Eine Frage der Steuerung

Anzeige

Weidemann fragt, was Ouya denn für den Kunden ändere und ob sie unbedingt gebraucht werde - um die Frage dann selbst zu beantworten: "Nicht viel, was ich in einem Android-Handy nicht auch finde. Die einzigen Vorteile sind der größere Screen und eine längere Batterielebensdauer. Und dann ist selbst eine Wii besser."

Außerdem gebe es im Gameplay erhebliche Unterschiede zwischen am Fernseher anschließbaren Konsolen und Handys. Man könne Spiele nicht einfach so portieren. Weidemann: "Erfolgreich sind die Spiele, die auf eine Plattform getuned sind, um geil zu sein. Portieren von Android auf TV wird also nicht der Bringer."

Michael Mrozek hat Erfahrung damit, was es heißt, Android-Spiele auf einem Spielehandheld ohne Touchscreen zu spielen. "Viele Spiele unterstützen nur Touchscreen-Steuerung, obwohl sie mit einem DPad deutlich besser steuerbar wären", so Mrozek. Mit der Gamekeyboard-App ließen sich zwar viele Touchscreen-Spiele auf physikalische Controller umrouten, was auch beim Xperia Play und der Pandora bei vielen Spielen richtig gut funktioniere. Das erfordere aber pro Spiel ein wenig Basteln.

"Wenn in Zukunft mehr Android-Geräte mit Joypads daherkommen, werden hoffentlich auch mehr Spiele dieses direkt unterstützen. Vielleicht sieht man dann sogar mal direkt in Google Play, wenn ein Spiel Spielsteuerungen unterstützt", hofft Mrozek. Bevor das eintrete, sei die Ouya-Konsole "nur" ein solides Gerät für Android-Spiele, aber kein Gamechanger. "Denn das Basteln mit einer App wie Gamekeyboard, um Touchscreen-Spiele mit DPad spielen zu können, wird auch hier vorerst bleiben." Das muss jedoch nicht so gravierend sein, wie Mrozek vermutet, denn der Ouya-Controller wird mit einem kleinen Touchscreen bestückt sein - ob später auch Smartphones und Tablets zur Steuerung der Konsole herangezogen werden können, gab Ouya-Chefin Julie Uhrmann auf Nachfrage von Golem.de noch nicht an. Derzeit konzentriere man sich auf den eigenen Controller.

Henne-Ei-Problem

Damit Ouya ein Gamechanger werden kann, müssten Publisher laut Mrozek extra für das System entwickeln. Und dafür müsste Ouya "richtig groß" werden. Wie Ouya das schaffen will, fragt sich aber Marc Hehmeyer. "Ohne großes Investment in Marketing und ein solides Line-up an guten Titeln wird sich die Konsole wohl kaum verkaufen", so der Fishlabs-CTO, offenbar mit Blick auf den Vertrieb nach Kickstarter.

Auf die Frage, ob Fishlabs denn für Ouya seine Android-Apps wie Galaxy on Fire 2 anpassen würde, antwortete Hehmeyer: "Ohne Garantiezahlungen des Herstellers ergibt das für uns keinen Sinn. Als First Mover hat man das Problem, dass nicht genug Geräte auf dem Markt sind, um ordentlich Geld zu verdienen. Weiterhin sehe ich den Distributions- beziehungsweise Monetarisierungskanal noch als Baustelle an. Hier wird man sehen, wie sich der Entwickler der Konsole das vorstellt."

Das Free-To-Play-Modell höre sich natürlich erst einmal sehr benutzerfreundlich an, da man Spiele eben schnell ausprobieren und für schnelleren Spielfortschritt oder andere Dinge im Spiel bezahlen kann. "Für dieses Geschäftsmodell braucht man aber viele Spieler, weil nur ein kleiner Teil bereit ist, ingame zu bezahlen. Aber genau hier liegt das Henne-Ei-Problem einer neuen Konsole. Keine guten Spiele, keine Konsolenkäufer. Keine Konsolen, keine Entwickler, die gute Spiele dafür liefern", so Hehmeyer weiter.

