Aus dem früheren Sortiment von Weltbild.de
Aus dem früheren Sortiment von Weltbild.de (Bild: Verlag Blue Panther Books)

Trotz Schlampeninternat Weltbild.de wird doch nicht verkauft

Wegen 2.500 erotischer Buchtitel im Onlineshop wollte die katholische Kirche den Weltbild-Verlag verkaufen. Der Papst empörte sich persönlich. Jetzt wird doch nicht verkauft.

Anzeige

Die Verlagsgruppe Weltbild wird nicht verkauft, sondern von der katholischen Kirche in anderer Rechtsform weitergeführt. Laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sind sich die Gesellschafter, zwölf katholische Bistümer, der Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) und die Soldatenseelsorge Berlin, am 27. Juni 2012 darüber einig geworden, die Anteile an der Verlagsgruppe auf eine noch zu gründende kirchliche Stiftung öffentlichen Rechts zu übertragen. Das Augsburger Medienunternehmen gehört zu 100 Prozent der katholischen Kirche.

Die Gewinne des Unternehmens würden in "gemeinnützige, kulturelle und kirchliche Zwecke" gehen. Grund für die Verkaufsankündigung waren Erotiktitel im Sortiment des Unternehmens. So wurden im Onlineshop Weltbild.de erotische Romane des Verlags Blue Panther Books wie "Schlampen-Internat" und "Anwaltshure" angeboten. 2.500 Sextitel sollen laut Buchreport über den Onlineshop bestellbar gewesen sein.

Der Aufsichtsrat des Medien- und Versandunternehmens, das mit 1,6 Milliarden Euro Umsatz, rund 6.400 Arbeitsplätzen und mehr als drei Millionen Kunden zu den größten seiner Art in Europa zählt, wurde am Mittwoch über die Entscheidung in Kenntnis gesetzt, dass nicht verkauft wird.

Mit dem Beschluss hätten die Bischöfe ihren Beschluss vom vergangenen November endgültig aufgegeben, die Verlagsgruppe zu verkaufen, so die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Die deutsche Bischofskonferenz begründete den Verkauf im Jahr 2011: "Es ist der Geschäftsführung nicht gelungen, die internetgestützte Verbreitung sowie die Produktion von Medien, die den ideellen Zielen der Gesellschafter widersprechen, im eigenen Bereich beziehungsweise im Bereich der Unternehmensbeteiligungen hinreichend zu unterbinden." Papst Benedikt XVI. nahm auch darauf Bezug, als er erklärte, es sei an der Zeit, Prostitution und die "Verbreitung von Material erotischen oder pornografischen Inhalts, gerade auch über das Internet, energisch einzuschränken", so das christliche Medienmagazin Pro.


lisgoem8 02. Jul 2012

Hintergrund Ich könnte ja mal erzählen was man so in den inoffiziellen Geschichtsbüchern...

azeu 01. Jul 2012

Jesus stieg vom Himmel und schmiss den Papst aus dem Vatikan.

azeu 01. Jul 2012

das scheint ja auch der Sinn einer geistlichen Institution zu sein, das Anhäufen von...

Youssarian 01. Jul 2012

Wenn Du "siamesische Zwillinge" schriebest, wäre es sogar "syntactically correct". ;-)

Youssarian 01. Jul 2012

Dein Wort in Gottes Ohr!

Kommentieren


Handelskraft - Das E-Commerce und Social-Commerce-Blog / 29. Jun 2012

Um Himmels Willen – Weltbild Verlagsgruppe wird doch nicht verkauft



Anzeige

  1. Oracle Datenbank & Infrastruktur Consultant (m/w)
    über 3C - Career Consulting Company GmbH, München, Freiburg, Stuttgart oder Düsseldorf
  2. SAP-Programmierer (m/w)
    Klingelnberg GmbH, Hückeswagen (Großraum Köln)
  3. SAP-Basis-Administrator (m/w)
    Neoperl GmbH, Müllheim (zwischen Freiburg und Basel)
  4. Softwareentwickler/-in
    Robert Bosch GmbH, Abstatt

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Bewegungsprofile

    Dobrindt wegen "Verkehrs-Vorratsdatenspeicherung" kritisiert

  2. Anonymisierung

    Facebook ist im Tor-Netzwerk erreichbar

  3. Spielekonsole

    Neuer 20-nm-Chip für sparsamere Xbox One ist fertig

  4. Günther Oettinger

    EU-Digitalkommissar will Urheberrechtssteuer für alle

  5. Ruhemodus

    Noch ein Bug in Firmware 2.0 der Playstation 4

  6. VDSL2-Nachfolgestandard

    Telekom-Konkurrenten starten G.fast-Praxistest

  7. Ego-Shooter

    Bethesda hat Prey 2 eingestellt

  8. Keine Bußgelder

    Sicherheitslücken bleiben ohne Strafen

  9. Kinox.to

    GVU will Bitshare und Freakshare offline nehmen lassen

  10. Bungie

    Destiny und der Gesundheitsbalken



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



iPad Air 2 im Test: Toll, aber kein Muss
iPad Air 2 im Test
Toll, aber kein Muss
  1. Tablet Apple verdient am iPad Air 2 weniger als am Vorgänger
  2. iFixit iPad Air 2 - wehe, wenn es kaputtgeht
  3. iPad Air 2 Benchmark Apples A8X überrascht mit drei Prozessor-Kernen

Test Civilization Beyond Earth: Die Zukunftsrunde mit der Schuldenfalle
Test Civilization Beyond Earth
Die Zukunftsrunde mit der Schuldenfalle
  1. Civ Beyond Earth Benchmark Schneller, ohne Mikroruckler und geringere Latenz mit Mantle
  2. Take 2 34 Millionen GTA 5 ausgeliefert

Aquabook 3: Das wassergekühlte Gaming-Notebook
Aquabook 3
Das wassergekühlte Gaming-Notebook
  1. Nepton 120XL und 240M Cooler Master macht Wasserkühlungen leiser
  2. DCMM 2014 Wenn PC-Gehäuse zu Kunstwerken werden

    •  / 
    Zum Artikel