Toshibas Embedded SRAM Viel längere Standby-Zeit für mobile Geräte

Wenn ein Smartphone oder Tablet nicht viel zu tun hat, benötigt es trotzdem Energie. Ein Verbraucher ist SRAM, der ständig versorgt werden muss. Das geht aber viel sparsamer, meint Toshiba.

Anzeige

Auf der Konferenz ISSCC hat Toshiba eine neue Energieversorgung für SRAM vorgestellt. Dieser statische Hauptspeicher, der als Embedded SRAM auch in den SoCs von Tablets und Smartphones verwendet wird, ist anders aufgebaut als das dynamische DRAM auf den Speichermodulen von PCs. Der Inhalt von SRAM-Zellen - und damit die Information - bleibt nur erhalten, wenn ständig eine Spannung anliegt. DRAMs erhalten ihre Daten kurze Zeit selbst und benötigen einen kleinen Stromstoß, den Refresh, damit das so bleibt.

Unter anderem, weil SRAM nicht von Refreshzyklen abhängig ist, arbeitet der Speicher aber viel schneller als DRAM. Ein Lesen oder Schreiben ist jederzeit möglich, daher wird der Speichertyp beispielsweise auch für die Caches von Prozessoren verbaut. Als Embedded SRAM kann er zusätzlich voll unter der Kontrolle eines SoCs mit sehr kurzen und daher sparsamen Anbindungen stehen.

Diese Steuerung des Speichercontrollers hat Toshiba nun verfeinert. Abhängig von der Umgebungstemperatur wird dabei die Energieversorgung des SRAMs mit zwei neuen Komponenten reguliert. Diese Elemente sind ein "bit line power calculator" (BLPC) und ein "digitally controllable retention circuit" (DCRC). Der BLPC misst aus den Zugriffsmustern, wie viel Energie die Bitlines - ein Teil der Datenleitungen einer SRAM-Zelle - als Nächstes benötigen können. Dadurch wird der DCRC gesteuert, er regelt die letztendliche Stromversorgung, und zwar nur mit so viel Energie, wie die Zellen wirklich benötigen.

Toshiba zufolge ergeben sich so bei Raumtemperatur Einsparungen von 27 Prozent, wenn das Gerät verwendet wird, und 85 Prozent im Standby-Modus. Das bezieht sich aber nur auf den Energiebedarf des SRAMs, nicht des gesamten Geräts. Vor allem bei Verwendung mit einfachen Aufgaben wie der Datensynchronisierung oder dem Abspielen von MP3-Stücken soll die Technik aber weitere Vorteile bieten, weil das SRAM hier ständig verwendet wird. Die Prozessorkerne laufen dabei ohnehin schon mit sehr geringem Takt.

Bei dem auf der ISSCC vorgestellten SRAM-Baustein handelt es sich um einen Prototyp. Wann die Technik serienreif ist und ob sie auch für andere Chiphersteller lizenziert wird, gab Toshiba noch nicht bekannt.


Martin F. 25. Feb 2013

Eine Spannung hatte ich vorausgesetzt. Ich finde es nur zunächst, sagen wir...

Kommentieren



Anzeige

  1. Release- und Projekt-Manager mobile - international (m/w)
    PAYBACK GmbH, München
  2. Web-Entwickler (m/w)
    NEXUS Netsoft, Langenfeld
  3. Business Intelligence Analyst Logistik (m/w)
    Home Shopping Europe GmbH, Ismaning (Raum München)
  4. IT-Projektleiter/in
    Landeshauptstadt München, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Taxi-App

    Uber will trotz Verbot in weitere deutsche Städte

  2. First-Person-Walker

    Wie viel Gameplay braucht ein Spiel?

  3. Finanzierungsrunde

    Startup Airbnb ist zehn Milliarden US-Dollar wert

  4. Spähaffäre

    Snowden erklärt seine Frage an Putin

  5. CSA-Verträge

    Microsoft senkt Preise für Support von Windows XP

  6. Test Wyse Cloud Connect

    Dells mobiles Büro

  7. Globalfoundries-Kooperation mit Samsung

    AMDs Konsolengeschäft kompensiert schwache CPU-Sparte

  8. Verband

    "Uber-Verbot ruiniert Ruf der Startup-Stadt Berlin"

  9. Kabel Deutschland

    2.000 Haushalte zwei Tage von Kabelschaden betroffen

  10. Cridex-Trojaner

    Hamburger Senat bestätigt großen Schaden durch Malware



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Robotik: Humanoide lassen sich mit dem Gehirn steuern
Robotik
Humanoide lassen sich mit dem Gehirn steuern

Der Roboter Geminoid soll bald nur durch Gedanken bewegt werden. Aber bei den Experimenten im Labor von Hiroshi Ishiguro geht es um mehr: Ishiguro will zeigen, dass Brain-Computer-Interfaces besser funktionieren, wenn das gesteuerte Objekt humanoid ist.

  1. Human Robots Roboter, menschengleich

Radeon R9 295X2 im Test: AMDs Wassermonster für 1.000-Watt-Netzteile
Radeon R9 295X2 im Test
AMDs Wassermonster für 1.000-Watt-Netzteile

Hybridkühlung, 50 Ampere auf der 12-Volt-Schiene - AMDs neue Dual-GPU-Grafikkarte ist ein kompromissloses Monster. In gut ausgestatteten High-End-PCs läuft sie dennoch problemlos und recht leise, und das so schnell, dass auch 4K-Auflösung mit allen Details spielbar wird.

  1. Schenker XMG P724 17-Zoll-Notebook mit Grafikleistung einer GTX 780 Ti
  2. Eurocom M4 13,3-Zoll-Notebook mit 3.200 x 1.800 Pixeln und i7-4940MX
  3. Nvidia Maxwell Geforce GTX 750 und GTX 750 Ti im Februar

Samsung Galaxy Note Pro 12.2 im Test: Groß, schwer, aber praktisch
Samsung Galaxy Note Pro 12.2 im Test
Groß, schwer, aber praktisch

Mit Stiftbedienung, viel Leistung und großem Display ist das Samsung Galaxy Note Pro 12.2 vor allem für den Business-Alltag entwickelt worden. Doch auch für Schüler und Studenten kann das Tablet interessant sein.

  1. Apple vs. Samsung 102 US-Dollar für die Autokorrektur
  2. Smartphones Die seltsame Demo des 30-Sekunden-Ladegeräts
  3. Apple vs. Samsung Apples Furcht vor großen Bildschirmen

    •  / 
    Zum Artikel