Test Neverdead Unsterblich unterdurchschnittlich

Ein sympathisches Heldenduo, makaberer Humor und originelle Ideen: Neverdead von Konami hat einige der Zutaten für gehobenen Spielspaß. Trotzdem kommt das Actionspiel für Xbox 360 und Playstation 3 nicht richtig in Fahrt.

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Mal ehrlich: Wenn wir unsterblich wären, würde uns besseres einfallen, als unsere Zeit mit der Jagd auf Monster zu verbringen. Bryce Boltzmann hat aber zu nichts anderem Lust, und eigentlich mag er selbst die Monsterjagd nicht mehr. Die Hauptfigur von Konamis Actionspiel Neverdead wäre inzwischen ganz gerne tot - aber blöderweise hat ihn ein Dämon vor über 500 Jahren verflucht. Also kämpft Bryce gemeinsam mit der Agentin Arcadia gegen Horden von Bestien, die die Herrschaft über die Erde anstreben. Der Spieler steuert Bryce im Verlauf der Handlung durch weitgehend linear angelegte Umgebungen wie alte Häuser, Parkanlagen, eine Kirche und Kellergewölbe.

Bryce kann unter normalen Umständen zwar nicht sterben, aber durchaus Arme, Beine oder den Rumpf im Kampf verlieren. Dann hat der Spieler nur noch Kontrolle über den Kopf, mit dem er - fast wie in Katamari - dann aber wieder die restlichen Körperteile aufsammeln kann. Wenn das nicht möglich ist, kann Bryce sich nach ein paar Augenblicken wieder vollständig neu erschaffen. Klingt alles sehr eklig, ist es aber nur auf den ersten Blick: Die comichafte Grafik, bewusst übertriebene Animationen und viel morbider Humor lassen auch empfindliche Spieler nach Neverdead durchaus ruhig schlafen.

Dauerhaft "Game Over" heißt es für Bryce erst etwas später im Spiel, wenn er auf einen bestimmten Gegner trifft, der seinen abgetrennten Kopf verspeist - oder wenn Arcadia stirbt, was glücklicherweise nicht allzu leicht passiert. Dann muss der Spieler vom letzten Checkpoint neu starten.

Das Element der meist dann doch gegebenen Unsterblichkeit hat weitreichende spielerische Folgen: Zum einen kann Bryce viele Stellen nur erreichen, indem er etwa als Kopf durch enge Kanalisationsschächte rollt, dann auf Knopfdruck seinen Körper neu erschafft und seiner Begleiterin Arcadia dann eine Tür öffnet.

Kämpfe und Fazit 

MrBrown 05. Feb 2012

Ja und? Es kann ja nicht jedes Spiel zum interaktiven Film degenerieren, der Trend ist...

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