TV-Kabelnetz Kabel Deutschland verliert Klage im Einspeisestreit mit WDR

Der Streit um die Einspeisung von ARD und ZDF bei Kabel Deutschland spitzt sich zu. Eine aktuelle Entscheidung hilft dem WDR, doch Kabel Deutschland will weiter klagen, hat bereits Programme gestrichen und Bandbreite reduziert.

Anzeige

Kabel Deutschland muss im Einspeisestreit mit dem Westdeutschen Rundfunk (WDR) vor Gericht eine Niederlage hinnehmen. Das gab der WDR bekannt. Das Landgericht Köln wies nach der Darstellung des Senders am 14. März 2013 eine Klage gegen den WDR "als größtenteils unzulässig und unbegründet" ab (AZ: 31 O 466/12). Kabel Deutschland könne nicht gegen die einzelne Rundfunkanstalt WDR klagen, da der Vertrag mit allen ARD-Anstalten gemeinsam geschlossen worden sei.

Die Kündigung des Vertrags sei wirksam und ein Missbrauch der Marktmacht liege nicht vor, so das Gericht. Kabel Deutschland hatte angekündigt, in dem Rechtstreit gegebenenfalls in die Revision zu gehen. Der TV-Kabelnetzbetreiber hat das Urteil bislang nicht kommentiert.

ARD und ZDF hatten im vergangenen Jahr ihre Verträge zur Weiterverbreitung ihrer Fernsehsender durch Kabel Deutschland und Unitymedia gekündigt. Zuvor überwiesen die Öffentlich-Rechtlichen den Kabelkonzernen rund 60 Millionen Euro an Einspeisungsentgelten. Gegen die Kündigung wehren sich die Kabelkonzerne, die gesetzlich verpflichtet sind, die Sender der öffentlich-rechtlichen Anstalten zu verbreiten. Anbieter wie die Deutsche Telekom mit Entertain verlangen keine Einspeisungsentgelte, während die Anstalten für die Verbreitung über Satellit und DVB-T zahlen.

Nach der Entscheidung von ARD und ZDF strich Kabel Deutschland ab dem 8. Januar 2013 einige Dritte Programme der beiden Anstalten aus seinem Kabelnetz. Zudem wurde die Bandbreite, die für die Sender zur Verfügung steht, reduziert.

Als "ebenso unnötig wie unverständlich" hatte NDR-Intendant Lutz Marmor die Verschlechterung des Angebots durch Kabel Deutschland bezeichnet. "Hier sollen die Zuschauer ohne Not in einen Rechtsstreit hineingezogen werden."


Sputnik 03. Apr 2013

Naja, die Gernetagesschauseher zahlen dafür ja an die Öffentlich Rechtlichen. Dass die...

Schiwi 18. Mär 2013

Wenn man Kabelfernsehen haben möchte, dann ja. Zumindest in vielen Teilen Deutschlands...

fratze123 18. Mär 2013

Möglicherweise ja für ihre Spartenkanäle, aber nie und nimmer für die "normalen...

fratze123 18. Mär 2013

Schwachsinn.

KillerJiller 17. Mär 2013

Man muss das mal in Relation sehen: die DVB-T Verbreitung kostet rund 270 Mio... für...

Kommentieren




Anzeige
  1. Projektleiter (m/w)
    Outcome Unternehmensberatung GmbH, Köln
  2. Web Analyst (m/w)
    Hans Soldan GmbH, Essen
  3. Softwareentwickler (m/w) Echtzeit-Betriebssystem für NC-Steuerungen
    DR. JOHANNES HEIDENHAIN GmbH, Traunreut
  4. Softwareentwickler .NET (m/w)
    Nobilia Werke J. Stickling GmbH & Co., Verl

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Streaming-Video

    Appwork wehrt sich gegen Verbot von JDownloader-Funktion

  2. Kim Dotcom

    Alle Megaupload-Daten beim Hoster Leaseweb gelöscht

  3. Prism-Skandal

    Edward Snowden will Asyl in Island

  4. ICS

    Kaspersky will sicheres eigenes OS für Industrieanlagen

  5. Neuland Internet

    Merkel macht sich zum Gespött der Netzgemeinde

  6. Satoru Iwata

    Nintendo schließt Preissenkung für Wii U aus

  7. Video

    John McAfee ruft zum Deinstallieren der McAfee-Software auf

  8. Merkel zu Prism

    "Das Internet ist für uns alle Neuland"

  9. Flutkatastrophe

    Ein Spendenkonzert, die Gema und das Prinzip

  10. Load Impact

    Lasttests ganz einfach



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Edward Snowden: NSA-Hacker verursachen weltweit Systemabstürze
Edward Snowden
NSA-Hacker verursachen weltweit Systemabstürze

Der NSA-Whistleblower spricht über die tägliche Praxis der US-Geheimdienste und die Folgen für die Angegriffenen. Er bekräftigte, dass er von seinem NSA-Rechner aus an die elektronischen Kommunikationsdaten von jedem kommen konnte.

  1. Ex-US-Vizepräsident Cheney verdächtigt Edward Snowden der Spionage für China
  2. NSA Geheimdienste lassen sich Sicherheitslücken liefern
  3. TAO US-Geheimdienst NSA spioniert China seit 15 Jahren aus

Xbox One: "Microsofts Geschäftspolitik gefährdet Xbox-Geschäft"
Xbox One
"Microsofts Geschäftspolitik gefährdet Xbox-Geschäft"

Die Kritik an der Xbox One sei mehr als das Gegrummel enttäuschter Fans, sondern gefährde einen von Microsofts wichtigsten Geschäftsbereichen, schreibt ein Marktforscher. Dass die Lage tatsächlich ernst sein könnte, zeigt eine Umfrage von Amazon.com.

  1. We are Watching You Widerstand gegen Kinect-Überwachung in den USA
  2. Xbox One Anonymer Microsoft-Entwickler verteidigt DRM
  3. Video-Interview Cevat Yerli über Römer, Ryse und Xbox-One-Technik

Sharp: Hocheffiziente Solarzelle mit 44 Prozent Wirkungsgrad
Sharp
Hocheffiziente Solarzelle mit 44 Prozent Wirkungsgrad

Sharp hat eine Solarzelle mit einem Wirkungsgrad von 44,4 Prozent entwickelt. Dafür wird eine dreischichtige Stapelsolarzelle mit einer Linse eingesetzt. Das Sonnenlicht wird auf die Zelle fokussiert.

  1. Solar Impulse Solarflugzeug fliegt nach Dallas
  2. Solar Impulse Solarflugzeug startet zur USA-Tour
  3. Sonnenenergie Spezielle Solaranlage liefert Strom und Wasser

Zum Artikel