Abo
  • Services:
Anzeige
The Ocean Cleanup will den Plastikmüll aus den Meeren filtern.
The Ocean Cleanup will den Plastikmüll aus den Meeren filtern. (Bild: The Ocean Cleanup)

The Ocean Cleanup: Ein Müllfänger für die Meere

The Ocean Cleanup will den Plastikmüll aus den Meeren filtern.
The Ocean Cleanup will den Plastikmüll aus den Meeren filtern. (Bild: The Ocean Cleanup)

Es klingt utopisch: Ein junger Niederländer will kilometerlange Filter bauen, die den Plastikmüll aus den Meeren holen. Der Berliner Informatiker Tim Landgraf hat mit rund 100 Forschern die Machbarkeit geprüft - und hält das Vorhaben keineswegs für Spinnerei.

Anzeige

Das Problem des Plastikmülls in den Meeren beschäftigt Tim Landgraf schon lange. Bereits als Kind wollte er einen Roboterwal bauen, der das Plastik aus den Ozeanen holt. Mittlerweile ist er 34 und arbeitet als Informatiker an der Freien Universität (FU) Berlin. Im vergangenen Jahr konnte er sich an einem Vorhaben beteiligen, das das gleiche Ziel hat wie einst der Roboterwal, aber einen etwas erfolgversprechenderen Ansatz: The Ocean Cleanup.

Die Unterstützer des Projekts wollen die Meere vom Plastik befreien - und zwar mit einem Filter oder Abscheider, also einer Vorrichtung, die die an der Oberfläche schwimmenden Teile abfängt. Er soll im Meeresboden verankert werden, die Strömung soll die Plastikteile in den Filter spülen. Die Dimensionen wären enorm: Die Filter sollen mehrere Kilometer lang sein. Aber es geht ja auch um viel Müll.

Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) schätzte 2005, dass pro Jahr rund sechseinhalb Millionen Tonnen PET-Flaschen, Tüten, Kanister und anderes Plastik in die Meere abgeladen werden (PDF). Es treibt durch die Ozeane, wird zerkleinert, zersetzt sich und landet früher oder später in einem der globalen Meeresstrudel. Dort bildet es eine Art Müllinsel aus kleinen und kleinsten Plastikteilen.

Schlecht für Mensch und Tier

Die größte dieser Ansammlungen ist der Great Pacific Garbage Patch im Nordpazifik. Wie groß er genau ist, ist schwer zu sagen. Manche Fachleute vergleichen seine Fläche mit der von Texas, andere sagen, er sei doppelt so groß wie die USA. In jedem Fall ist er ein Problem. Für die Meerestiere, die die Teile schlucken und verenden. Oder verhungern, weil sie mehr Plastik als normale Nahrung zu sich nehmen. Oder sich schlechter fortpflanzen können, weil im Wasser freigesetzte Stoffe die Geschlechterverteilung in der Population verändern. Ein Problem ist er aber auch für die Menschen, die wiederum die Meerestiere essen.

Erfinder von The Ocean Cleanup ist Boyan Slat, ein 20 Jahre alter Student aus den Niederlanden. Seine Idee wird von einigen Experten belächelt, findet aber auch viele Unterstützer - wie eben Tim Landgraf. Die Natur ist seit der Roboterwal-Idee Landgrafs Thema geblieben. Als Leiter des Biorobotics-Labors am Institut für Informatik der FU beschäftigt er sich unter anderem mit Schwarmverhalten. Als er mitbekam, dass Slat eine Machbarkeitsstudie für sein Projekt plant, bot er seine - ehrenamtliche - Mithilfe an.

Insgesamt behandelten rund 100 Fachleute für die Studie ganz unterschiedliche Fragestellungen. Unter ihnen waren weitere Informatiker sowie Ozeanographen, Elektrotechniker, Ingenieure und Materialforscher.

