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Der Transport von Lithium-Ionen-Akkus in Passagierflugzeugen wird vorläufig verboten.
Der Transport von Lithium-Ionen-Akkus in Passagierflugzeugen wird vorläufig verboten. (Bild: Boeing)

Thermisches Durchgehen: Lithium-Akkus dürfen nicht mehr in die Luftfracht

Der Transport von Lithium-Ionen-Akkus in Passagierflugzeugen wird vorläufig verboten.
Der Transport von Lithium-Ionen-Akkus in Passagierflugzeugen wird vorläufig verboten. (Bild: Boeing)

Wegen erhöhter Brandgefahr dürfen Lithium-Ionen-Akkus nicht mehr per Luftfracht in Passagierflugzeugen transportiert werden. Im Gepäck von Reisenden und in Frachtflugzeugen sind sie weiterhin erlaubt.

Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation ICAO hat den gewerblichen Transport von Lithium-Ionen-Batterien in Passagierflugzeugen untersagt. Das Verbot trete zum 1. April dieses Jahres in Kraft und gelte zunächst bis 2018, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Begründet wird das Verbot mit einer erhöhten Brandgefahr durch die Akkus. Nicht davon betroffen sind die Akkus von Reisenden sowie der Transport mit reinen Frachtflugzeugen.

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Seit 2006 sollen mindestens drei Frachtflugzeuge durch die Brände von Lithium-Ionen-Akkus zerstört worden sein. Bei den Unfällen starben vier Piloten. Durch die Explosionen der Batterien könnten die Trennwände der Frachträume zerstört werden, was eine Löschung der Brände durch Halon-Gas verhindere. Das Verbot könnte daher wieder aufgehoben werden, wenn die Industrie einen feuerfesten Verpackungsstandard entwickelt. Weltweit sollen etwa 30 Prozent der hergestellten Lithium-Batterien per Luftfracht transportiert werden.

Längere Debatte in ICAO

Einem Bericht der Nachrichtenagentur AP zufolge wollten Pilotenverbände das Transportverbot auch auf Frachtflugzeuge ausdehnen. Ein entsprechender Vorstoß der weltweiten Pilotenvereinigung IFALPA sei jedoch abgelehnt worden. Ein von Reuters befragter Experte bezweifelt jedoch, ob das Verbot die Sicherheit von Passagierflugzeugen erhöht. Die Gefahr bestehe nun darin, dass die Transportfirmen die Fracht falsch deklarieren könnten.

Dem Verbot war eine längere Diskussion innerhalb der ICAO vorangegangen. Während im vergangenen Oktober mit der Stimme Deutschlands noch ein Verbot abgelehnt worden war, änderte sich im Dezember die Meinung. Ende Januar hatte sich dann eine ICAO-Kommission für einen Bann ausgesprochen, dem der ICAO-Rat am Dienstag zustimmte. Die Flugzeughersteller Boeing und Airbus unterstüzten ebenfalls das Verbot.

Verantwortlich für die Brände von Lithium-Ionen-Akkus ist das sogenannte thermische Durchgehen. Ein lokaler Kurzschluss interner Elektroden kann dazu führen, dass sich die nähere Umgebung der Schadstelle stark aufheizt. Dadurch können die umliegenden Bereiche ebenfalls beschädigt werden, so dass sich die im Akkumulator gespeicherte Energie in kurzer Zeit freisetzen kann.


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Dwalinn 24. Feb 2016

Ich glaube das ist auch nicht das Problem bei der Sache.

Captain 24. Feb 2016

Jeder ist ersetzbar...

Stimmy 24. Feb 2016

Sehe ich auch so, Lithium ist wohl auch in Zukunft das ideale Akku-Material: Liefert...



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