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Künstliches Ohr: Länge und Breite minimal verändert
Künstliches Ohr: Länge und Breite minimal verändert (Bild: Thomas Cervantes/Royal Society)

Tissue Engineering Forscher züchten künstliches Ohr

US-Forschern ist nach eigenen Angaben ein wichtiger Erfolg beim Tissue Engineering gelungen: Sie haben ein Ohr aus Tierzellen gezüchtet, das anders als die Vorgänger seine Form und Elastizität beibehält.

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US-Forscher haben ein künstliches Ohr aus tierischen Zellen hergestellt. Künftig könnten mit dieser Methode Ohrmuschelprothesen aus menschlichen Zellen hergestellt werden.

Die Wissenschaftler um Thomas Cervantes vom Massachusetts General Hospital in Boston haben die Ohrmuschel auf einem Drahtgerüst wachsen lassen. Sie fertigten zunächst eine Hohlform eines Ohrs sowie ein Gerüst aus Drähten aus einer Titanlegierung an. Zusammen mit Collagenzellen von Kühen und Knorpelzellen aus dem Ohr von Schafen kam das Gerüst zwei Wochen lang in die Hohlform.

Anschließend implantierten die Forscher das Ohr dann einer Ratte - sie setzten es dem felllosen Nager unter die Haut auf dem Rücken. Nach zwölf Wochen untersuchten sie das Ohr mit nichtinvasiven Methoden. Das habe nach drei Monaten weder seine Form noch die Elastizität des Knorpels verloren, sagte Cervantes der BBC.

Draht stabilisiert

Grund sei das Drahtgestell, schreiben sie in der Fachzeitschrift Journal of the Royal Society Interface. Ohne ein solches Gestell hätten die Ohren ihre Form nicht behalten. Mit dem Drahtgestell habe es sich nur leicht verändert, berichten sie: Länge und Breite hätten minimal variiert, und es sei etwas flacher geworden.

Die Wissenschaftler werten das Ergebnis als großen Erfolg. Ihnen sei ein wichtiger Schritt dahin gelungen, ein künstlich erzeugtes Ohr für klinische Tests vorzubereiten, sagte Cervantes. Bei einem echten Implantat würde das Ohr jedoch aus den Knorpelzellen des Patienten gezüchtet, dem es eingesetzt wird. Cervantes geht davon aus, in etwa fünf Jahren klinische Tests mit Menschen aufnehmen zu können.

Ratte mit Menschenohr

Mitarbeiter in Cervantes' Team war auch Joseph Vacanti, der 1997 damit Aufsehen erregte, dass er ein menschliches Ohr auf dem Rücken einer Ratte hatte wachsen lassen. Auch andere Forscher arbeiten daran, ein Ohr künstlich herzustellen.

Bei diesen Projekten geht es darum, eine Prothese zu erstellen, die eine missgebildete oder eine durch Unfall zerstörte Ohrmuschel ersetzen soll. Einen Schritt weiter ist Michael McAlpine gegangen: Er und sein Team haben in die Ohrmuschel eine Antenne aus Silber integriert. Ziel des Projekts der Forscher von der US-Universität in Princeton ist es, ein komplett funktionsfähiges Ohr künstlich herzustellen.


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Anonymer Nutzer 02. Aug 2013

Dito :D Leider hat es nur... keinen Arsch, ist also völlig nutzlos :( Btw. der thumbnail...

Phreeze 02. Aug 2013

Geiler Freitag heute ^^ +1

Phreeze 02. Aug 2013

Wenn die Ohrmuschel fehlt, nimmst du Geräusche aus der Umgebung falsch auf...

Prypjat 02. Aug 2013

Und dann der Polizei als Beweisstück A.



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