Touchdown Curiosity ist auf dem Mars gelandet

Curiosity ist sicher auf dem Mars gelandet. Der Rover hat die ersten Bilder zur Erde gefunkt.

Anzeige

Um 7.33 Uhr fallen die zwei Worte: "Touchdown confirmed" - und Jubel bricht im Kontrollzentrum der Nasa aus. Der Marsrover Curiosity ist sicher auf dem Mars gelandet. "Absolut unglaublich. Es hätte nicht besser gehen können", kommentiert Nasa-Chef Charles Bolden.

Schöne Nachmittagssonne

Wenige Minuten später der nächste Jubel: "Wir haben das erste Bild": der Horizont mit einer "schönen Nachmittagssonne". Kurz darauf sendet Curiosity das erste hochaufgelöste Bild. Darauf ist ein Rad des Rovers zu sehen - eine sichtbare Bestätigung, dass die Landung offensichtlich planmäßig verlaufen ist.

"Es hätte nicht besser gehen können", kommentierte Nasa-Chef Charles Bolden. US-Präsident Barack Obama gratulierte der Nasa per Twitter: "Heute Abend haben die USA auf dem Mars Geschichte geschrieben."

Groß wie ein Kleinwagen

Es war die komplizierteste Landung, die die Nasa je durchgeführt hat: Wegen seiner Größe und seines Gewichts konnte der Rover nicht einfach an einem Fallschirm landen: Curiosity ist 3,1 Meter lang und 2,7 Meter breit, er wiegt 900 Kilogramm, was in etwa der Größe und dem Gewicht eines Kleinwagens entspricht. Ein Fallschirm hätte das Fahrzeug in der dünnen Marsatmosphäre nicht genug abbremsen können.

Der Fallschirm wurde deshalb abgeworfen, Bremsraketen der Abstiegsstufe reduzierten die Geschwindigkeit weiter. Die Abstiegsstufe, eine Art raketenangetriebener Kran, hat Curiosity dann auf dem Marsboden abgesetzt.

Planmäßige Landung

Die Landung sei "bemerkenswert gut" und "sehr planmäßig" verlaufen, erklärte Adam Steltzner, Leiter des EDL-Teams, auf der Pressekonferenz der Nasa zur Landung. Das EDL-Team hat den Eintritt und die Landung (Entry, Descent, and Landing, EDL) von Curiosity geplant. Curiosity sei in einem "netten, flachen Platz" im Marskrater Gale gelandet. "Kurz gesagt: Es hat sehr sauber ausgesehen", sagte Steltzner.

Gefragt, ob er denn seine Tochter, die in wenigen Wochen auf die Welt kommt, Curiosity nennen werde, antwortete der Nasa-Ingenieur, Neugierde sei die wichtigste menschliche Eigenschaft. Seine Tochter werde aber einen anderen Namen bekommen.

Rollendes Marslabor

Das Mars Science Laboratory (MSL), wie Curiosity offiziell heißt, ist ein Rover mit sechs Rädern. Curiosity hat einen 2,1 Meter langen Roboterarm, mit dem er auf dem Marsboden Proben nehmen wird. Er verfügt über zehn wissenschaftliche Instrumente, um diese zu untersuchen. An einem Mast oben auf dem Rover sind mehrere Kameras befestigt. Sie befinden sich gut zwei Meter über dem Boden und ermöglichen so einen Überblick. Als Energiequelle für das mobile Marslabor dient eine Radionuklidbatterie, die die Wärme, die beim Zerfall von Plutonium-238 entsteht, in elektrische Energie wandelt.

Wichtigste Aufgabe von Curiosity ist herauszufinden, ob auf dem Mars einmal Bedingungen herrschten, die die Entwicklung von Leben ermöglichten und ob es noch Hinweise auf diese Bedingungen und Organismen gibt. Schließlich soll der Rover auch Wasser aufspüren. Die mit 2,5 Milliarden US-Dollar teuerste Marsmission ist auf ein Marsjahr, das sind 687 Erdtage, ausgelegt.


teenriot 08. Aug 2012

Stimmt, es ist eine Militärdiktatur, aber keine sozialistische. das ist per Definition...