Die optimale Position des Müllfängers 

eye home zur Startseite
Eheran 28. Apr 2015

Hast du den Link überhaupt gelesen? Peinlich sowas, wirklich.

lyom 25. Apr 2015

Nennt sich Peer Review, bei jeder Konferenz. Je nach Konferenz wird bei einem Peer...

der_wahre_hannes 22. Apr 2015

Wie groß soll denn der schwimmende Müllcontainer sein, den man da ins Wasser schmeißt?

cry88 22. Apr 2015

Verbrannt oder wiederverwertet. Leider ist das nicht bei allen Kommunen der Fall und zu...

Baron Münchhausen. 22. Apr 2015

Ja, das nennt sich Tagträumerei. Weniger Filme schauen. Habe den Müll versehentlich auf...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. 20-20 Technologies GmbH, Osnabrück
  2. EOS GmbH Electro Optical Systems, Krailling bei München
  3. Bankhaus Metzler, Frankfurt
  4. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Jurassic World, Creed, Die Unfassbaren, Kingsman, John Wick, Interstellar, Mad Max)
  2. 19,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. (u. a. Der Schuh des Manitu, Agenten sterben einsam, Space Jam, Dark City)

Folgen Sie uns
       

  1. UTM

    Nokia lässt Drohnen am Flughafen steigen

  2. Swift Playgrounds im Test

    Apple infiziert Kinder mit Programmiertalent

  3. Gedrosselt

    Congstar bringt Hardware WLAN Cube mit Datentarif

  4. Messenger

    Datenschützer verbietet Facebook und Whatsapp Datenabgleich

  5. Helio X30

    Mediateks 10-Kern-Chip soll Smartphone-Laufzeit verlängern

  6. The Division

    Testserver mit Version 1.4 für alle PC-Spieler zugänglich

  7. Google

    Chromecast mit 4K-Unterstützung wird wohl teuer

  8. Glasfasertempo

    Deutschland soll zuerst modernes Hochleistungsnetz bekommen

  9. Microsoft

    Das bringt Windows Server 2016

  10. Google

    Android plus Chrome OS ergibt Andromeda



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Recruiting: Uni-Abschluss ist nicht mehr das Wichtigste
Recruiting
Uni-Abschluss ist nicht mehr das Wichtigste
  1. Friends Conrad vermittelt Studenten für Serviceleistungen
  2. IT-Jobs Bayerische Firmen finden nicht genügend Programmierer
  3. Fest angestellt Wie viele Informatiker es in Deutschland gibt

MacOS 10.12 im Test: Sierra - Schreck mit System
MacOS 10.12 im Test
Sierra - Schreck mit System
  1. MacOS 10.12 Fujitsu warnt vor der Nutzung von Scansnap unter Sierra
  2. MacOS 10.12 Sierra fungiert als alleiniges Sicherheitsupdate für OS X
  3. MacOS Sierra und iOS 10 Apple schmeißt unsichere Krypto raus

Mi Notebook Air im Test: Xiaomis geglückte Notebook-Premiere
Mi Notebook Air im Test
Xiaomis geglückte Notebook-Premiere
  1. Mi Notebook Air Xiaomi steigt mit Kampfpreisen ins Notebook-Geschäft ein
  2. Xiaomi Mi Band 2 im Hands on Fitness-Preisbrecher mit Hack-App
  3. Xiaomi Hugo Barra verkündet Premium-Smartphone

  1. Re: Das wirkliche Problem ist IPv6 mit Dual-Stack...

    registrierungen... | 12:18

  2. Re: Usecase?

    serra.avatar | 12:18

  3. Re: Aufnahmen mit Smartphones?!?

    christian_k | 12:18

  4. Re: Seit vorletzter Woche Freitag ist mächtig was...

    LordGurke | 12:18

  5. 20GiB ?

    serra.avatar | 12:17


  1. 12:15

  2. 11:58

  3. 11:55

  4. 11:32

  5. 11:26

  6. 10:45

  7. 10:35

  8. 10:22


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel