Tomorrownow: SAP zahlt Oracle 306 Millionen US-Dollar
Oracle-Chef Larry Ellison (Bild: Susana Bates / Reuters)

Tomorrownow SAP zahlt Oracle 306 Millionen US-Dollar

Oracle und SAP haben sich außergerichtlich auf eine Schadensersatzsumme von 306 Millionen US-Dollar geeinigt, die SAP Oracle wegen Urheberrechtsverletzungen zahlen wird.

Anzeige

In dem von der ehemaligen SAP-Tochter Tomorrownow ausgelösten Streit um Urheberrechtsverletzungen haben sich Oracle und SAP nun außergerichtlich auf eine Schadensersatzsumme geeinigt. Demnach zahlt SAP mindestens 426 Millionen US-Dollar an Oracle, 310 Millionen US-Dollar Schadensersatz zuzüglich Oracles Kosten für Rechtsanwälte.

SAP hatte 2005 den Spezialisten für Wartungs- und Supportdienstleistungen für Peoplesoft- und JDE-Produkte Oracles übernommen. Tomorrownow-Beschäftigte sollen Zugangsdaten von Oracle-Kunden genutzt haben, um tausende Softwareprodukte und andere vertrauliche Dokumente von Oracles Servern herunterzuladen.

SAP räumte 2007 "unangemessene Downloads" durch Tomorrownow ein, auch wenn der Supportdienstleister berechtigt gewesen sei, sich im Auftrag seiner Kunden Material von Oracle zu holen.

Oracle hatte daraufhin SAP verklagt und im ersten Prozess 2010 noch 1,7 Milliarden US-Dollar zuzüglich 16,5 Millionen US-Dollar Zinsen zugesagt bekommen. Gegen die verhängte Geldstrafe legte SAP Berufung ein. Richterin Phyllis Hamilton im kalifornischen Oakland beschloss, das Bußgeld sei "stark übertrieben" und legte die Strafe Anfang 2011 auf 272 Millionen US-Dollar fest.

Oracle war das zu wenig und es ging seinerseits gegen die Entscheidung in Berufung. Nun haben sich die beiden Streitparteien nach jahrelangem Rechtsstreit außergerichtlich geeinigt. Die Einigung muss nun aber noch vom Gericht bestätigt werden.


maerler 03. Aug 2012

Für die Anwälte auf jeden Fall...

Kommentieren



Anzeige

  1. Informatikerin / Informatiker oder Wirtschaftsinformatikerin / Wirtschaftsinformatiker
    Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Bamberg
  2. IT-Spezialist (m/w) Analytik / Labor
    Phytolab GmbH & Co. KG, Vestenbergsgreuth (Großraum Nürnberg)
  3. Call Center Coordinator (m/w)
    di support GmbH, Eschborn
  4. Projektleiter (m/w) Project Management Office
    Siemens AG, Erlangen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Android

    HTCs neues Desire-Smartphone für LTE-Einsteiger

  2. Kobo Aura H2O

    Ein E-Book-Reader für Bad und Strand

  3. Taxi-App

    Uber darf in Hamburg vorerst weiterfahren

  4. Android Wear

    Asus bringt Zenwatch zur Ifa

  5. iWatch

    Apple plant angeblich Wearable zum 9. September

  6. Wartungspanne

    Totalausfall bei Time Warners Internetzugängen

  7. AGB

    Amazon.de verschlechtert Bedingungen für Kreditkarte

  8. Rockstar Games

    GTA 5 wird zu groß für 12-GByte-Playstation

  9. Nach 36 Jahren

    Bundesdatenschutz wird unabhängige Behörde

  10. Lumina

    PC-BSD zeigt Fortschritte des eigenen Desktops



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



IPv6: Der holprige Weg zu neuen IP-Adressen
IPv6
Der holprige Weg zu neuen IP-Adressen
  1. Containerverwaltung Docker 1.2 erlaubt Regelung von Containerneustarts
  2. Stellenanzeige Facebook will Linux-Netzwerkstack wie in FreeBSD
  3. Für Azure Microsoft gehen US-IPv4-Adressen aus

Formel E: Motorsport zum Zuhören
Formel E
Motorsport zum Zuhören

Raspberry B+ im Test: Sparsamer Nachfolger für mehr Bastelspaß
Raspberry B+ im Test
Sparsamer Nachfolger für mehr Bastelspaß
  1. Erweiterungsplatinen Der Raspberry Pi bekommt Hüte
  2. Odroid W Raspberry Pi-Klon für Fortgeschrittene
  3. Eric Anholt Langsamer Fortschritt bei Raspberry-Pi-Grafiktreiber

    •  / 
    Zum Artikel