Tinkerforge: Neue Bausteine zum Stapeln
Zwei drahtlos verbundene Brick-Stapel mit Motor und Batterie (Bild: Tinkerforge)

Ein Bastelprojekt zu Weihnachten

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Tinkerforge hat Golem.de einige von den neuen Bausteinen zur Verfügung gestellt. Darunter musste ein Nikolaus-Geschenk leiden: ein preiswerter Teddy vom Discounter, der nach Druck auf eine Taste an der Tatze ein Weihnachtslied zum Besten gibt und dabei mit seiner Mütze wackelt.

Beim ersten Mal ist das noch lustig, danach wird es nervig. Was gibt es also Besseres, als das seinen Arbeitskollegen zuzumuten und den Singsang außerhalb der Hörreichweite unauffällig per Handy zu steuern?

Der technische Aufbau des Teddys ist relativ einfach: Es gibt einen recht primitiven Logikbaustein mit einem Speicherchip, der das Lied enthält. Wird ein Taster gedrückt, dann wird ein Signalstromkreis geschlossen und der Logikbaustein spielt die Musik über den eingebauten Lautsprecher ab und schickt Strom an die Bewegungselektronik der Mütze.

Für uns ausreichend ist es, den Taster durch einen ferngesteuerten Schalter zu ersetzen. Die Rolle des eigentlichen Schalters übernimmt ein Industrial Quad Relay Brick. Der enthält vier Relais, mit denen jeweils ein angeschlossener Stromkreis geschlossen oder geöffnet werden kann. Das Praktische an diesem Baustein ist, dass die Verbindung zwischen der Steuerungselektronik der Tinkerforge-Bausteine und dem zu schaltenden Stromkreis über einen Optokoppler hergestellt wird. Dadurch müssen wir uns wenig Gedanken um den zu schaltenden Stromkreis machen, da er die Bausteine nicht beeinflusst und normalerweise nicht beschädigen kann. Vorausgesetzt, die sonstigen Eckdaten werden eingehalten - der Industrial Quad Relay verträgt bis 30 V und 1,2 Ampere.

Für die Fernsteuerung wird der Brick an einen Stapel bestehend aus Masterbrick, der WiFi-Extension und der Stromversorgung angeschlossen. Das ist auch schon der ganze Bauaufwand.

Vor dem ersten Einsatz muss die WiFi-Extension einmalig per USB konfiguriert werden. Wir versetzen sie in den Access-Point-Modus mit statischer IP-Vergabe.

Ein einfaches Android-Programm ist mit dem Android-SDK und durch die Einbindung der Tinkerforge-Bibliothek für Java schnell erstellt und auf ein Smartphone aufgespielt. Vor dem ersten Test muss das Smartphone noch mit dem Netzwerk verbunden werden, dass die WiFi-Extension aufspannt. Ist das erledigt, steht den Weihnachtsgrüßen für die Kollegen nichts mehr entgegen.

Sicherheitshinweis: Die im Video gezeigte Methode, die Elektronik ohne ein Gehäuse in den Teddybär zu packen, ist wegen der möglichen Brandgefahr nicht für den Dauereinsatz geeignet. Die Elektronik erwärmt sich während der Nutzung, und aus dem Teddybärkörper kann die Wärme nur ungenügend abgeleitet werden. Im direkten Kontakt mit den heiß werdenden Bauelementen kann die Füllung beziehungsweise der Stoff schmelzen oder sich entzünden.

 Tinkerforge: Neue Bausteine zum Stapeln

am (golem.de) 18. Dez 2012

Den Begriff verwenden die Tinkerforge-Macher selbst, siehe zumBeispiel hier: https...

IT.Gnom 14. Dez 2012

Also bei mir punktet diese Darbietung gar nicht. Einzig der geringe Zeitaufwand der...

caso 14. Dez 2012

Klingt ja nach dem totalen Overkill, aber das ist ja auch nur ein Demo-Projekt.

mw (Golem.de) 14. Dez 2012

Es gibt nur einen Weg - den Unanständigen. ;))

silentburn 14. Dez 2012

die wäre in der ardrone von parrot bereits eingebaut. die Community darum hat sie sogar...

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