Die Schüsseldatenbank für Shim ist eine Idee von Suse.
Die Schüsseldatenbank für Shim ist eine Idee von Suse. (Bild: Suse)

UEFI Secure Boot in Opensuse eilt nicht

Warum Opensuse nicht versucht, Secure Boot möglichst schnell umzusetzen, verrät Frederic Crozat im Gespräch mit Golem.de. Er bedauert zudem den Alleingang der Linux-Foundation.

Anzeige

Vor schweren Aufgaben schreckt der Entwickler Frederic Crozat nicht zurück. Crozat ist hauptverantwortlich für die Integration von Systemd in Opensuse, nun arbeitet er mit einem Team an der Umsetzung von Secure Boot in Opensuse und dem kommerziellen Suse Linux Enterprise Desktop (SLED) und Server (SLES). Golem.de hat mit Crozat auf der Opensuse-Conference in Prag über seine Arbeit gesprochen.

Secure Boot erst in nächsten Suse-Versionen

Opensuse habe noch etwas Zeit, um die Secure-Boot-Funktion des UEFI-Standards umzusetzen. So ergebe es keinen Sinn, den Bootloader Shim als Backport für Opensuse 12.2 anzubieten, das wäre einfach ein "riesiger Haufen Arbeit", sagte Crozat. Zudem würden die ersten Laptops mit aktiviertem Secure Boot frühestens im kommenden Weihnachtsgeschäft verkauft, darüber hinaus seien sich die meisten Linux-Nutzer möglicher Probleme mit neuer Hardware bewusst. Insbesondere wüssten viele um Secure Boot, sagte Crozat.

Deshalb werden entsprechende Funktionen erst in der nächsten Opensuse-Version zur Verfügung stehen. Diese wird wahrscheinlich im Frühjahr 2013 erscheinen. Aus Sicht des Unternehmens Suse stellt sich die Situation ähnlich dar. Firmenkunden sind beim Beschaffen neuer Hardware oft zurückhaltend. Entsprechend sei nicht davon auszugehen, dass viele Kunden Secure-Boot-Unterstützung in kurzer Zeit verlangen. Für SLES 11 und SLED 11 soll Secure Boot mit dem Service Pack 3 Kunden bereitgestellt werden, für das es aber noch keinen Termin gibt.

Secure-Boot schon jetzt

Das aktuelle Ubuntu 12.10, das vor wenigen Tagen erschienen ist, enthält bereits den Shim-Bootloader, um Secure Boot zu unterstützen. Ebenso soll das nächste große Update der aktuellen Long-Term-Support-Version von Ubuntu - 12.04.2 - den Shim-Loader enthalten. Es soll Anfang 2013 erscheinen.

Anders als es das Fedora-Projekt und auch Suse planen, verzichtet Ubuntu aber darauf, den Linux-Kernel und entsprechende Module zu signieren. Mit dem kommenden Fedora 18 soll die Distribution ebenfalls Secure Boot vollständig unterstützen. In den aktuellen Vorabversionen von Fedora 18 kann Shim bereits getestet werden. Diese ist jedoch noch nicht mit dem Schlüssel von Microsoft signiert, sondern mit dem Fedora-eigenen. Shim kann deshalb erst verwendet werden, wenn der Fedora-eigene Schlüssel in UEFI abgelegt wird.

Kollaboration ist wichtig 

Atalanttore 03. Nov 2012

Um Secure Boot zu unterstützen, müssen Linux-Distributoren mit dem Feind (Microsoft...

Thaodan 24. Okt 2012

Mal wieder wird der PC mehr zum Smarthphone, das Gerät schützt sich vor seinem User.

tingelchen 24. Okt 2012

Bei einzelnen Mainboards wird man wohl kein einziges finden, wo man Secure Boot nicht...

Stiffler 24. Okt 2012

" Crozat ist hauptverantwortlich für die Integration von Systemd in Opensuse" Ich hoffe...

Kommentieren



Anzeige

  1. Vermessungstechniker/in / Geomatiker/in
    Landratsamt Göppingen, Göppingen
  2. Teamleiter E/E (m/w)
    MBtech Group GmbH & Co. KGaA, Mannheim
  3. System- und Software-Entwicklungsingenie- ur/-in für Fahrerassistenzsysteme
    Robert Bosch GmbH, Leonberg
  4. Software Ingenieur (m/w) Roboterprogrammierung / Automatisierungstechnik
    Continental AG, Hannover

 

Detailsuche


Spiele-Angebote
  1. The Elder Scrolls Online: Tamriel Unlimited (PC)
    14,99€ (ab dem 17. März kostenlos ohne Abo spielbar!)
  2. GRATIS: Theme Hospital
  3. NEU: PlayStation 4 Konsole inkl. FIFA 15
    399,00€

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Gewinnrückgang

    "Microsoft ist weiterhin im Wandel"

  2. Music Key

    Alles oder nichts für Indie-Musiker bei Youtube

  3. Privatsphäre im Netz

    Open-Source-Projekte sollen 1984 verhindern

  4. The Witcher 3 angespielt

    Geralt und die "Mission Bratpfanne"

  5. Onlinehandel

    Welche Versand-Flatrates sich nicht lohnen

  6. Jessie

    Erster Release Candidate für neuen Debian-Installer

  7. Biicode

    Abhängigkeitsverwaltung für C/C++ soll Open Source werden

  8. Mobilfunk

    O2 schaltet LTE-Nutzung für alle Blue-Tarife frei

  9. Broadwell-Mini-PC

    Gigabytes Brix ist noch kompakter als Intels NUC

  10. Cyanogen Inc.

    "Wir versuchen, Google Android wegzunehmen"



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Erpressung und Geldwäsche: Polizei kommt bei Cybercrime nicht hinterher
Erpressung und Geldwäsche
Polizei kommt bei Cybercrime nicht hinterher
  1. Malware BSI will Zwangstrennung infizierter Rechner vom Internet
  2. Cybercrime Trotz 300 Cyber-Ermittlern bleibt Aufklärungsquote gleich
  3. Cybercrime HP eröffnet Cyber-Abwehrzentrum in Böblingen

Heimkino-Raumklang von oben: Dolby Atmos klingt gut, Auro 3D klingt besser
Heimkino-Raumklang von oben
Dolby Atmos klingt gut, Auro 3D klingt besser
  1. DTS:X Probe gehört Dolby-Atmos-Konkurrent arbeitet mit Deckenlautsprechern
  2. Surround-Sound Holpriger Start für Blu-ray-Discs mit Dolby Atmos
  3. Interstellar in 70 mm Berliner Zoo Palast schiebt die Digitalprojektoren beiseite

Neues Betriebssystem: Microsoft nennt viele neue Details zu Windows 10
Neues Betriebssystem
Microsoft nennt viele neue Details zu Windows 10
  1. Microsoft Nicht alle Windows-Phone-Smartphones erhalten Windows 10
  2. Surface Hub Microsoft zeigt Konferenzsystem mit Digitizer und Windows 10
  3. Hololens mit Windows Holodeck-Zeitalter mit einer autarken Datenbrille

    •  / 
    Zum Artikel