Abo
  • Services:
Anzeige
Mit der Attacke wurde offenbar die Steuerung von Umspannanlagen unterbrochen.
Mit der Attacke wurde offenbar die Steuerung von Umspannanlagen unterbrochen. (Bild: Ints Kalnins/Reuters)

Ukraine: Hackerangriff soll Stromausfall verursacht haben

Mit der Attacke wurde offenbar die Steuerung von Umspannanlagen unterbrochen.
Mit der Attacke wurde offenbar die Steuerung von Umspannanlagen unterbrochen. (Bild: Ints Kalnins/Reuters)

Mehrere hunderttausend Ukrainer waren kurz vor Weihnachten von einem Stromausfall betroffen. Dahinter sollen Hacker stehen, die eine seit langem bekannte Malware modifizierten.

Ein großflächiger Stromausfall im Westen der Ukraine geht angeblich auf einen Hackerangriff zurück. Wie das slowakische Sicherheitsunternehmen Eset am Montag berichtete, wurden bei dem Vorfall am 23. Dezember 2015 mehrere ukrainische Stromnetzbetreiber attackiert. Dazu könnten die Angreifer eine Hintertür in der bereits seit längerem bekannten Malware Blackenergy genutzt haben.

Anzeige

Von dem mehrstündigen Stromausfall waren in der Region Iwano-Frankiwsk mehrere hunderttausend Haushalte betroffen. Wie genau der Ausfall herbeigeführt wurde, ist unklar. Laut Ars Technica heißt es in ukrainischen Medienberichten, dass die Verbindungen zwischen Umspannstationen unterbrochen worden sein sollen.

Blackenergy weiterentwickelt

Das Toolkit Blackenergy ist seit einigen Jahren bekannt. Es soll von russischen Hackern bereits genutzt worden sein, um die ukrainische Regierung anzugreifen. Die Malware sei schon zu einem früheren Zeitpunkt bei Elektrizitätsunternehmen entdeckt worden, schreibt Eset. Möglicherweise wurde sie mit Hilfe eines gezielten Phishing-Angriffs über ein infiziertes Word-Makro verbreitet.

In vergangenen Jahr hätten die Hacker die Malware weiterentwickelt und mit weiteren Komponenten versehen. Dazu gehöre auch die Anwendung Killdisk. Wie ihr Name schon sagt, löscht sie Dateien auf der Festplatte. Der Trojaner wurde bereits im November 2015 bei einem Angriff auf ukrainische Medien entdeckt. Dabei standen noch 400 Dateierweiterungen auf der Löschliste. Bei dem Angriff auf die Stromversorger sei die Liste modifiziert worden. Sie habe nur noch 35 Erweiterungen umfasst. Nach der Löschung von Dateien sollte das System nicht mehr bootfähig sein.

Hintertür im SSH-Server

Die Sicherheitsexperten entdeckten auf den Rechnern noch ein weiteres Einfallstor für Hacker. Demnach hatten sich Angreifer den SSH-Server Dropbear SSH installiert und sich eine Hintertür in das Programm eingebaut. Laut Eset ist unklar, wie die Hacker vorgegangen sind. Möglicherweise diente Killdisk dazu, die Wiederherstellung des Systems nach der Attacke zu erschweren. Das Unternehmen kommt daher zu dem Schluss: "Wir können mit einer sehr hohen Gewissheit davon ausgehen, dass die beschriebenen Werkzeuge eingesetzt wurden, um den Stromausfall in der Region Iwano-Frankiwsk zu verursachen."

Auf dem Hackerkongress 32C3 hatte der Wirtschaftsingenieur Mathias Dahlheimer jüngst erläutert, wie sich ein flächendeckender Stromausfall herbeiführen lässt. Die Möglichkeit von Hackerangriffen spielte dabei aber weniger eine Rolle.


eye home zur Startseite
E-Motion 05. Jan 2016

Mein erster Gedanke hierzu war direkt das Buch von Marc Elsberg... Schon irgendwie...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Der Polizeipräsident in Berlin, Berlin
  2. Media-Saturn IT-Services GmbH, Bayern
  3. Robert Bosch GmbH, Ludwigsburg
  4. Diehl Comfort Modules, Hamburg


Anzeige
Top-Angebote
  1. (-40%) 17,99€
  2. 15€ sparen mit Gutscheincode GTX15 (Bestpreis laut Preisvergleich)
  3. (u. a. 3x B12-PS 120mm für 49,90€, 3x B14-1 140mm für 63,90€ statt 71,70€)

Folgen Sie uns
       


  1. DNS NET

    Erste Kunden in Sachsen-Anhalt erhalten 500 MBit/s

  2. Netzwerk

    EWE reduziert FTTH auf 40 MBit/s im Upload

  3. Rahmenvertrag

    VG Wort will mit Unis neue Zwischenlösung für 2017 finden

  4. Industriespionage

    Wie Thyssenkrupp seine Angreifer fand

  5. Kein Internet

    Nach Windows-Update weltweit Computer offline

  6. Display Core

    Kernel-Community lehnt AMDs Linux-Treiber weiter ab

  7. Test

    Mobiles Internet hat viele Funklöcher in Deutschland

  8. Kicking the Dancing Queen

    Amazon bringt Songtexte-Funktion nach Deutschland

  9. Nachruf

    Astronaut John Glenn im Alter von 95 Jahren gestorben

  10. Künstliche Intelligenz

    Go Weltmeisterschaft mit Menschen und KI



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Travelers Box: Münzgeld am Flughafen tauschen
Travelers Box
Münzgeld am Flughafen tauschen
  1. Apple Siri überweist Geld per Paypal mit einem Sprachbefehl
  2. Soziales Netzwerk Paypal-Zahlungen bei Facebook und im Messenger möglich
  3. Zahlungsabwickler Paypal Deutschland bietet kostenlose Rücksendungen an

Nach Angriff auf Telekom: Mit dem Strafrecht Router ins Terrorcamp schicken oder so
Nach Angriff auf Telekom
Mit dem Strafrecht Router ins Terrorcamp schicken oder so
  1. Pornoseite Xhamster spricht von Fake-Leak
  2. Mitfahrgelegenheit.de 640.000 Ibans von Mitfahrzentrale-Nutzern kopiert
  3. Spionage Malware kann Kopfhörer als Mikrofon nutzen

Gear S3 im Test: Großes Display, großer Akku, große Uhr
Gear S3 im Test
Großes Display, großer Akku, große Uhr
  1. In der Zuliefererkette Samsung und Panasonic sollen Arbeiter ausgebeutet haben
  2. Vernetztes Auto Samsung kauft Harman für 8 Milliarden US-Dollar
  3. 10LPU und 14LPU Samsung mit günstigerem 10- und schnellerem 14-nm-Prozess

  1. Re: Autopumpkin

    Moe479 | 07:54

  2. Re: Was aufrüsten für WoW?

    Moe479 | 07:38

  3. Re: Gut

    NaruHina | 07:33

  4. Re: Mehr macht bei EWE eh keinen Sinn

    NaruHina | 07:22

  5. Re: "Preise und Leistungen der Endprodukte sind...

    Hood-Boy | 07:01


  1. 18:40

  2. 17:30

  3. 17:13

  4. 16:03

  5. 15:54

  6. 15:42

  7. 14:19

  8. 13:48


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel