Megaupload-Gründer Kim Dotcom
Megaupload-Gründer Kim Dotcom (Bild: Michael Bradley/AFP/Getty Images)

Überwachung Gegen Megaupload wurde Prism eingesetzt

Laut neuseeländischen Polizeiunterlagen wurde gegen die Betreiber von Megaupload mit Prism ermittelt. E-Mails wurden so überwacht und nach Suchbegriffen (Selectors) durchsucht.

Anzeige

Polizeidokumente über die Durchsuchung der Villa von Kim Dotcom belegen, dass die neuseeländische Polizei bei dem Vorgehen gegen Megaupload offenbar Zugang zu Prism-Daten hatte. Das berichten Keith Ng, der die Informationen in seinem Blog On Point online gestellt hat, und das australische Magazin ITNews.

Das Unified Targeting Tool (UTT) wird auf verschiedenen Folien zum Prism-Programm erwähnt und steht am Beginn eines Rechercheprozesses. In die Software muss der NSA-Mitarbeiter die Suchbegriffe (Selectors) eingeben. Nachdem das FBI die Rechtmäßigkeit der Abfrage geprüft und bestätigt hat, leitet UTT sie an das Tool Printaura weiter, das den Workflow der Abfrage steuert. In dem neuseeländischen Material ist auch von Selectors die Rede, mit dem die E-Mails des Megaupload Gründers Dotcom, seiner Frau Mona, und der Mitbegründer Bram van der Kolk und Sven Echternach durchsucht wurden. Auch die Bezeichnungen von E-Mail-Proxy-Servern, die die Überwachten genutzt hatten, finden sich in den Dokumenten.

Die Überwachungsdaten erhielt die OFCANZ (Organised and Financial Crime Agency of New Zealand) von dem neuseeländischen Geheimdienst GCSB (Government Communications Security Bureau).

Dotcom und vier seiner Mitarbeiter wurden im Januar 2012 verhaftet und warten auf ein Auslieferungsverfahren. Dotcoms Villa wurde durchsucht, Rechner und Speicher beschlagnahmt und die Plattform Megaupload offline genommen. Dotcom ist auf Kaution frei, sein Vermögen wurde eingefroren und anschließend teilweise wieder freigegeben. Dem 40-Jährigen droht eine Strafe von maximal 20 Jahren wegen krimineller Geschäfte und Geldwäsche.

Ein neuseeländisches Gericht hat am 6. Dezember 2012 entschieden, dass Dotcom den GCSB und die Polizei auf Schadensersatz verklagen darf. Der GCSB musste Dotcom auch die Überwachungsprotokolle, die über ihn angefertigt wurden, aushändigen. Dies war illegal, denn der Geheimdienst darf keine neuseeländischen Bürger oder Menschen, die ihren Wohnsitz in dem Inselstaat im südlichen Pazifik haben, ausspionieren. Auch muss der GCSB seine Beteiligung an der Durchsuchung der Villa von Dotcom offenlegen.


Kay Macke 26. Aug 2013

Weil er der Goldfinger/Gert Fröbe des 21.Jahrunderts sein will. Darum. Und weil es bei...

User2 25. Aug 2013

dann flieg mal in die USA, solche Menschen gibt es viel mehr als man hier in den Medien...

spambox 25. Aug 2013

Prism ist ein Werkzeug, mit dessen Hilfe Straftaten gegen mehrere Hundert Millionen...

Charles Marlow 24. Aug 2013

Amerikaner natürlich. Kimble war ideal, weil weder US-Bürger, noch in einem Land...

Tourist 24. Aug 2013

Genau und wenn man nachdenkt, wieso wurden z.B. die LIBOR Manipulationen, die milliarden...

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-Consultant HP PPM (m/w)
    Media-Saturn IT Services GmbH, Ingolstadt
  2. Datenmanager / Analyst (m/w)
    RATIONAL AG, Landsberg am Lech
  3. Bereichsleiter (m/w) Entwicklung Personalsoftware
    AKDB, München
  4. Softwareentwickler / Softwareentwicklerin Java Produktkonfigurator
    CAS Software AG, Karlsruhe

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Broadwell-DE

    Intels Xeon D quetscht acht Kerne in einen 35-Watt-Chip

  2. UI-System

    Unity 4.6 mit neuen Tools für Benutzeroberflächen

  3. Speedport Hybrid

    Viprinet erwirkt einstweilige Verfügung gegen Telekom-Router

  4. Actionkameras

    Gopro plant eigene Drohnenproduktion

  5. ISSpresso

    IIS-Astronauten können jetzt Espresso trinken

  6. Richterlicher Beschluss

    US-Justiz umgeht Smartphone-Verschlüsselung

  7. Sony

    Smartwatch mit Armband aus E-Paper geplant

  8. Samsung SDC

    Displays werden bunter, biegsamer und fast durchsichtig

  9. Mozilla

    Ein-Klick-Suche im Firefox

  10. EU-Richtlinien beschlossen

    Recht auf Vergessen soll weltweit gelten



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Test Escape Dead Island: Urlaub auf der Zombieinsel
Test Escape Dead Island
Urlaub auf der Zombieinsel

Yoga Tablet 2 Pro im Test: Das Tablet mit dem eingebauten Kino
Yoga Tablet 2 Pro im Test
Das Tablet mit dem eingebauten Kino
  1. Lenovos Yoga Tablet 2 im Test Das Tablet mit dem Aufhänger
  2. Motorola Lenovo übernimmt Googles Smartphone-Sparte
  3. Yoga Tablet 2 Pro Lenovos 13-Zoll-Tablet mit Projektor und Subwoofer

Test Dragon Age Inquisition: Grand Theft Fantasy
Test Dragon Age Inquisition
Grand Theft Fantasy
  1. Technik-Test Dragon Age Inquisition Drachentöten flott gemacht
  2. Dragon Age Inquisition Zusatzabenteuer für den Weltengenerator
  3. Dragon Age Inquisition Rollenspiel mit 4K am PC und 900p auf der Xbox One

    •  / 
    Zum Artikel