Techniker (m/w)
    Sto SE & Co. KGaA, Stühlingen
  3. Web-Entwickler - Frontend (m/w)
    iWelt AG, Eibelstadt
  4. Entwicklungsingenieur/in Softwareentwicklung und Elektroplanung
    Bosch Thermotechnik GmbH, Lollar

 

Detailsuche


Blu-ray-Angebote
  1. Jurassic Park - Steelbook [Blu-ray] [Limited Edition]
    14,99€
  2. The Dark Knight (Steelbook) (exklusiv bei Amazon.de) [Blu-ray] [Limited Edition]
    14,99€ - Release 31.03.
  3. Gravity - Diamond Luxe Edition [Blu-ray] [Limited Edition]
    12,99€

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Mathias Döpfner

    Axel-Springer-Chef wird Vodafone-Aufsichtsrat

  2. Goodgame Studios

    Wachstum mit der umsatzstärksten App aus Deutschland

  3. Volvo Lifepaint

    Reflektorfarbe aus der Dose schützt Radfahrer

  4. Projekt-Hosting

    Tagelanger DDoS-Angriff auf Github

  5. Samsung

    Galaxy S4 bekommt Lollipop

  6. Deutsche Bahn

    WLAN im Nahverkehr in einigen Jahren

  7. Lords of the Fallen

    Partner wirft Deck 13 "mangelhafte Ausführung" vor

  8. Galaxy S6 Edge im Test

    Keine ganz runde Sache

  9. Biohacking

    Nachtsicht wie ein Tiefseefisch

  10. Spielebranche

    Betrugsvorwürfe gegen Zynga



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Galaxy S6 im Test: Lebe wohl, Kunststoff!
Galaxy S6 im Test
Lebe wohl, Kunststoff!
  1. Galaxy S6 Active Samsungs wasserdichtes Topsmartphone
  2. Galaxy S6 und S6 Edge Samsung meldet 20 Millionen Vorbestellungen
  3. Galaxy S6 und S6 Edge im Hands on Rund, schnell, teuer

Banana Pi M2 angesehen: Noch kein Raspberry-Pi-Killer
Banana Pi M2 angesehen
Noch kein Raspberry-Pi-Killer
  1. Die Woche im Video Galaxy S6 gegen One (M9), selbstbremsende Autos und Bastelei
  2. MIPS Creator CI20 angetestet Die Platine zum Pausemachen
  3. Raspberry Pi 2 ausprobiert Schnell rechnen, langsam speichern

HTC One (M9) im Test: Endlich eine gute Kamera
HTC One (M9) im Test
Endlich eine gute Kamera
  1. Lollipop Erstes HTC-One-Smartphone erhält kein Android 5.1

  1. Re: Nichts für Ungut, aber...

    plutoniumsulfat | 18:13

  2. Re: Wer kauft bitte schön ein 850 Euro Handy mit...

    joblo01 | 18:11

  3. Re: Galaxy S4 Active?

    plutoniumsulfat | 18:09

  4. Teure Smartphones sind...

    DTF | 18:06

  5. Re: Viel zu teuer

    azeu | 18:02


  1. 16:54

  2. 16:22

  3. 14:50

  4. 13:48

  5. 12:59

  6. 12:48

  7. 12:29

  8. 12:03


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel