UEFI-Bootloader: Gummiboot kann mehrere Linux-Kernel starten
Der Bootloader Gummiboot für EFI (Bild: Gummiboot)

UEFI-Bootloader Gummiboot kann mehrere Linux-Kernel starten

Der UEFI-Bootloader Gummiboot ist als Referenzimplementierung gedacht. Er soll mehrere Linux-Kernel oder weitere Bootloader starten können.

Anzeige

Den neuen Bootloader für UEFI tauften die Entwickler Kay Sievers und Harald Hoyer Gummiboot. Er soll als Referenzimplementierung dienen und in erster Linie für den Start verschiedener Linux-Kernel dienen. Alternativ kann Gummiboot auch zusätzliche Bootloader starten.

Die von Gummiboot zum Start angebotenen Linux-Kernel müssen in der EFI-Systempartition liegen und mit der Option CONFIG_EFI_STUB kompiliert worden sein. Damit lässt sich ein Linux-Kernel als EFI-Image direkt starten.

Linux-Kernel liegen auf der EFI-Partition

Zusätzlich müssen weitere für den Linux-Start benötigte Dateien auf der EFI-Systempartition untergebracht werden, etwa das Systemimage Initrd oder andere Bootloader wie Grub, die Gummiboot ebenfalls starten können soll.

Für jeden einzelnen Linux-Kernel muss eine eigene Konfigurationsdatei in der EFI-Partition hinterlegt werden. Die Konfigurationsdateien sollen sich im Syntax an dem bestehenden Bootloader orientieren. Gummiboot liest sie aus und erstellt daraus automatisch einen Eintrag in seinem Startmenü.

Generische Konfigurationsdateien

Wie bei Grub, Lilo oder anderen Bootloadern üblich, kann ein Eintrag als Standard definiert werden, der ohne Zutun des Anwenders gestartet wird. Zusätzlich lässt sich dafür ein Timeout festlegen.

Die Navigation erfolgt ebenfalls über die üblichen Tasten, etwa die Pfeil-auf- und -ab-Tasten für die Navigation im Menü oder die Eingabetaste für den Start einer Auswahl. Kernel- oder Initrd-Parameter lassen sich mit der Taste e oder respektive i anpassen.

Obwohl er von den Red-Hat-Entwicklern Kay Sievers und Harald Hoyer stammt, ist Gummiboot nicht der Bootloader, der künftig mit einer Microsoft-Signatur versehen wird, um Linux mit aktiviertem Secure Boot laden zu können. Dieser trägt den Namen Shim und wird von Matthew Garret entwickelt.


tilmank 02. Jul 2012

Von UEFI weiß ich nicht viel mangels Erfahrung, aber die dusselige 100MB-Partition...

Kommentieren



Anzeige

  1. Abteilungsleiter/in
    Robert Bosch GmbH, Renningen
  2. Java-Anwendungsentwickler / -innen
    Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main
  3. Projektleiter Software Standardisierung (m/w) Schwerpunkt Fördertechnik
    Dürr Systems GmbH, Bietigheim-Bissingen
  4. Business Analyst SAP (m/w)
    CSL Behring GmbH, Marburg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. iPad Air 2 im Test

    Toll, aber kein Muss

  2. Nocomentator

    Filterkiste blendet Sportkommentare aus

  3. Gameworks

    Nvidia rollt den Rasen aus

  4. Rolling-Release

    Opensuse Factory und Tumbleweed werden zusammengeführt

  5. Project Ara

    Google will nicht nur das Smartphone neu erfinden

  6. Wildstar

    NC Soft entlässt Mitarbeiter

  7. Mozilla

    Einfache Web-Apps auf dem Smartphone erstellen

  8. Civ Beyond Earth Benchmark

    Schneller, ohne Mikroruckler und geringere Latenz mit Mantle

  9. Allview X2 Soul mini

    Sehr dünnes Smartphone im Alu-Gehäuse für 200 Euro

  10. Toybox Turbos

    Codemasters veranstaltet Rennen auf dem Frühstückstisch



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Spacelift: Der Fahrstuhl zu den Sternen
Spacelift
Der Fahrstuhl zu den Sternen
  1. Raumfahrt Mondrover Andy liefert Bilder für Oculus Rift
  2. Geheimmission im All Militärdrohne X-37B nach Langzeiteinsatz gelandet
  3. Raumfahrt Indische Sonde Mangalyaan erreicht den Mars

3D-Druck ausprobiert: Internetausdrucker 4.0
3D-Druck ausprobiert
Internetausdrucker 4.0
  1. Niedriger Schmelzpunkt 3D-Drucken mit metallischer Tinte
  2. Deltadrucker Magna Japanisches Unternehmen zeigt Riesen-3D-Drucker
  3. 3D-Technologie US-Armee will Sprengköpfe drucken

Qubes OS angeschaut: Abschottung bringt mehr Sicherheit
Qubes OS angeschaut
Abschottung bringt mehr Sicherheit

    •  / 
    Zum Artikel