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Raumstation ISS: Geld für andere Weltraumprojekte
Raumstation ISS: Geld für andere Weltraumprojekte (Bild: Nasa)

Ukraine-Konflikt im All: Russland droht USA mit Ausstieg aus ISS-Mission

Der russische Vizepräsident Dmitri Rogosin droht den USA mit Sanktionen im Bereich der Raumfahrt: So will Russland aus der Verlängerung der ISS-Mission aussteigen. Außerdem wolle er GPS-Bodenstationen schließen.

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Der Konflikt um die Ukraine wird auch im Weltraum ausgetragen: Der stellvertretende Premierminister Dmitri Rogosin hat eine Reihe von Maßnahmen angekündigt, die gegen die USA gerichtet sind. Dazu gehört auch ein Ende der Kooperation auf der Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS).

Russland werde noch bis 2020 an der Station mitarbeiten, sagte Rogosin. Danach wolle das Land die Finanzmittel für andere Weltraumprojekte aufwenden. Anfang des Jahres hatten sich die an der ISS beteiligten Länder auf eine Verlängerung der Mission bis 2024 geeinigt.

Zu lange

Russland habe kein Interesse an einem Projekt, das auf eine solch lange Dauer ausgelegt sei, zitiert die Nachrichtenagentur Ria Nowosti den stellvertretenden Regierungschef. Zudem hätten sich die USA in letzter Zeit als unzuverlässiger Partner erwiesen, der Sanktionen verhänge.

Tatsächlich hatte die US-Raumfahrtbehörde Nasa schon Anfang April die Kontakte nach Russland abgebrochen. Ausgenommen ist lediglich die ISS, da die USA auf die bemannten Transporte mit den russischen Sojus-Kapseln angewiesen sind. Am heutigen Mittwoch erst sind wieder drei Besatzungsmitglieder der ISS zur Erde zurückgekehrt, darunter ein US-Astronaut. Bis 2020 sollten allerdings die privaten US-Raumfahrtunternehmen wie SpaceX in der Lage sein, Menschen zur ISS und wieder zurück zu bringen.

Keine Raketentriebwerke

Sehr viel früher werden weitere Maßnahmen greifen, die Rogosin angekündigt hat: So werde Russland die USA nicht mehr mit Raketentriebwerken beliefern, wenn die USA nicht garantierten, dass diese ausschließlich für zivile Zwecke eingesetzt würden. Die USA beziehen laut dem staatlichen russischen Fernsehsender RT zwei verschieden Raketentriebwerke aus Russland. Diese würden für den Transport ziviler und militärischer Satelliten ins All eingesetzt.

Schließlich hat Rogosin damit gedroht, die Bodenstationen für das US-Satellitennavigationssystem Global Positioning System (GPS) stillzulegen. Die USA unterhalten elf dieser Stationen auf dem Territorium der russischen Föderation.

Ultimatum bis Ende Mai

Rogosin hat den USA ein Ultimatum bis zum 31. Mai gesetzt: Sollten die USA bis dahin keine Verhandlungen über die Einrichtung von Bodenstationen für das russische Pendant Globalnaja Nawigazionnaja Sputnikowaja Sistema (Glonass) aufnehmen, würden die GPS-Bodenstation geschlossen. Es sei vereinbart gewesen, dass Stationen für die Satellitennavigationssysteme auf dem Gebiet des jeweils anderen gebaut werden. Das hätten die USA aber bisher verhindert, sagte Rogosti.

Die russische Raumfahrtbehörde Roskomos hat nach einem Bericht der englischsprachigen Tageszeitung Moscow Times die nötigen Dokumente für den Bau der Glonass-Stationen an die USA übergeben. Das US-Parlament hat verlangt, zu prüfen, ob diese ein Risiko für die nationale Sicherheit darstellten. Die US-Regierung hegt den Verdacht, dass sie zu Spionagezwecken benutzt werden könnten.


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nykiel.marek 14. Mai 2014

Als nächtes kommst du vielleicht mit "gleichberechtigter Partner". Ich bin im Ostblock...

Hotohori 14. Mai 2014

So lange es dabei bleibt... aber vielleicht täte der Menschheit ein Weltkrieg mal wieder...

Kaiser Ming 14. Mai 2014

weil erst damit kommt Sinn in den Rest des Artikels.

luzipha 14. Mai 2014

Ich habe auch beim lesen sofort gedacht, dass es doch das stillschweigende Eingeständniss...



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