Test Syndicate Patenter Patentkrieg um Hightech-Chips

Mit dem Klassiker von Peter Molyneux hat es nur den Namen gemein, aber wer ein geradliniges "Deus Ex Light" mit einer Prise Tron sucht, kann durchaus zu Syndicate greifen - offiziell allerdings nicht in Deutschland.

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Es gibt vermutlich Projekte, die mehr Spaß gemacht haben. Nach der Mitteilung, dass unter dem Namen des 1993 veröffentlichten Klassikers Syndicate kein Taktikspiel, sondern ein Egoshooter entsteht, musste sich das schwedische Entwicklerstudio Starbreeze (The Darkness, The Chronicles of Riddick) zum Teil harsche Kritik aus der Spieleszene anhören. Dazu kam weiterer unschöner Kleinkram: Unter anderem bewilligte Publisher Electronic Arts kein Geld für Bots im Koopmodus und strich ein parallel in der Produktion befindliches Programm auf Basis der Jason-Bourne-Lizenz auf halbem Weg. Zu guter Letzt verweigerte dann auch noch die deutsche USK dem Programm wegen seiner Gewaltinhalte die Freigabe für den umsatzstarken deutschen Markt.

Ein paar Erinnerungen an das alte Syndicate weckt das neue tatsächlich: Fluggleiter sehen fast aus wie damals im Spiel, Details wie ein paar Leuchtreklamen im asiatischen Stil und Teile von Gebäuden könnten Veteranen ebenfalls bekannt vorkommen. Angeblich stammen sogar Teile der Levelgrundrisse aus dem Klassiker von Peter Molyneux - uns ist das beim Test nicht aufgefallen.

Spieler treten im Jahr 2069 als Agente Miles Kilo für den Konzern Eurocorp an. Die Firma verfügt über ein besonders leistungsstarkes Gehirnimplantat vom Typ Dart 6. Blöderweise hat es ein Konkurrent geschafft, einen ganz ähnlichen Chip zu entwickeln, und um die Auseinandersetzung rund um die Patente der beiden Unternehmen dreht sich die Handlung. Das bedeutet, dass Agent Kilo viel in Forschungslaboren, Bürotürmen und anderen Hightech-Umgebungen unterwegs ist. Stellenweise erinnern Szenario und Handlung dezent an Deus Ex 3. Allerdings geht es in Syndicate sehr linear zu, alternative Routen gibt es in den Schlauchlevels so gut wie nie. Und auch die Story entpuppt sich als längst nicht so interessant, wie es zu Beginn den Anschein hat - für ausreichend Motivation sorgt sie immerhin.

Dank Chip-Tuning im Kopf hat Agent Kilo deutlich mehr Fähigkeiten als seine Gegner. Insbesondere verfügt er über eine Reihe von Spezialangriffen: Er kann Feinde auch über größere Distanz in eine Art Selbstmord treiben: Die Soldaten schreien dann erst laut auf, ein paar Augenblicke später explodiert ihr Kopf und schubst mit viel Glück auch Kollegen zur Seite oder gar in den Tod - kein Wunder, dass die USK da offenbar gewisse Bedenken hatte. Das funktioniert nur bei Gegnern, die ebenfalls "gechippt" sind - aber nicht bei Menschen ohne Implantat im Kopf, die später in der Story auftauchen. Alternativ kann der Spieler den Feinden per magischem Prozessor-Waffen-Überlastungshack die Schießprügel aus der Hand fegen, worauf die Soldaten praktischerweise auch einen Teil ihres allgemeinen Schutzes verlieren und besonders anfällig für Kugeln werden. Ebenfalls äußerst nützlich ist der Mind-Trick, mit dem Kilo einen Gegner auf seine Seite ziehen und ihn so gegen seine Kollegen kämpfen lassen kann. Nett: Gelegentlich kann er per Fernsteuerhack die Deckung von Gegnern, die sich hinter Maschinen verstecken, seitlich in eine Wand einfahren lassen.

Waffen und Fazit 

Hotohori 22. Feb 2012

Was hinter der Tatsache, dass die Eltern selbst für ihren 12jährigen im Laden ein USK 18...

VRzzz 22. Feb 2012

Typische Wein-Posts... denn ich weine oft mit... vergeudetes Potenzial, soll ich...

VRzzz 22. Feb 2012

Sofort patentieren, bevor das jemand anders patentieren lässt!!!

ah_dx 22. Feb 2012

Wenn du das richtige Zaubermittel hast, nennen wir es mal "Geld", kann man sich diverse...

Flasher 21. Feb 2012

Sieht mir sehr nach Mass Effect im Deus Ex Szenario aus. Selbst die Skills scheinen...

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