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Biohacker Tim Cannon experimentiert mit Implantaten.
Biohacker Tim Cannon experimentiert mit Implantaten. (Bild: Grindhouse Wetware)

Vom Kompass im Körper zur Unsterblichkeit

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Es sind die Idealvorstellungen der Transhumanisten wie Ray Kurzweil: eine neue Phase der menschlichen Evolution, mit dem Ziel der Unsterblichkeit.

Der Mensch habe derzeit nicht die geeignete Hardware, um die Probleme zu lösen, die er selbst verursacht hat, sagt Cannon. Er müsse die Natur überwinden, andernfalls drohe er auszusterben. Wenn es darum geht, diese Probleme genau zu definieren, weicht Cannon allerdings aus. Man könnte ihn als Anhänger des "Solutionismus" bezeichnen. Der Netzphilosoph Evgeny Morozov hat diesen Begriff geprägt. Er bezeichnet den Drang, die großen, komplexen Probleme der Menschheit als lösbar anzusehen, wenn man nur den richtigen Algorithmus, die richtige Technik dazu verwendet.

Man kann Cannon auch als Spinner, Träumer oder - wohlwollender - als Visionär bezeichnen. Die Theorie ist aber auch nicht seine eigentliche Stärke. Cannon macht einfach. "Die Technik ist doch vorhanden", sagt er. Die Menschen hätten nur Angst, ihre Haut aufzumachen, sie hielten ihren Körper für sakrosankt. "Klar brauchen wir eine Debatte, brauchen wir einen ethischen Rahmen - aber das ist nicht mein Job. Das sollen Menschen mit Abschlüssen in Philosophie tun. Ich habe genug im Labor zu tun."

In den nächsten Monaten und Jahren will er unter anderem Cochlea-Implantate hacken und an einem Projekt mit dem Namen North Star arbeiten. Das soll ein sternförmiges Implantat für den Handrücken werden, das auf Druck von außen reagiert und aufleuchtet, wenn die Hand nach Norden zeigt.

Zunächst aber soll das Circadia zur Marktreife gebracht werden. Cannon sagt, die Killer-Applikation dafür wäre ein Stressmessgerät. Wenn das Implantat dem Träger melden könnte, dass er gerade gestresst ist und sich entspannen sollte, würden sich dafür genug Käufer finden. Cannon arbeitet noch als Programmierer, um über die Runden zu kommen. "Vielleicht können wir Grindhouse Wetware aber schon sehr bald hauptberuflich betreiben", sagt er. Es gebe einen möglichen Investor, der ihm und seinen Mitstreitern das nötige Startkapital zur Verfügung stellen könnte.

Angst vor Schmerzen hat er übrigens ebenso wenig wie vor Datenschutzproblemen oder der Sicherheit seiner Implantate vor Hackern. Er sagt: "Ich laden jeden von euch ein, das Circadia-Implantat zu hacken und meinen Arm nach Belieben aufleuchten zu lassen, um mir zu zeigen, dass ich es sicherer machen muss."

 Transhumanismus: Der Hacker, der die Biologie überwinden will

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redwolf 25. Nov 2013

Machen wir uns das Feuer nicht zu nutze, es wird uns verbrennen. Man könnte auf die Idee...

GodsBoss 18. Okt 2013

Zu deinem eigenen Besten hoffe ich, dass du es diesmal konsequenter durchziehst. :-)

crmsnrzl 17. Okt 2013

Sobald man das Hirn auslesen kann, besteht die Gefahr dann auch ^^

LordSiesta 16. Okt 2013

Fingerabdrücke sind als Identifizierungsmerkmal vollkommen ungeeignet, weil man sie...



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