CCH soll bei Cookie-Behandlung helfen.
CCH soll bei Cookie-Behandlung helfen. (Bild: Katrin Morenz/CC BY-SA 2.0)

Tracking Mozilla setzt auf das Cookie Clearinghouse

Das von Aleecia McDonald gegründete Cookie Clearinghouse (CCH) soll Mozillas Problem mit Tracking-Cookies lösen, nachdem das weitgehende Blockieren von Third-Party-Cookies verschoben werden musste.

Anzeige

Mozilla will die Nutzer seines Browsers Firefox besser vor Tracking schützen und dazu Third-Party-Cookies weitgehend blockieren. Der dafür vorgesehene Ansatz, Third-Party-Cookies nur noch von Domains zuzulassen, die der Nutzer zuvor besucht hat, führt aber bei manchen Webseiten zu Problemen. Auch Third-Party-Cookies werden blockiert, die eigentlich nicht blockiert werden sollten. Das geschieht beispielsweise dann, wenn ein Websitebetreiber Inhalte auf ein CDN unter anderer Domain auslagert. Denn auch von diesen Servern gesetzte Cookies werden dann als Third-Party-Cookies blockiert, schließlich besucht kaum ein Nutzer direkt die eigentliche CDN-Domain. Die Nutzung eines anderen Domainnamens kann aber die Ladezeiten einer Webseite verkürzen, was sicherlich im Sinne des Nutzers ist.

Zum anderen aber blockiert der Ansatz so manches Tracking-Cookie nicht, da die Cookies auf den Seiten nicht blockiert werden, die der Nutzer besucht. Dabei kann das System nicht unterscheiden, ob der Nutzer dem Anbieter vertraut und ihm das Tracking erlauben will oder die Seite nur versehentlich einmalig besucht hat.

Abhilfe soll nun das Cookie Clearinghouse (CCH) schaffen, das Aleecia McDonald vom Center for Internet and Society der Stanford-Universität gegründet hat. Es soll Listen mit Cookies zur Verfügung stellen, die zugelassen oder blockiert werden sollten. Noch arbeitet McDonald aber an den dafür notwendigen Kriterien. Dabei geht das CCH von einigen Grundannahmen aus: So sollen sich Browser wie Apples Safari verhalten und Cookies von Seiten, die ein Nutzer besucht, zugelassen und von Seiten, die ein Nutzer nicht besucht, blockiert werden. Zudem sollen Opt-Out-Cookies von Werbenetzen erlaubt werden, und auch Cookies, die Nutzer gezielt setzen, sollen durch die Listen nicht blockiert werden. Denkbar ist auch, dass Cookies von Domains zugelassen werden, die sich dazu verpflichten, sich entsprechend dem Do-Not-Track-Header zu verhalten.

Basierend auf diesen Grundannahmen sollen dann Black- und Whitelists erstellt werden, die ungewollte Cookies, die nach diesen Annahmen zugelassen werden, blockieren und Cookies, die nach diesen Regeln blockiert werden, aber eigentlich im Sinne des Nutzers sind, zulassen.

Betreiber von Webseiten und Nutzern sollen über ein Formular die Aufnahme in die Listen beantragen können. Die Anträge sollen dann von CCH geprüft und gegebenenfalls umgesetzt werden.

Mozilla will die Listen des CCH künftig nutzen. Es wird aber noch eine Weile dauern, bis sie einsatzbereit sind. Bis dahin werde Mozilla nicht auf die neuen Cookie-Regeln umstellen, schreibt Mozillas Technikchef Brendan Eich. Firefox Aurora wird aber weiterhin nach den neuen Cookie-Regeln arbeiten.

Die Listen sollen vom Browser gecacht werden, so wie es heute mit dem Safe-Browsing schon der Fall ist.


Martin F. 20. Jun 2013

Eigentlich vermeidet man es doch, Cookies für CDN-Domains zu setzen, da damit die Header...

Akkarin 20. Jun 2013

Das würde wahrscheinlich nicht funktionieren, da die Anbieter damit das gesamte System...

lala1 20. Jun 2013

Das wage ich zu bezweifeln

Kommentieren


GÖNNER / 20. Jun 2013

Third Party Cookie ohne Third Party



Anzeige

  1. Team Lead/IT Manager Group Governance Applications (m/w)
    Bombardier Transportation, Berlin
  2. Implementation Consultant (m/w)
    Dennemeyer, Howald (Luxembourg)
  3. Software-Entwickler (m/w) C++ / Java
    S. Siedle & Söhne, Furtwangen bei Villingen-Schwenningen/Freiburg im Breisgau
  4. IT-Projektleiter/-in für SAP SD und MS Dynamics CRM
    ZF Friedrichshafen AG, Friedrichshafen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Nick Hayek

    Swatch-Chef hat keine Angst vor der Apple Watch

  2. Hdmyboy

    HDMI-Ausgang für den ersten grauen Gameboy

  3. Merkel-Handy

    NSA-Ausschuss kritisiert Stopp von Ermittlungen

  4. Unitymedia

    Liberty Global schafft Marke KabelBW ab

  5. NSA-Ausschuss

    BND trickst bei Auslandsüberwachung in Deutschland

  6. IT-Anwalt

    "Facebook geht bei neuen AGB illegal vor"

  7. Erbgut

    DNA überlebt Ausflug ins All

  8. Windows-Nachbau

    ReactOS bekommt neuen Explorer

  9. Bundesgerichtshof

    Kopierschutzmaßnamen für Konsolen sind zulässig

  10. Linshof i8

    Achteck-Smartphone mit Übertaktung und Turbo-Speicher



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Panasonic Lumix DMC-LX100 im Test: Kamera zum Begeistern und zum Verzweifeln
Panasonic Lumix DMC-LX100 im Test
Kamera zum Begeistern und zum Verzweifeln
  1. Systemkamera Sony Alpha 7 II mit 5-Achsen-Bildstabilisierung
  2. Canon PowerShot G7 X im Test Canons Konkurrenz zu Sonys 1-Zoll-Kamera
  3. Interne Dokumente Neuer Sony-Sensor könnte Kameras kraftvoller machen

Crowdfunding für Games: Der Goldrausch auf Kickstarter ist vorbei
Crowdfunding für Games
Der Goldrausch auf Kickstarter ist vorbei
  1. Pono Neil Youngs Highres-Player kommt auch ohne Kickstarter
  2. The Flame in the Flood Reise am prozedural generierten Fluss
  3. Jolt Schnurloses Laden für die Gopro

Zbox Pico im Test: Der Taschenrechner, der fast alles kann
Zbox Pico im Test
Der Taschenrechner, der fast alles kann

    •  / 
    Zum Artikel