4chan.org auf Twitter-Account umgeleitet
4chan.org auf Twitter-Account umgeleitet (Bild: 4Chan)

UGNazi 4Chan durch Einbruch in Cloudflare-Server gehackt

Angreifer sind in das System von Cloudflare eingedrungen und haben Zugriffe auf das Imageboard 4Chan auf ihren eigenen Twitter-Account umgeleitet. Laut Cloudflare erfolgte der Einbruch über eine Sicherheitslücke bei Google.

Anzeige

Eine Hackergruppe namens UGNazi brüstet sich mit einem erfolgreichen Angriff auf das Imageboard 4Chan. Den Hackern gelang es, Zugriffe auf die Domain 4chan.org auf ihren eigenen Twitter-Account umzuleiten, was sie in einem Video dokumentierten.

4Chan sei eine Spielwiese für Pädophile und ermögliche ihnen, Kinderpornografie auszutauschen, begründen die Hacker ihren Angriff. Die Website werde zu lasch überwacht, so dass Kinderpornografie dort viel zu lange abrufbar sei.

4Chan sichert seine Seite über Cloudflare ab. Das Unternehmen bietet einen Cloud-basierten Proxy-Dienst für Websitebetreiber an. Darüber ausgelieferte Websites sollen beschleunigt und besonders gegen DoS-Angriffe geschützt sein, da sie über ein weltweites Netz an Servern ausgeliefert werden. Doch offenbar gelang es den Hackern, in das System von Cloudflare einzudringen und die für 4chan.org dort hinterlegen DNS-Einträge zu ändern.

Hacker nutzten Schwachstelle bei Google aus

Matthew Prince, einer der Gründer von Cloudflare, erläutert in einem Blogeintrag, wie es aus Sicht von Cloudflare zu dem Einbruch kommen konnte. Demnach verschafften sich die Hacker Zugriff auf seine private Gmail-Adresse, wobei sie eine Schwachstelle in Googles Zwei-Faktor-Autorisierung nutzten. Prince schließt aus, dass sein Passwort erraten oder anderweitig ausspioniert wurde, da es zufällig und mehr als 20 Stellen lang sei und er es nur für diesen einen Account nutze.

Laut Prince gelang es den Angreifern, Googles System davon zu überzeugen, eine zweite E-Mail-Adresse zum Zurücksetzen des Accounts zu hinterlegen. Diese wurde dann genutzt, um das Passwort zurückzusetzen.

Cloudflare nutzt Google Apps, um seine E-Mails abzuwickeln und Prince hat bei der Erstellung des Accounts seine private E-Mail-Adresse zum Zurücksetzen des Accounts hinterlegt. Da die Hacker diese aber kontrollierten, konnten sie so das Passwort für die Cloudflare-Adresse von Prince zurücksetzen. Das funktionierte, obwohl Cloudflare dazu Googles Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzte.

Nachdem die Angreifer seine E-Mail-Adresse unter Kontrolle gebracht hatten, konnten sie damit auf das Administrationsinterface von Google Apps zugreifen. Sie lösten dann ein Zurücksetzen des Cloudflare-Passworts von 4Chan aus und da Cloudflare die entsprechenden Mails in Kopie an einen eigenen Account sendet, um Missbrauch erkennen zu können, konnten sie darüber das Passwort von 4Chan erfolgreich zurücksetzen und den Account kontrollieren.

Keine weiteren Kunden betroffen

Google hat laut Cloudflare mittlerweile einen Fehler in seiner Zwei-Faktor-Authentifizierung gefunden und behoben, der einige wenige Accounts betreffen soll. Cloudflare hat sämtliche Anfragen zum Zurücksetzen von Passwörtern sowie alle DNS-Änderungen in seinem System manuell kontrolliert. Es seien aber keine weiteren Kunden betroffen. Zudem wurden alle ausstehenden Vorgänge zum Zurücksetzen von Passwörtern deaktiviert und der Versand von Kopien entsprechender E-Mails an einen internen Cloudflare-Account abgestellt.

Cloudflare hat nach eigenen Angaben keine Anzeichen dafür, dass die Angreifer Zugriff auf die Datenbank von Cloudflare hatten.


laZee 04. Jun 2012

Jo jedoch das beste was man wohl tun kann. Da posted ja jeder anonymous.

