Test-Video Dirt Showdown Zerstörung statt Rallye

Codemasters schmeißt den Beifahrer raus: Das neue Dirt will von Rallye-Events nichts mehr wissen, es konzentriert sich auf unkomplizierte Arcade-Raserei - und darauf, die Karossen der Kontrahenten in Schrott zu verwandeln.

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Herzstück von Dirt Showdown ist zumindest für Einzelspieler der Karrieremodus, in dem es unterschiedliche Ligen mit zahlreichen Herausforderungen gibt. Wie in Spielen dieser Art üblich, spült jeder Erfolg Geld aufs Konto. So lassen sich neue Events freischalten, Extras für den eher rudimentären Tuning-Teil erwerben und neue, hoch motorisierte Karossen dem eigenen Fuhrpark hinzufügen.

Bei den Modi hat das Rennspiel von Codemasters viel zu bieten: Auch wenn es in fast allen Wettbewerben zum guten Ton gehört, die Konkurrenz so oft und kräftig wie möglich zu rammen, sind die Schwerpunkte durchaus unterschiedlich. Mal gilt es, ganz klassisch als Erster ins Ziel zu kommen oder einen Abschnitt in Bestzeit zu schaffen; auch kleine Parcour-, Stunt- oder Slalomaufgaben sind zu meistern. Dann wieder müssen Konkurrenten abgedrängt, von Plattformen geschubst und in bester Destruction-Derby-Manier zerstört werden. Und natürlich geht es auch darum, selbst bestmöglich den feindlichen Ramm-Attacken aus dem Weg zu gehen und so das eigene Leben zumindest zu verlängern.

Die Bedienung ist genau so, wie es sich für eine Arcade-Raserei gehört, also einerseits äußerst unkompliziert und einsteigerfreundlich, andererseits sensibel genug, um die Fahrzeuge perfekt durch einen Slalomkurs oder enge Kurven zu bringen. Die KI der Computerfahrer ist solide, nichtsdestotrotz kommt es gerade bei den Crash-Events immer wieder zu Szenen, in denen sich die Konkurrenz etwas zu unfalllastig zeigt und sich miteinander verkeilt.

Auch deshalb profitiert das Spiel vom ausgezeichneten Multiplayermodus: Angefangen bei den Möglichkeiten, Freunden die eigenen Rennzeiten und Rekorde zu schicken und sie so zu neuen Bestleistungen herauszufordern, bis hin zu klassischen Mehrspieler-Arena-Kämpfen oder teambasierten, Capture-the-Flag-artigen Duellen gibt es zahlreiche Optionen, sich online auszutoben.

Grafisch ist Dirt Showdown wie seine Vorgänger sehr gelungen. Strecken und Umgebungen sind meist hübsch anzusehen, hinzu kommen zahlreiche schicke Licht- und Blendeffekte. Die PC-Version unterstützt DirectX-11 samt vielen modernen Effekten. Außerdem sind hier 60 Bilder pro Sekunde möglich, während die Konsolenfassungen nicht immer 30 schaffen.

Auch die Soundkulisse überzeugt. Der deutsche Kommentar hingegen weniger - hier werden die Nerven teils doch arg strapaziert und so ist es besser, auf die englische Sprachfassung umzuschalten. Das bekannte Zurückspulen nach einem Crash gibt es in Dirt Showdown übrigens nicht, genauso wenig wie eine Karte der Strecke. Eine Cockpitkamera hat Codemasters ebenfalls der Übersicht halber weggelassen.

Dirt Showdown ist für Xbox 360, Playstation 3 und Windows-PC erhältlich und kostet etwa 50 Euro (Konsolen) beziehungsweise 40 Euro (PC). Auf dem PC nutzt der Titel Steam als Kopierschutz. Das Spiel hat eine USK-Freigabe ab 6 Jahren erhalten.

Fazit

Kein liebloser Ableger, sondern ein stimmiges Arcade-Paket: Dirt Showdown trumpft mit abwechslungsreichen Modi, umfangreichen Solo- und Multiplayeroptionen und einem tollen Fahrgefühl auf. Bei KI ist zwar noch Luft nach oben, insgesamt aber gibt es hier viel unkomplizierten Fahrspaß fürs Geld. Wer Spiele wie Flatout und Destruction Derby mag, fährt in Showdown immer wieder gerne für ein paar Rennen an die Startlinie.


Bouncy 01. Jun 2012

Jep, bei Dirt2 sah es noch toll aus, bei Dirt3 war es gut, jetzt aber Jahre nach D2...

skoda 31. Mai 2012

dirt1 - gut - rally dirt 2 dreck - lachafte x games dirt 3 fett 50 % rally aber zu viel...

lixxbox 31. Mai 2012

Ist zwar etwas Offtopic, aber bzgl Schadensmodell passt es ja dann vielleicht. :) http...

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