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Wir probieren Eyesect aus.
Wir probieren Eyesect aus. (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)

Chamäleonaugen und Krakenarme

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Deutlich verwirrender ist es, eine Kamera nach vorne zu richten und eine nach schräg hinten - wie es ein Chamäleon mit seinen Augen tun kann. Diese Reptilien suchen die Umgebung mit voneinander unabhängigen Augenbewegungen ab, das horizontale Gesichtsfeld umfasst etwa 340 Grad. Ist eine Beute ausgemacht, fokussiert das Chamäleon diese mit beiden Augen und sieht dann binokular mit sehr guter räumlicher Auflösung wie ein Mensch. Das ist wichtig, um die Distanz für die Schleuderzunge abschätzen zu können.

Die fehlt natürlich beim Eyesect-Prototyp, dennoch ist das Gehirn nach einiger Gewöhnung in der Lage, auch völlig unterschiedliche Kamerablickrichtungen - ein imaginäres Auge sieht nach vorne und eines schräg nach hinten - als ein Bild wahrzunehmen. Den Versatz versucht das Gehirn offenbar zu interpolieren.

Nach mehreren Minuten fällt uns auf, dass einer der beiden Monitore deutlich größer wirkt und den anderen zu überlagern scheint. Das zweite Monitorbild wird dadurch eher unterbewusst wahrgenommen - dies ist auf die Augendominanz zurückzuführen: Das menschliche Gehirn fusioniert zwar beide retinalen Bilder, die von der Netzhaut erfasst werden, bevorzugt jedoch die Informationen eines Auges.

Krake oder lieber Computerspielfigur?

Da die Kameras an Kabeln befestigt sind, dienen sie in die Hände genommen als eine Art Fühler oder Fangarme mit Augen. Wir haben versucht, uns wie eine Raubkatze in geduckter Haltung nahe am Boden schleichend zu bewegen und die vor uns stehende Gopro-Kamera optisch abzutasten.

Das Ausstrecken des linken Arms kommt einer frontalen Vergrößerung gleich, der rechte Arm beäugt das kleine Aufnahmegerät von der Seite. Das fühlt sich an wie ein Krake, der ein Beutetier aus allen Richtungen fixiert, kurz bevor er zupackt. Aus Sicht der Gopro hingegen wirkt dieses Taxieren unangenehm und bedrohlich, der feste Blickwinkel vermittelt bedrückende Enge.

Besonders interessant ist die Erfahrung, sich selbst wie eine Computerspielfigur aus der virtuellen Schulterperspektive zu sehen und so die echte Welt zu erkunden. Hierzu haben wir die beiden Kameras einer anderen Person in die Hände gedrückt und diese ist uns mit erhobenen Armen auf Schritt und Tritt gefolgt. Die Kameras befinden sich somit schräg hinter uns, oberhalb des Kopfes.

Auf dem Head Mounted Display sieht das so aus, als würden wir uns wie in einem Rollenspiel fortbewegen - diese Perspektive wirkt für Spieler vertraut und recht angenehm, da das binokulare Sehen nicht verloren geht, die Übersicht sich aber deutlich verbessert.

 The Constitute Eyesect: Mein Fühleraugen-Pferdekopf-Alien-HelmKleiner Atom, großer Kopf 

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justinbrown 25. Feb 2014

Da bekommt "Haben sie etwa gerade eine Auge auf mich geworfen?" gleich eine ganz neue...

KritikerKritiker 24. Feb 2014

Dafür bist du nicht der einzige der als möglicherweiser "pseudo-logisch" zu bezeichnende...

Lala Satalin... 22. Feb 2014

Poor man's fly eyes. :D

Lala Satalin... 22. Feb 2014

Scheinbar habt ihr drei keine Ahnung, dass da auch 0,25mm dünnes Blech reicht... Aber es...

xri12 21. Feb 2014

Muss auch sagen, dass ich das gerne einmal ausprobieren würde. Habe mich schon oft...



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