Salzbretzel 03. Jun 2012

Demnach werden die Foren bald mit Bildern der eigenen Mitgliedern verziert sein ;-) Lass...

Anonymer Nutzer 03. Jun 2012

What the fuck is wrong with you? Wegen einem flaw macht ihr einen auf "Sicherheit!" und...

shazbot 03. Jun 2012

Wer auf Kinderseiten wie /b/ geht hat eh nix besseres verdient. Wie langweilig muss einem...

derats 02. Jun 2012

...nur um 4chan für ein paar Stunden niederzulegen? Im Ernst? Da gibt es doch viel...

Kommentieren



Anzeige

  1. Mitarbeiter Customer Support (m/w)
    NEXMO solutions GmbH & Co. KG, Hamburg
  2. Informationselektroniker/in Bereich Informations- und Vertriebstechnologie
    Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Berlin
  3. Managing / Principal Consultant (m/w) SAP MDG / MDM
    Camelot ITLab GmbH, Mannheim, Köln, München, Basel, Zürich (Schweiz)
  4. Content Manager/in
    text2net GmbH, Bonn

 

Detailsuche


Spiele-Angebote
  1. PS4-Spiele reduziert
    (u. a. Lego der Hobbit 26,72€, The Crew 29,19€, Assassins Creed Unity 29,19€, The Wolf Among...
  2. PlayStation 4 - Konsole Ultimate Player 1TB Edition
    399,00€ - Release 15.07.
  3. The Elder Scrolls V: Skyrim Legendary Edition [PC Code - Steam]
    12,95€

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Verkauf

    Toshiba steigt in Europa aus der Unterhaltungselektronik aus

  2. Apple

    Das ist neu bei OS X 10.10.4

  3. Windows 10

    Zweite Preview innerhalb von zwei Tagen

  4. Apple

    iOS 8.4 mit Apple Music ist da

  5. Hello, Marit Hansen

    Bye-bye, Thilo Weichert

  6. Mojang

    Minecraft für Lehrer und Aus für Scrolls

  7. Internet

    Cisco kauft OpenDNS

  8. EU erlaubt Spezialdienste

    Wie tot ist die Netzneutralität wirklich?

  9. MX5

    Meizu stellt neues Smartphone mit Fingerabdruck-Scanner vor

  10. Finanzierungsrunde

    Uber macht mehr Verlust als Umsatz



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Radeon R9 Fury X im Test: AMDs Wasserzwerg schlägt Nvidias Titan in 4K
Radeon R9 Fury X im Test
AMDs Wasserzwerg schlägt Nvidias Titan in 4K
  1. Radeon R9 390 im Test AMDs neue alte Grafikkarten bekommen einen Nitro-Boost
  2. Grafikkarte AMDs neue R7- und R9-Modelle sind beschleunigte Vorgänger
  3. Grafikkarte AMD kündigt Radeon R9 Fury X und R9 Nano an

PGP: Hochsicher, kaum genutzt, völlig veraltet
PGP
Hochsicher, kaum genutzt, völlig veraltet
  1. OpenPGP Facebook verschlüsselt E-Mails
  2. Geheimhaltung IT-Experten wollen die NSA austricksen
  3. Security Wie Google Android sicher macht

Urheberrecht: Die Panoramafreiheit ist bedroht
Urheberrecht
Die Panoramafreiheit ist bedroht
  1. EU-Urheberrecht Wikipedia fürchtet Abschaffung der Panoramafreiheit
  2. Experten Filesharing-Urteil des Bundesgerichtshofs für Musikindustrie
  3. Privatkopie Österreich will Downloads von illegalen Quellen verbieten

  1. Re: Mein Gott, sowas gibts?

    fuzzy | 08:34

  2. Re: Spotify to AppleMusic mover?

    Trollversteher | 08:34

  3. Re: Haltet mich für verrückt

    Tzven | 08:33

  4. Re: Täuschung der Kunden?

    Prinzeumel | 08:32

  5. Die entscheidende Info fehlt im Artikel leider

    chiefmasterbrid... | 08:31


  1. 08:05

  2. 07:53

  3. 07:41

  4. 02:37

  5. 17:58

  6. 17:18

  7. 17:11

  8. 16:55


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel