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Tricopter: steht schräg in der Luft
Tricopter: steht schräg in der Luft (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Tricopter: Saarbrücker Drohne fliegt mit drei Rotoren

Tricopter: steht schräg in der Luft
Tricopter: steht schräg in der Luft (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Forscher aus Saarbrücken haben eine Drohne mit drei Rotoren konstruiert. Sie stabil in der Luft zu halten, erfordert einige Kniffe. Der Flug mit drei Rotoren bietet aber auch einige praktische Vorteile.

Unbemannte Hubschrauber haben im Normalfall eine gerade Anzahl von Rotoren. Forscher der Universität des Saarlandes in Saarbrücken haben eine Drohne entwickelt, die mit drei Rotoren auskommt.

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Die gerade Rotorzahl hat einen Grund: Eine Hälfte der Rotoren dreht in eine, die andere Hälfte in die entgegengesetzte Richtung. Das verhindert, dass sich die Drohne um die eigene Achse dreht. Ein Hubschrauber hat dafür einen senkrecht stehenden Heckrotor. Bei einem Tricopter drehen jedoch zwangsläufig zwei Rotoren in eine und nur einer in die entgegengesetzte Richtung. Um die Rotation um die eigene Vertikalachse zu verhindern, mussten sich die Saarbrücker etwas einfallen lassen: Jeder Rotor ist um die Achse, auf der er sitzt, schwenkbar.

Praxisnahe Forschung

Über das Schwenken der Rotoren und zusätzlich über das Variieren der Drehzahl der Motoren wird der Tricopter stabil in der Luft gehalten. Ein Mensch könne das mit einer Fernbedienung jedoch nicht leisten, sagt Lothar Kiltz von der in Saarbrücken ansässigen Universität im Gespräch mit Golem.de. Die Forscher vom Lehrstuhl für Systemtheorie und Regelungstechnik mussten deshalb ein Bordsystem entwickeln, das die Steuerung übernimmt. Eine Herausforderung für Regelungstechniker um Joachim Rudolph - und für die Studenten ein Projekt für praxisnahe Forschung.

  • Der Tricopter auf der Hannover Messe 2013 (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Detailansicht der Drohne: Die Rotoren sind schwenkbar.  (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Tricopter im Flug (Foto: Oliver Dietze/Universität des Saarlandes)
Der Tricopter auf der Hannover Messe 2013 (Foto: Werner Pluta/Golem.de)

Das Bordsystem, das aus einem Mikrocontroller und verschiedenen Sensoren besteht, überwacht die Lage und das Flugverhalten des Tricopters sowie die Daten von den Motoren. Gerät das Fluggerät ins Schlingern oder führt andere ungeplante Manöver durch, greift das System ein und steuert dagegen.

Fliegen ohne Kippen

Das Fliegen mit drei Rotoren habe einige Vorteile, da es Manöver ermögliche, die ein Quadrocopter nicht durchführen könne, erklärt Kiltz: Ein Quadrocopter etwa müsse, um horizontal fliegen zu können, erst gekippt werden. Der Tricopter hingegen schwenke einfach die Rotoren und müsse deshalb seine Lage beim waagerechten Fliegen nicht verändern. Deshalb eigne sich ein Tricopter sehr gut als Kameradrohne: Der Kamerawinkel bleibe gleich, egal ob die Drohne fliege oder in der Luft stehe. Außerdem könne der Tricopter schräg in der Luft stehen und er könne schnell gieren, also sich um die eigene Vertikalachse drehen.

Die Saarbrücker Forscher stellen ihren 75 Zentimeter großen und 1,1 Kilogramm schweren Tricopter auf der Hannover Messe (Halle 2, Stand C 40) vor. Die Messe geht am heutigen Freitag zu Ende.


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DY 15. Apr 2013

uns zu überwachen. Bargeldverbot wird auch noch kommen. Da gab es doch diese Luftgewehre....

scr1tch 15. Apr 2013

Genau. Bringt nichts wenn du einen Copter mit 8 Rotoren hast, einer ausfällt und die...

WolfgangS 14. Apr 2013

Nein. Gerade das gibt es schon bei Fertigmodellen...

lhazfarg 13. Apr 2013

http://www.youtube.com/watch?v=e6K4NXoq-Qk Flug startet bei 46 Minuten

dörkje 13. Apr 2013

Von wann sind denn die Aufnahmen ? Wohl kaum aus diesem Jahr.....



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