The Giving Pledge: Hasso Plattner folgt Bill Gates und Warren Buffett
Hasso Plattner will mindestens die Hälfte seines Vermögens spenden. (Bild: Carsten Koall/Getty Images)

The Giving Pledge Hasso Plattner folgt Bill Gates und Warren Buffett

SAP-Gründer Hasso Plattner hat sich der von den US-Milliardären Warren Buffett und Bill Gates gegründeten Initiative The Giving Pledge angeschlossen und verspricht damit, mindestens die Hälfte seines auf rund 5,4 Milliarden Euro geschätzten Vermögens zu spenden.

Anzeige

Hasso Plattner hat sich als erster Deutscher der Initiative The Giving Pledge ("Das Spendenversprechen") angeschlossen. Die von Microsoft-Gründer Bill Gates und seiner Frau Melinda sowie Investorenlegende Warren Buffett gestartete Initiative fordert die reichsten Menschen der Welt auf, mindestens die Hälfte ihres Vermögens zu spenden statt zu vererben.

Plattner hat bereits vor 20 Jahren eine Stiftung gegründet, die sich den Fragen der Bildung und globalen Gesundheit widmet. Er habe das Glück gehabt, an einer der besten technischen Universitäten Deutschlands, der Universität Karlsruhe, nahezu kostenlos studieren zu können, was er als Grundlage für seinen Erfolg ausmacht. Daher fühle er sich auf der einen Seite verpflichtet, das von ihm gegründete Unternehmen und auf der anderen die Gesellschaft zu unterstützen, die ihm seine Ausbildung ermöglicht habe.

Unter anderem gründete Plattner 1998 das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik an der Universität Potsdam, das er bis heute finanziert, Anfang Oktober 2005 richtete Plattner mit der Stanford University das "Hasso Plattner Institute of Design" ein, das er ebenfalls finanziell ausstattete.

Neben Plattner hat sich in diesem Monat auch Virgin-Gründer Richard Branson zusammen mit seiner Frau Joan The Giving Pledge angeschlossen.

Wie viel jeder Einzelne über den Mindestbetrag hinaus letztendlich spendet, ist den Spendern selbst überlassen. Buffett und Gates gehen ihrerseits mit gutem Beispiel voran: So hat Gates angekündigt, 95 Prozent seines auf rund 61 Milliarden US-Dollar geschätzten Vermögens spenden zu wollen, Buffett hat bereits zu Lebzeiten begonnen, sein Vermögen Stück für Stück zu spenden. Ein Großteil, rund 30 Milliarden US-Dollar, geht dabei an die Bill & Melinda Gates Foundation.

The Giving Pledge kontrolliert die Zusagen allerdings nicht. Es gehe vielmehr um eine moralische Verpflichtung, die die Spender abgeben. Indem die Spendenzusagen öffentlich gemacht werden, sollen mehr Reiche zum Spenden bewegt werden.

In den USA haben sich bereits einige bekannte Reiche der Initiative angeschlossen, darunter die Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und Dustin Moskowitz, Microsoft-Gründer Paul Allen, Michael Bloomberg, AOL-Gründer Steve Case, Oracle-Gründer Larry Ellison, Star-Wars-Schöpfer George Lucas, Elon Musk (Paypal, Tesla und SpaceX) und eBay-Gründer Pierre Omidyar.

Nachtrag vom 21. Februar 2013, 12:20 Uhr

Hasso Plattner hat die Meldung von The Giving Pledge mittlerweile relativiert. Er habe keineswegs zugesagt, die Hälfte seines Vermögens zu spenden. Den Potsdamer Neuesten Nachrichten sagte er: "Sollen doch alle schreiben, dass ich Mitglied bei dem Verein bin, meinetwegen. Aber ich weiß, dass ich die Bedingungen dafür nicht erfülle - egal, was Bill Gates sagt: In meiner Stiftung sind weniger als 20 Prozent meines Vermögens." Ein Sprecher von The Giving Pledge erwiderte: "Herr Gates kennt das Engagement Plattners sehr genau und sei der Meinung, dass Plattner die Bedingungen für The Giving Pledge erfüllt. So sei Plattner aufgenommen."


bmaehr 21. Feb 2013

So wie die Lohnsteuer? Sie ist aber viel zu niedrig. Die Erbschaftssteuer muss bis zu...

Noppen 20. Feb 2013

Wenn andere mehr besitzen, ist das kein Problem. Wenn andere aber plötzlich fast alles...

dbettac 20. Feb 2013

bisher gab es keine kommunistischen systeme in der realität, daher weiß ich nicht, woher...

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-System-Engineer (m/w)
    alfa Media Partner GmbH, Rödermark, Kiel, München
  2. Business Analyst (m/w)
    Deutsche Leasing Gruppe, Bad Homburg vor der Höhe
  3. Application Manager (m/w)
    Deutsche Leasing AG, Bad Homburg vor der Höhe (bei Frankfurt am Main)
  4. IT-Application Developer Web (m/w)
    THOMAS SABO GmbH & Co. KG, Lauf / Pegnitz

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Neue Android-Version

    Google-Entwickler diskutieren bereits über Android M

  2. Dead Man Zone

    Totmannschalter im Darkweb

  3. Rocket Internet

    Die Samwers und die Börse - wie passt das zusammen?

  4. Pi Top

    Laptop mit Raspberry Pi aus dem 3D-Drucker

  5. Deutsche Telekom

    Umstellung auf VoIP oder Kündigung

  6. Passport

    Blackberrys neues Smartphone kostet 600 US-Dollar

  7. Alternate Mode

    Displayport über USB Typ-C wird Teil des Vesa-Standards

  8. Bundesverkehrsminister

    Bahn soll Internet im Zug kostenlos anbieten

  9. #Bentgate

    Verbiegt sich das iPhone 6 Plus in der Hosentasche?

  10. Akku

    Schnelleres Laden von iPhone 6 mit iPad-Netzteil



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Rezension What If: Ein Highlight der Nerdkultur vom XKCD-Autor
Rezension What If
Ein Highlight der Nerdkultur vom XKCD-Autor
  1. Physik Zeitreisen ohne Paradoxon
  2. Transistoren Rechnen nach dem Schmetterlingsflügel-Prinzip
  3. MIT-Algorithmus Wie rotiert Schrott in Schwerelosigkeit?

Intel Core i7-5960X im Test: Die PC-Revolution beginnt mit Octacore und DDR4
Intel Core i7-5960X im Test
Die PC-Revolution beginnt mit Octacore und DDR4
  1. Rory Read AMDs neue x86-Architektur Zen kommt 2015
  2. Intels Desktop-Chefin im Interview "Wir hatten unsere loyalsten Kunden frustriert"
  3. Intel Core i7-5960X X99-Mainboards angebrannt

Test Destiny: Schicksal voller Widersprüche
Test Destiny
Schicksal voller Widersprüche
  1. Destiny 500 Millionen US-Dollar Umsatz mit "steriler Welt"
  2. Destiny "Größter Unterschied sind sehr pixelige Schatten"
  3. Bungie Kostenloses Upgrade von Old- zu Current-Gen-Konsolen

    •  / 
    Zum Artikel