Überwachung Bundesregierung will Zugriff auf die Daten in der Cloud

Für die Überwachung der Daten in Cloud-Diensten führt die Bundesregierung bereits Gespräche mit der Telekom, 1&1 und Telefonica O2. An dem Überwachungsprojekt arbeiten Bundeskriminalamt und Inlandsgeheimdienst zusammen.

Anzeige

Die Bundesregierung arbeitet an der Überwachung von Cloud-Diensten und führt dazu Gespräche mit der Deutschen Telekom, 1&1 und Telefonica O2. Das geht aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion hervor.

In dem Antworttext heißt es: "Derzeit befasst sich das Strategie- und Forschungszentrum Telekommunikation (SFZ TK) im Projekt Cloud mit Fragestellungen zu Cloud-Computing und dessen Implikationen auf die Telekommunikationsüberwachung. In diesem Zusammenhang erfolgte auch ein erstes Gespräch mit Vertretern der Deutschen Telekom sowie der 1&1 Internet AG." Konkrete Ergebnisse gebe es bisher nicht. Im Zusammenhang mit der Standardisierung der Telekommunikationsüberwachung bei Etsi (European Telecommunications Standards Institute) werde auch ein "Technischer Report" zu Cloud-Diensten unter dem Aspekt der Telekommunikationsüberwachung erarbeitet, heißt es weiter. Zu dessen Vorbereitung habe es auch ein Gespräch mit der Bundesnetzagentur, der Deutschen Telekom und Telefonica O2 gegeben, konkrete Ergebnisse seien auch hier noch nicht erreicht worden.

Laut Aussagen von Staatssekretär Ole Schröder ist das SFZ TK eine Kooperationsplattform, die von Bundeskriminalamt, Bundespolizei und dem Inlandsgeheimdienst Bundesamt für Verfassungsschutz gemeinsam getragen wird.

Bislang wurde von Cloud-Anbietern in Deutschland immer der Vergleich mit den USA gezogen. Gordon Frazer, Managing Director bei Microsoft Großbritannien, hatte im Sommer 2011 eingeräumt, dass Cloud-Daten auch außerhalb der USA nicht vor dem Zugriff über den Patriot Act sicher seien. Das Antiterrorgesetz wurde im Jahr 2001 erlassen. Der Patriot Act hob die Richterkontrolle bei Telefon- oder Internetüberwachung weitgehend auf und erweiterte die Abhörrechte des FBI und der CIA deutlich. Telekommunikationskonzerne und Internetprovider müssen danach Kundendaten offenlegen. Der schleswig-holsteinische Landesdatenschützer Thilo Weichert warnte deshalb sogar davor, Cloud-Dienste von US-Unternehmen zu nutzen. Deutsche Behörden seien nicht berechtigt, in Clouds zu gehen, auf die die US-Regierung zugreifen könnte, so Weichert.


hevilp 17. Dez 2012

schön geschrieben, inhaltlich kann ich das nicht beurteilen, aber ich mag deine stories...

DY 17. Dez 2012

Genau da werden doch die Kader von morgen gesichtet. Wer ist angreifbar, wen hat man in...

DY 17. Dez 2012

Und dann? Schickst Du Mails dann nur an Dich selbst?!

mxcd 15. Dez 2012

Einfach ordentlich verschluesseln das Zeug und gut ist.

McNoise 15. Dez 2012

ich vergleiche email gerne mit postkarte schreiben ;) ... wer allzu privates in emails...

Kommentieren




Anzeige
  1. Software-Quality-Assurance-S- pezialist (m/w)
    Continental AG, Frankfurt
  2. Applikationsadministrator/-in
    Universitätsklinikum Leipzig, Leipzig
  3. Webentwickler (m/w)
    Global Group Dialog Solutions AG, Idstein
  4. Research Fellow (m/w)
    Universität Passau, Passau

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Antifeatures

    Freie Software gegen Bevormundung

  2. Video

    Yahoo gibt Angebot für Hulu ab

  3. Google X

    Google baut mobiles Internet in Afrika und Südostasien

  4. Xbox One

    Handel muss Gebrauchtspiele de-registrieren

  5. Lenovo

    "Wir können uns jede Übernahme leisten"

  6. Bundesdatenschützer

    Jobcenter sollen nicht bei Facebook recherchieren

  7. Navigation

    Google Maps erhält Routenplanung per Fahrrad

  8. Test Call of Juarez Gunslinger

    Hör-Spiel im Wilden Westen

  9. Fonic All-Net Flat

    Telefon-, SMS- und Datenflatrate für 25 Euro

  10. Drosselung

    Die Mär vom teuren Traffic oder wie viel kostet ein GByte?



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Next Browser angeschaut: Android-Browser mit Gestensteuerung
Next Browser angeschaut
Android-Browser mit Gestensteuerung

Das Go-Launcher-Team hat einen eigenen Browser für Android veröffentlicht. Der Next Browser wird über Gesten bedient, synchronisiert Lesezeichen und kann mittels Erweiterungen um zusätzliche Funktionen ergänzt werden.

  1. Offline-Karten-App für Android Maps With Me Pro gratis in Amazons App-Shop
  2. Smartphones und Tablets Google will Android-Fragmentierung bekämpfen
  3. All Access Google stellt Spotify-Konkurrenten vor

Surface Pro im Test: Microsofts Tablet überzeugt als Notebook
Surface Pro im Test
Microsofts Tablet überzeugt als Notebook

Ein bisschen dicker, ein bisschen schwerer und dafür viel schneller: Das ist Microsofts Surface Pro im Vergleich zum Surface RT. Wir haben das Windows-8-Gerät auf seine Stärken hin untersucht und stellen fest, dass auch Microsoft Probleme mit einem kleinen Full-HD-Display hat.

  1. Microsoft Verkauf des Surface Pro startet am 31. Mai
  2. XPS 10 und Surface Deutliche Preissenkungen bei Windows-RT-Tablets
  3. Neue Firmware Update macht das Surface RT lauter

Legale Privatkopien: "EU-Vorschlag würde freies Kopieren erlauben"
Legale Privatkopien
"EU-Vorschlag würde freies Kopieren erlauben"

Die EU diskutiert in der kommenden Woche ein Papier, das den Konflikt zwischen Geräteherstellern und Verwertungsgesellschaften lösen soll. Der Bitkom fordert eine schnelle Umsetzung des Vorschlags des EU-Mediators António Vitorino.


Zum Artikel