Tonablagerungen Gab es doch kein flüssiges Wasser auf dem Mars?

Bisher galt der Ton auf dem Mars als Beweis dafür, dass es dort früher flüssiges Wasser gab. Französische Wissenschaftler glauben aber, dass er nicht von Gewässern stammt, sondern vulkanischen Ursprungs sein könnte.

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Eine Aufgabe des Marsrovers Curiosity ist, nach Zeichen von ehemaligem Leben auf dem Mars zu suchen. Die Suche könnte allerdings vergeblich sein: Der Ton auf dem Mars, der früher als Anzeichen dafür galt, dass es auf dem Mars Wasser in flüssigem Zustand gab, könnte vulkanischen Ursprungs sein, mutmaßen Wissenschaftler.

Die Lehmablagerungen, die auf dem Mars gefunden wurden, waren als Hinweis darauf gedeutet worden, dass es dort Gewässer gegeben habe. Das wiederum würde bedeuten, dass es auf dem Planeten einmal deutlich wärmer als heute war. Das soll in der Noachischen Periode gewesen sein, die vor 4,2 Milliarden Jahren begann und vor 3,5 Milliarden Jahren endete.

Zu kalt für flüssiges Wasser

Heutzutage ist es auf dem Mars zu kalt, als dass Wasser in flüssigem Zustand vorkommt. Derzeit schwanke die Lufttemperatur an einem normalen Marstag zwischen minus 2 und minus 75 Grad Celsius, meldete der Marsrover Curiosity kürzlich. Wasser im flüssigem Zustand gilt als notwendige Bedingung für das Vorhandensein von Leben, wie wir es kennen.

Eine Forschergruppe um Alain Meunier von der Universität Poitiers in Frankreich hat die These aufgestellt, dass der Lehm nicht aquatischen, sondern vulkanischen Ursprungs sein könnte. "Hier zeigen wir, dass sich eisen- und magnesiumhaltiger Ton alternativ auch durch direkte Ausfällung aus Flüssigkeiten, die von wasserreicher Magma übriggeblieben sind, bilden kann", schreiben die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Nature Geoscience.

Die Forscher haben auf dem Mururoa-Atoll in Französisch-Polynesien Ton untersucht, der auf diese Weise entstanden ist. Sie verglichen Ergebnisse mit denen der Sonde Mars Reconnaissance Orbiter (MRO), die um den Mars kreist. MSR hatte den Ton aus der marsianischen Noachischen Periode mit einem Spektrometer untersucht. Die Messergebnisse vom Ton vom Mururoa-Atoll, der von der wasserhaltigen Lava stammt, ähnelten denen, die der MSR vom Ton auf dem Mars aufgenommen habe, resümieren die Forscher.

Nicht so freundlich wie angenommen

Sollte sich diese These als wahr erweisen, dann hätten auf dem Mars wohl doch keine so lebensfreundlichen Bedingungen geherrscht wie bisher angenommen, schreibt Brian Hynek, Geologe an der Universität des US-Bundesstaates Colorado in Boulder, in einem Begleitkommentar zu dem Artikel in Nature Geoscience. Hynek war an Meuniers Arbeit nicht beteiligt.

Aufschluss darüber können aber nur Messungen vor Ort geben. Derzeit sind mit Curiosity und Opportunity zwar zwei Rover auf dem Mars unterwegs. Meuniers Kollege Bethany Ehlmann vom California Institute of Technology in Pasadena bezweifelt aber, dass der Krater Gale, in dem Curiosity vor gut einem Monat gelandet ist, der richtige Ort dafür ist. Wolle man ihre Hypothese testen, müsse man das wohl anderswo machen, sagte Ehlmann dem britischen Wissenschaftsmagazin New Scientist.


swissmess 12. Sep 2012

Mondstein? ? d.h auf dem Mond gibt es flüssig Wasser? Edit: Wie kann man etwas löschen?

swissmess 12. Sep 2012

Ich gebe dir absolut recht, (wahrscheinlich) nicht dies nur der Medienwirksamkeit wegen...

Paykz0r 11. Sep 2012

Das wäre totaler Schwachsinn. Im Kuiper-Gürtel gibt es zahlreiche masse-arme Objekte...

feierabend 11. Sep 2012

Es geht doch nicht darum, das Leben an sich zu vernichten. Selbstverständlich wird es...

digestif 11. Sep 2012

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie solche Schichten entstehen können. Flüssiges Wasser...

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