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Pressekonferenz von Ubisoft auf der E3 2016
Pressekonferenz von Ubisoft auf der E3 2016 (Bild: Peter Steinlechner/Golem.de)

Ubisoft: Fischstäbchen und ferngesteuerte Hackerangriffe

Pressekonferenz von Ubisoft auf der E3 2016
Pressekonferenz von Ubisoft auf der E3 2016 (Bild: Peter Steinlechner/Golem.de)

VR-Einsätze in Star Trek, schwule Meerestiere und schwerbewaffnete Ritter: Auf seiner Pressekonferenz hat Ubisoft seine Pläne für die nächsten Monate präsentiert - und Firmenchef Yves Guillemot ein emotionales Plädoyer für die Freiheit seines Unternehmens gehalten.

Es ist ein bisschen paradox, dass ausgerechnet Levar Burton bei seinem Auftritt auf der Pressekonferenz von Ubisoft weder eine Brille noch ein VR-Headset trug. In seiner Paraderolle als Geordi La Forge in Star Trek: The Next Generation tritt Burton schließlich immer mit einem Hightech-Sichtgerät auf. Bei Ubisoft hat er über Star Trek Bridge Control gesprochen, ein Virtual-Reality-Spiel, in dem Spieler allein als Kapitän oder zusammen mit drei Freunden als eine Raumschiffcrew antreten.

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Dabei sitzen die Kumpel zwar tatsächlich zusammen etwa im Wohnzimmer, haben aber dank VR-Headset den Eindruck, sich gemeinsam als Mitglied der Sternenflotte durchs All zu bewegen. Zusammen erkunden sie an Bord der USS Aegis einen unbekannten Raumsektor, um eine bewohnbare neue Heimat für die Vulkanier zu finden, während sie in einen Konflikt mit dem klingonischen Imperium geraten.

Bridge Crew soll im Herbst 2016 für Oculus Rift, HTC Vive und Playstation VR erscheinen. Burton hatte bei seinem Auftritt übrigens viel Spaß daran, darauf hinzuweisen, dass Bridge Crew realer wirkte als die Aufnahmen zu Star Trek, wo die "Besatzung" schließlich nur auf Computerattrappen herumdrückte.

Ein zweites VR-Spiel, das schon länger bekannte Eagle Fly, hat übrigens Oculus-Chef und -Gründer Palmer Luckey höchstpersönlich auf der Pressekonferenz vorgeführt. Dabei war erstmals zu sehen, wie der Capture-the-Flag-Modus funktioniert, in dem mehrere Spieler mit VR-Headset auf der Nase um die Wette über die Dächer von Paris sausen.

In eine andere Stadt verschlägt es Spieler in Watch Dogs 2: nach San Francisco. Ubisoft hat einen Einsatz gezeigt, in dem Hacker einen Politiker ausspionieren, indem sie mit einer ferngesteuerten Drohne sein Büro auskundschaften und sich dann einschleichen. Das Spiel setzt wie der Erstling auf das Fernauslösen von Fallen, Sicherheitssystemen und Ähnlichem. Abgesehen von den Drohnen mit ihrem offenbar großen Funktionsumfang war noch nicht so recht erkennbar, worin die Unterschiede zum ersten Teil liegen. Das wissen wir vermutlich, wenn der Titel Mitte November 2015 erscheint. Übrigens hat Ubisoft mit Sony Pictures angekündigt, einen Film auf Basis von Watch Dogs produzieren zu wollen.

Die mit Abstand lustigste Präsentation war - wenig überraschend - die vom nächsten South-Park-Rollenspiel. Die Entwickler hatten sich im Grunde auf die Bühne gesetzt und plauderten einfach drauflos, mussten beim Sprechen über Details wie einen schwulen Fisch, der Fischstäbchen liebt, aber selbst ziemlich lachen. In den USA trägt das Spiel den Untertitel The Fractured but Whole, der hierzulande in Die rektakuläre Zerreißprobe übersetzt wurde - auch nicht ganz unkomisch.

