"Total falsch" Steve Wozniak findet erste jOBS-Filmszene peinlich

Apple-Mitgründer Steve Wozniak hat harsche Kritik an der ersten veröffentlichten Szene aus dem Film jOBS geäußert. Hollywoods Steve-Jobs-Biografie verdrehe Tatsachen und zeige die Persönlichkeiten nicht richtig.

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Steve Jobs redet in einer Tiefgarage energisch auf Steve Wozniak ein, versucht ihm zu verdeutlichen, wie wichtig Computer sind und welche Freiheit grafische Bedienungsoberflächen bedeuten. Diese Filmszene mit Ashton Kutcher als Jobs und Josh Gad als Wozniak wirkt eindringlich. Schlecht gespielt ist sie auch nicht - nur ist sie laut dem echten Steve Wozniak frei erfunden und stellt die Charaktere falsch dar.

Im Forum von Gizmodo und einer E-Mail an das Blog, das ihn um seine Meinung zu der ersten veröffentlichten Filmszene aus der Hollywood-Filmbiografie jOBS befragte, erklärte Wozniak, sie sei nicht annähernd korrekt: "Wir hatten nicht annähernd solche Interaktionen und Rollen... Ich bin nicht einmal sicher, worauf es anspielt... Die Persönlichkeiten sind sehr falsch, obwohl meine näher dran ist...".

Mit Computern die Welt verändern

Ihm selbst sei der Wert der selbst gebauten Computer klar gewesen, die eine Demokratisierung von Technologie darstellten, so Wozniak. Man dürfe nicht vergessen, dass er durch die Ideale des Homebrew Computer Club und die Gedanken über den Wert solcher Geräte beeinflusst gewesen sei. "Steve J. hat den Club nicht besucht und so war er derjenige, der von solchen sozialen Auswirkungen auf die Zukunft lernte."

Solche Ideen hätten Wozniak selbst inspiriert und sie seien im Homebrew Computer Club breit diskutiert werden. "Steve kam zurück aus Oregon und zu einem Clubtreffen und hat nicht über die großen sozialen Auswirkungen gesprochen. Seine Idee war es, ein 20-Dollar-PC-Board zu bauen und es für 40 US-Dollar zu verkaufen, um den Menschen im Club dabei zu helfen, den Computer zu bauen, den ich verschenkte."

Geschäftstüchtiger Jobs

Steve habe immer einen Weg gefunden, um das schnelle Geld mit Wozniaks Designs zu machen, schrieb der Apple-Mitgründer. Zu diesem Zeitpunkt sei es bereits das fünfte Mal gewesen. Entsprechend sieht Wozniak weder Jobs noch sich in der Filmszene gut getroffen: "Ich habe nie wie ein Profi ausgesehen. Wir waren beide Kinder. Unsere Beziehung war so viel anders als das, was [im Film] gezeigt wird."

Wozniak sagte, er finde die Szene peinlich, "aber wenn der Film spaßig und unterhaltsam wird, umso besser". Wer seine Sicht der Vergangenheit sehen wolle, könne seine eigene Biografie iWoz lesen.

Die Steve-Jobs-Biografie jOBS von Five Star Feature Films wird erstmals am Abend des 25. Januar 2013 in voller Länge zu sehen sein - auf dem Sundance Film Festival in den USA. Regulär kommt der Film am 19. April 2013 in die US-Kinos. Ein Starttermin für Deutschland wurde offenbar noch nicht angekündigt.


Kernschmelze 18. Apr 2013

Er hatte ja die Chance bei dem Film zu helfen und jetzt hinterher mit dem Finger drauf...

Hawkster 01. Feb 2013

Also ob er eine Fehlbesetzung ist, ist schwer zu sagen. Es gab für mich nur zwei Sachen...

ramboni 29. Jan 2013

+1 Auf das es immer so bleiben wird. Denn ohne ">User<" habe wir keinen "Job" höhö...

xbeo 28. Jan 2013

Klar ist Woz ein Genie, aber hätte Woz ohne Jobs die Computer-Maus aus Xerox' Keller...

berritorre 28. Jan 2013

Gut gebildet vielleicht (und das eigentlich noch nicht mal wirklich zu unrecht, kommt...

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