Treffsicher Roboterhand aus Kaffeepulver lernt werfen

Eine Roboterhand, die aus einem pulvergefüllten Ballon besteht, kann sehr treffsicher Bälle, Pfeile und andere Gegenstände werfen. Dass die Hand werfen kann, wurde zufällig entdeckt.

Anzeige

Vor etwa anderthalb Jahren haben US-Wissenschaftler eine Roboterhand aus einem Luftballon konstruiert. Jetzt haben sie dem Roboter das Werfen beigebracht. Der Greifer ist eine einfache, aber effektive Konstruktion: Er besteht aus einem Ballon, der mit Kaffeepulver oder einem anderen Pulver gefüllt wird. Um einen Gegenstand zu fassen, drückt der Roboter den Greifer dagegen. Der Ballon legt sich um das Objekt und passt sich dessen Form an. Dann wird die Luft aus dem Ballon gepumpt. So wird der Griff um das Objekt fest und der Roboter kann es anheben. Wird die Luft wieder in den Ballon hineingelassen, löst sich der Griff.

Jetzt haben die Forscher von der Cornell-Universität in Ithaca im US-Bundesstaat New York und der Universität von Chicago herausgefunden, dass der Greifer auch werfen kann: Wird Luft mit einem Stoß in den Ballon gepumpt, schleudert der Greifer das Objekt, das er gerade hält, weg. Mit erstaunlicher Treffsicherheit versenkt er dabei kleine Basketbälle in Körben oder trifft mit Wurfpfeilen ins Schwarze.

Manueller Reset

Dass der Greifer so gut werfen kann, entdeckten die Wissenschaftler durch Zufall: Nach mehrfachem Greifen tendiert das Pulver zum Verklumpen. Es behält die Form, die es zuletzt hatte. Ein Reset ist nötig. Zunächst hätten sie diese Resets manuell durchgeführt, indem sie den Ballon geschüttelt, geknetet oder massiert hätten, schreiben die Wissenschaftler in einem Aufsatz, der im Fachmagazin IEEE Transactions on Robotics erscheinen soll.

Dann sei ihnen aufgefallen, dass der Greifer einfacher zu resetten ist, wenn sie einen Luftstoß hineinschießen. Dadurch wird der Greifer stoßartig geöffnet, das zusammengepresste Pulver wieder zerbröselt. Gleichzeitig, so stellten sie fest, kann der Greifer auf diese Art Gegenstände über eine beträchtliche Entfernung werfen. Diese Fähigkeit könne als "neue Methode dienen, um den Arbeitsbereich von Robotern zu erweitern und Aufgaben zu erledigen, etwa in einer Fabrik Objekte in Behälter sortieren oder daheim den Müll entsorgen".


__destruct() 17. Feb 2012

Im Vergleich zu anderen Serien sind die noch richtig super. Höre dir doch mal HIMYM auf...

erma 16. Feb 2012

spätestens wenn der kaffee ausgeht, gehts dem kleinem roboter an den kragen ...

Affenkind 16. Feb 2012

Tschuldigung. :^)

Kommentieren




Anzeige
  1. Mitarbeiter B2B Service (m/w) International Polen
    Trusted Shops GmbH, Köln
  2. Truck Architekt (m/w)
    Continental AG, Villingen-Schwenningen
  3. Webentwickler / Webentwicklerin
    FIZ CHEMIE Berlin GmbH, Berlin
  4. Software-Entwickler/in (Java oder PHP)
    iVentureCapital.com GmbH, Hamburg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Blackberry

    RIM plant Massenentlassungen

  2. Libreoffice

    "Wir wollen Nutzer in die ODF-Welt ziehen"

  3. Renesas

    Chiphersteller will ein Drittel der Beschäftigten loswerden

  4. Browser

    Kauft Facebook Opera?

  5. Samsung Galaxy S3

    Siri braucht sich nicht zu fürchten


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 173 | letzter Beitrag 27.05. 23:42

  2. Kommentare: 94 | letzter Beitrag 26.05. 19:45

  3. Kommentare: 83 | letzter Beitrag 02:00 Uhr

  4. Kommentare: 71 | letzter Beitrag 27.05. 22:20

  5. Kommentare: 66 | letzter Beitrag 02:26 Uhr

Mehr


  1. Renesas

    Chiphersteller will ein Drittel der Beschäftigten loswerden

  2. Blackberry

    RIM plant Massenentlassungen

  3. Browser

    Kauft Facebook Opera?

  4. Datenschutz

    Neue EU-Regeln zu Cookies treten in Kraft

  5. Libreoffice

    "Wir wollen Nutzer in die ODF-Welt ziehen"

  6. Golem.de guckt

    Freundesmassen

  7. SpaceX

    Dockingmanöver an der ISS abgeschlossen

  8. iOS

    Untethered Jailbreak für iOS 5.1.1 erschienen

  9. CSU-Vizechefin

    Aussagen zur Internetsucht sind absurd

  10. Schmerzlos

    MIT-Forscher entwickeln Injektor mit Lorentzkraft-Antrieb



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Energy Harvesting: Strom aus dem Teelicht
Energy Harvesting
Strom aus dem Teelicht

T-Pod ist ein kleines Kraftwerk für unterwegs. Betrieben mit einer kleinen Kerze, erzeugt das Gerät Strom für eine Leselampe oder das Laden des Smartphone-Akkus.

  1. Energy Harvesting Viren in der Schuhsohle liefern Strom fürs Smartphone
  2. Saubere Energie In New York kommt Strom bald aus der Wasserleitung

F2, F8, F12: Windows 8 startet zu schnell
F2, F8, F12
Windows 8 startet zu schnell

Windows 8 kann auf entsprechender Hardware in weniger als 8 Sekunden booten. Dabei bleibt zu wenig Zeit, um den Bootvorgang zum Sprung ins Bios, ins UEFI-Menü oder in die Startauswahl von Windows zu unterbrechen.

  1. Dice Einige Frostbite-2-Spiele nur mit 64-Bit-Betriebssystem
  2. Windows RT Windows-Tablet-Lizenz soll angeblich 100 US-Dollar kosten
  3. Windows 8 Release Preview Microsoft verbessert Multi-Monitor-Unterstützung

Kim Dotcom: "Gebt mir meine Rechner zurück!"
Kim Dotcom
"Gebt mir meine Rechner zurück!"

Kim Schmitz will Zugriff auf seine 135 Computer und Festplatten, die die neuseeländischen Behörden im Januar 2012 beschlagnahmt haben. Das FBI halte das Material von der Justiz in Neuseeland zurück, um seine Verteidigung im Fall Megaupload zu erschweren, sagt er.

  1. Megaupload Kim Dotcom darf wieder das Internet benutzen
  2. Nach Megaupload Mediafire und weitere Filehoster im Fokus der Filmindustrie
  3. Megaupload Kim Schmitz muss mit monatlich 37.000 Euro zurechtkommen

Zum Artikel