Gegenüber dem Erstling gibt es mehr Möglichkeiten bei der Charaktergenerierung, und auch das Kampfsystem wird um mehr Freiheit etwa beim Bewegen der Figuren erweitert. Angepeilter Veröffentlichungstermin: 6. Dezember 2016.

Mit derlei lustig-spätpubertärem Unsinn hat For Honor natürlich wenig zu tun. Auf der Pressekonferenz hat Ubisoft unter anderem die Kampagne vorgestellt, die wahlweise allein, zu zweit auf geteiltem Bildschirm oder online spielbar sein soll. Als Wikinger, Ritter oder Samurai geht es in eine große Schlacht, nachdem eine Katastrophe die Welt weitgehend zerstört hat. For Honor sieht sehr stilvoll und schick aus. Auf den ersten Blick wirkt das Hauen und Schlagen unkompliziert, aber trotzdem geht es gerade darum, die eigentlich komplexen Manöver meistern zu können. For Honor erscheint im Frühjahr 2017.

Die große Neuankündigung zum Abschluss der Pressekonferenz - inzwischen festes Ritual von Ubisoft auf der E3 - war diesmal ein Sportspiel namens Steep. Das entsteht bei Ubisoft Annecy, einer Niederlassung mitten in den Alpen, was für das Spiel wichtig ist. Es geht nämlich um Extrem-Bergsport, also Flüge mit dem Jumpsuit, Paragliding, Snowboarden und so weiter. Das Ganze findet an "echten" Berghängen etwa des Mont Blanc oder des Matterhorns statt.

In der weitgehend offenen Welt liefern sich Spieler Wettbewerbe, die ein bisschen an eine Umsetzung von Gopro-Aufnahme-Sessions und Strava-Sektoren-Wettbewerbe aus der echten Extremsportwelt erinnern. Ob das als Computerspiel auch Spaß macht, muss sich erst noch zeigen - immerhin ist die Gefahr für Knochenbrüche minimal. Geplanter Erscheinungstermin ist der Dezember 2016, Plattformen sind - wie bei allen hier genannten Titeln von Ubisoft - die Playstation 4, die Xbox One und der Windows-PC.

Ubisoft ist außerdem mal länger, mal kürzer auf eine Reihe weiterer Titel eingegangen. Gleich zu Beginn der Pressekonferenz gab es eine Präsentation des im südamerikanischen Mafia-Milieus angesiedelten Ghost Recon Wildlands, das im März 2017 erscheinen soll. Für The Division wurde eine kostenpflichtige Erweiterung namens Survival angekündigt, in der Spieler in einem Blizzard um ihr Überleben kämpfen - und zwar ab dem 28. Juni auf der Xbox One und ab dem 2. August auf Windows-PC und Playstation 4.

Das innovative Actionspiel Grow Up bekommt im Herbst 2016 einen Nachfolger, der gleichzeitig für alle drei üblichen Plattformen erscheint. Und ab sofort ist, ebenfalls für die drei Plattformen, Trials of the Blood Dragon als Download erhältlich, eine etwas schräge Variante der Motorrad-Geschicklichkeitsserie.

Zum Abschluss der Präsentation trat dann Firmenchef Yves Guillemot auf die Bühne. Eigentlich wollte er den 30. Geburtstag von Ubisoft feiern, aber in seiner kurzen, emotional wirkenden Ansprache ging es vor allem um Freiheit: "Freiheit, Risiken einzugehen, und Freiheit für Innovation" - gemeint war damit wohl auch die Freiheit, die momentan drohende, feindliche Übernahme durch den Medienkonzern Vivendi erfolgreich abzuwehren und unabhängig zu bleiben.


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Elgareth 14. Jun 2016

Oh, da hast du aber eine Menge spaßige Spiele verpasst :-) Übrigens macht uPlay auch...



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