 Schrott und SchwarzkopienGrafikbeschleunigung mit Schwächen 

SSD 20. Jul 2012

Mag sein, dass es nicht realistisch ist, aber ist das denn überhaupt notwendig, um...

laZee 19. Jul 2012

Sagt OUYA doch selbst, warum: Weil es für (Indie-)Entwickler heutzutage schwer bis...

janpath 18. Jul 2012

[...] Na und? So gut wie jeder Supercomputer nutzt auch Linux und bei denen wird das...

spiderbit 16. Jul 2012

Ja war jetzt eher auf die gesamten Antworten gemüntzt die Bemerkungen, einer hat mich...

Muhaha 16. Jul 2012

Nein, haben sie nicht. Auf dem PC wurde im genau gleichen Ausmaß Verhältnis kopiert und...

Kommentieren




Anzeige
  1. Software Development Engineer, Testing Specialist (m/w) Enterprise Search
    Microsoft Deutschland GmbH, Munich
  2. Projekt-Qualitätsmanager (m/w)
    Continental AG, Nürnberg (Reisebereitschaft)
  3. Linux / UNIX-Spezialist (m/w)
    SPIRIT/21, deutschlandweit
  4. IT-Systemadministrator/in IT System Analyst (m/w)
    DE-STA-CO, Oberursel bei Frankfurt

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Xbox One

    Handel muss Gebrauchtspiele de-registrieren

  2. Lenovo

    "Wir können uns jede Übernahme leisten"

  3. Bundesdatenschützer

    Jobcenter sollen nicht bei Facebook recherchieren

  4. Navigation

    Google Maps erhält Routenplanung per Fahrrad

  5. Test Call of Juarez Gunslinger

    Hör-Spiel im Wilden Westen

  6. Fonic All-Net Flat

    Telefon-, SMS- und Datenflatrate für 25 Euro

  7. Drosselung

    Die Mär vom teuren Traffic oder wie viel kostet ein GByte?

  8. Telekom

    Bundestagspetition gegen Drosselung erreicht 50.000

  9. E-Ink

    Das E-Paper errötet

  10. Security

    WLAN-Suche als Einfallstor bei Android und iOS



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Blackberry Z10 im Langzeittest: Tausche Android gegen Blackberry
Blackberry Z10 im Langzeittest
Tausche Android gegen Blackberry

Mit dem Z10 versucht Blackberry ein Comeback im Smartphone-Markt. Auch Android-Anwendungen lassen sich auf dem Gerät installieren. Golem.de-Autor Tobias Költzsch hat zwei Wochen lang sein Galaxy S3 gegen das Z10 getauscht und im Langzeittest überprüft, wie schwer ein Umstieg ist.

  1. Smartphones Blackberry Q5 im Juli, Blackberry 10.1 wird verteilt
  2. Mobilfunk Fast drei Viertel der Smartphones laufen mit Android
  3. Blackberry-Chef "In fünf Jahren gibt es keine Tablets mehr"

Need for Speed Rivals: Verfolgungsjagden zwischen Cops und Rasern
Need for Speed Rivals
Verfolgungsjagden zwischen Cops und Rasern

Eine offene Spielumgebung, sehr schnelle Autos und spannende Verfolgungsjagden kündigt EA für Need for Speed Rivals an. Das Rennspiel auf Basis der Frostbite-3-Engine erscheint auch für die Next-Gen-Konsole.


Surface Pro im Test: Microsofts Tablet überzeugt als Notebook
Surface Pro im Test
Microsofts Tablet überzeugt als Notebook

Ein bisschen dicker, ein bisschen schwerer und dafür viel schneller: Das ist Microsofts Surface Pro im Vergleich zum Surface RT. Wir haben das Windows-8-Gerät auf seine Stärken hin untersucht und stellen fest, dass auch Microsoft Probleme mit einem kleinen Full-HD-Display hat.

  1. Microsoft Verkauf des Surface Pro startet am 31. Mai
  2. XPS 10 und Surface Deutliche Preissenkungen bei Windows-RT-Tablets
  3. Neue Firmware Update macht das Surface RT lauter

Zum Artikel