Twitter Aufregung um Pornos bei Vine

Die neue iOS-App Vine von Twitter erlaubt den Upload von sechssekündigen Videos, was einige Anwender dazu veranlasste, unter dem Hashtag #Porn eindeutige Clips zu veröffentlichen. Das könnte für Apple zum Dilemma werden und für Vine den Rausschmiss aus dem App Store bedeuten.

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Nick Bilton, der Kolumnist der New York Times, hatte über Twitter auf die Tatsache aufmerksam gemacht, dass die Videoplattform Vine auch zur Verbreitung von Pornos verwendet wird. Die Inhalte sind über entsprechende Hashtags leicht zu finden, schrieb Bilton über den Kurznachrichtendienst. Entsprechend schnell verbreitete sich die Information im Web.

Die Geschäftsbedingungen der iOS-App Vine verbieten die Veröffentlichung von Nacktbildern oder Pornografie nicht wortwörtlich, was einige Anwender dazu verleitete, entsprechende Kurzvideos über Twitters Video-App zu verbreiten.

Gegenüber der Website Techcrunch machte ein Twitter-Sprecher jedoch klar, dass Anwender anstößiges Material melden können. Derartige Videos würden entweder gelöscht oder gekennzeichnet und ließen sich dann erst nach der Bestätigung eines Warnhinweises ansehen.

Doch Vine droht von ganz anderer Seite Gefahr. Apple verstand bislang wenig Spaß, wenn iOS-Apps den Zugriff auf anstößiges Material ermöglichten. Apple hatte kürzlich die Bilder-App 500px aus dem App Store geworfen, weil damit auch Nacktbilder abrufbar sind, wie das Unternehmen gegenüber der Nachrichtenwebsite The Verge mitteilte.

Das gleiche Schicksal könnte auch Vine drohen, schätzt die Nachrichtenwebsite. Gleichzeitig gerät Apple in ein Dilemma. Das Unternehmen pflegt eine enge Beziehung mit Twitter und hat den Kurznachrichtendienst nativ in iOS eingebunden. Ein Rauswurf des neuen Twitter-Dienstes würde dessen kurzfristiges Aus bedeuten, da es derzeit nur eine iOS-Variante davon gibt.

Vollständig verhindern kann Apple den Zugriff auf Pornos über seine iOS-Geräte auch jetzt schon nicht. Schließlich können Browser wie Safari, aber auch die davon abgeleiteten iOS-Apps wie Chrome ungefiltert auf Webinhalte zugreifen. Auch über Twitter werden Links zum Download eindeutiger Inhalte verbreitet.

Die Video-Sharing-App Viddy wurde zeitweilig aus dem iTunes App Store verbannt, weil darüber anstößige Inhalte verbreitet wurden. Über Viddy können ähnlich wie bei Vine kurze Videos veröffentlicht werden, die 15 Sekunden Länge nicht überschreiten dürfen. Mittlerweile ist Viddy aber wieder erhältlich. Zahlreiche Warnungen vor "Erwachseneninhalten" zieren seitdem den iTunes-Eintrag der App.

Twitter hatte den Videodienst Vine erst am 24. Januar 2013 gestartet.


TheWesleyCrushers 29. Jan 2013

Na wenn die Brüste richtig scharf sind, sind die auch gefährlich. Herzinfarkt und so...

debattierer 29. Jan 2013

Apple schmeißt Safari raus, weil dadurch Pornoseiten angeschaut werden könn(t)en. Das ist...

martinboett 29. Jan 2013

auch wenn es wohl witzig gemeint ist, müsste sie safari eigentlich auch rausschmeißen :D...

SaSi 28. Jan 2013

aua, das tut doch weh?

elgooG 28. Jan 2013

6 Sekunden...und das im Internet. Das ist als würde man auf einem 3000 Euro Gamer-PC nur...

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