Endwickler 07. Aug 2012

Als zweites kam gleich das hier: http://t3.gstatic.com/images?q=tbn...

samy 06. Aug 2012

Hier in dem alten Buch stand schon alles über den Mars und Marmenschen..... Lesenswert...

peacemaker 06. Aug 2012

Aber offenes W-LAN! http://www.ruthe.de/index.php?pic=2019

teenriot 06. Aug 2012

Noch Gravierender ist mMn das geistige Mienenfeld in Form von Patenten, Lizenzen und co...

Kommentieren


News & Magazin : naanoo.com / 06. Aug 2012

Video: Curiosity landet auf dem Mars



Anzeige
  1. Projektleiter Daten- und Prozessstandardisierung (m/w)
    WALTER AG, Tübingen
  2. Produktmanager (m/w)
    DFS Deutsche Flugsicherung GmbH Unternehmenszentrale, Langen
  3. Mobile Backend Developer (m/w)
    insparx GmbH, Munich
  4. Ingenieur Elektrotechnik / Informationstechniker (m/w)
    IT Solutions GmbH, Frankfurt am Main

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Need for Speed Rivals

    Verfolgungsjagden zwischen Cops und Rasern

  2. Digitimes

    Windows-8-Tablets sollen 8 Prozent des Marktes erreichen

  3. Doc Patch

    Das Grundgesetz wird Open Data

  4. Bibliotheca Augusta

    Bibliothek stellt Buchscans unter Creative-Commons-Lizenz

  5. 802.11ac

    Erster Chipsatz für WLAN mit 1,7 GBit/s

  6. Windenergie

    Google kauft Hersteller von Windkraftwerken

  7. Amazon

    App-Shop für Android als Browser-Version gestartet

  8. Atari

    Rollercoaster Tycoon ab 3,5 Millionen US-Dollar im Angebot

  9. Legale Privatkopien

    "EU-Vorschlag würde freies Kopieren erlauben"

  10. Ausprobiert

    Das neue Google Maps ist beeindruckend schnell



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Steve Wilhite: Ehrung für den Erfinder des "Jif"-Formates
Steve Wilhite
Ehrung für den Erfinder des "Jif"-Formates

Steve Wilhite, früherer Mitarbeiter von Compuserve, hat einen Webby Award für die Entwicklung des Grafikformates Gif erhalten. Aus diesem Anlass hat der Erfinder noch einmal auf der korrekten Aussprache beharrt.

  1. Adobe Photoshop Express jetzt auch für Windows 8
  2. World Press Photo Award Wie viel Photoshop verträgt ein Reportagebild?
  3. Animation Motion-Capture-Verfahren ohne Marker

Microsoft: Viren kommen wieder
Microsoft
Viren kommen wieder

Echte Computerviren gibt es in Industrieländern kaum noch. Wer umgangssprachlich von Viren spricht, meint Trojaner, Adware oder Würmer. Doch Microsoft sieht sie vor dem Comeback - in Regionen mit schlechter Internet- und Patch-Versorgung.

  1. Domainrecht Schweizer Switch schaltet Domain wegen Malware ab
  2. Android 32 infizierte Apps aus dem Play Store entfernt
  3. Malware Der Rechner als Bitcoin-Generator

Android: Updates für Google Drive und Chrome
Android
Updates für Google Drive und Chrome

Google hat die Android-Apps Drive und Chrome aktualisiert. Die Google-Drive-App im aktualisierten Erscheinungsbild bringt eine Bildvorschau, eine Scanfunktion und eine Downloadmöglichkeit. Chrome bringt einen Vollbildmodus und eine Verlaufsfunktion innerhalb eines Browsertabs.

  1. Google Ein Cloud-Speicher für alle Dienste
  2. Microsoft Office Web Apps führen Echtzeitzusammenarbeit ein
  3. Extension Office-Dateien direkt in Chrome betrachten

Zum Artikel