Test Eye-Fi-Konkurrent: Toshiba bringt SD-Karte mit WLAN auf den Markt
(Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)

Test Eye-Fi-Konkurrent Toshiba bringt SD-Karte mit WLAN auf den Markt

Die lange angekündigte SD-Speicherkarte mit WLAN von Toshiba kommt nun auf den Markt. Im Test überzeugt ein Vorserienmodell mit Flexibilität, ist aber noch nicht ganz so komfortabel wie die Konkurrenz von Eye-Fi.

Anzeige

Den Markt für Speicherkarten mit WLAN-Funktion beherrschte bisher Eye-Fi. Toshiba macht dem jetzt mit einem eigenen Modell Konkurrenz. Es unterscheidet sich von Eye-Fi vor allem darin, dass nicht nur Bild- und Videodaten übertragen werden können, sondern alle Dateitypen. Außerdem soll die Karte mit entsprechenden Geräten auch den Datenempfang unterstützen und nicht nur das Senden - allerdings erst in der Zukunft, da die entsprechende Hardware mit den nötigen Zusatzfunktionen noch nicht auf dem Markt ist.

Hohe Schreibgeschwindigkeit

Auf den ersten Blick sieht die Eye-Fi-Konkurrenz Toshiba Flashair wie eine gewöhnliche SDHC-Speicherkarte aus. Das Klassenzeichen 6 zeigt, dass die Schreibgeschwindigkeit der Karte bei mindestens 6 MByte/s liegt und damit auch für Videos geeignet ist. Die Karte ist damit schneller als die in Europa erhältlichen Sandisk-Eye-Fi-Karten, die nur Klasse 4 (also mindestens 4 MByte/s) bieten.

Für die Datenübertragung stellen sowohl Toshiba als auch Eye-Fi die heute gängigen WLAN-Standards 802.11 b/g/n mit dem aktuellen Sicherheitsstandard WPA2 zur Verfügung - allerdings nur im 2,4-GHz-Frequenzband. Alle verfügen auch über den sogenannten Infrastrukturmodus zur Verbindung mit einem vorhandenen WLAN-Netz und den Direkt- (beziehungsweise Ad-hoc-)Modus zur Direktverbindung zweier Geräte. Erster bietet sich zum Beispiel an, um die Karte etwa in einem Heimnetzwerk zu verwenden, Letzterer zum Beispiel für die Übertragung von Bildern von der Kamera direkt auf Handy oder iPad.

Einfache Konfiguration

Um die WLAN-Funktion der Flashair für eine Direktverbindung zu konfigurieren, wird ein kleines Setupprogramm mitgeliefert. In dieses können eine SSID und ein Passwort für das Netzwerk eingegeben werden, außerdem können dort Timeout-Einstellungen festgelegt werden (siehe Bildergalerie). Dies funktioniert deutlich einfacher als bei der Konkurrenz von Eye-Fi: Dort muss zwingend auch ein Nutzerkonto erstellt werden, das fest an die Karte gekoppelt ist und damit die einfache Weitergabe des Speichermediums behindert. Auch stehen bei Eye-Fi zahlreiche weitere Einstellungsmöglichkeiten für Zusatzfunktionen wie etwa den automatischen Upload zur Verfügung.

  • Die Flashair-Karte wird über ein Zusatzprogramm oder über eine Konfigurationsdatei eingerichtet. (Screenshot: Petra Vogt)
  • Der Remote-Zugriff auf die Daten auf der Flashair-Karte erfolgt über den Browser. (Screenshot: Petra Vogt)
  • Dateien beliebiger Art können vom Browser von der Flashair heruntergeladen werden. (Screenshot: Petra Vogt)
Die Flashair-Karte wird über ein Zusatzprogramm oder über eine Konfigurationsdatei eingerichtet. (Screenshot: Petra Vogt)

Dass dies bei Toshiba nicht nötig ist, liegt vor allem daran, dass sich der japanische Elektronikkonzern auf die Kernfunktionen der Karte beschränkt: Datenspeicherung und -übertragung. Eye-Fi dagegen setzt auf Zusatzservices wie Onlinespeicherplatz oder Geotagging. Ähnliches ist bei Toshiba derzeit laut Produktmanager Martin Juttner nicht geplant. Stattdessen setzt Toshiba auf ein flexibles Konzept, das einen HTML-Server für die Datenübertragung und den Browser zum Datenempfang nutzt. So sind keine speziellen Apps zum Abrufen von Daten von der Karte nötig, sondern jedes Device mit Browser kann eingesetzt werden.

Wir haben die Karte sowohl mit einem iPad als auch mit einem Windows-Rechner und einem Windows-Tablet erfolgreich getestet. Nichtsdestotrotz sind Apps für iOS und Android in Arbeit, die im Frühsommer verfügbar sein sollen. Sie sollen die Konfiguration der Karte ermöglichen und voraussichtlich auch das Betrachten und Übertragen von Fotos.

Datenabruf per Browser und Fazit 

mgutt 25. Mai 2012

Browser ok, aber warum kann man die Cam nicht gleich als Netzlaufwerk anmelden? Dateien...

amp amp nico 04. Mai 2012

Ja nu man kann es eben nicht jedem recht machen. Wäre FTP drauf, würden andere nach http...

Kommentieren



Anzeige

  1. PHP Web Entwickler/-in (m/w)
    mediawave internet solutions GmbH, München
  2. R&D Project Manager (m/w)
    Advantest Europe GmbH, Amerang
  3. Field Support Engineer (m/w)
    NetApp Deutschland GmbH, Neu-Isenburg/Frankfurt
  4. Principal Research Manager (Engineering) (m/w)
    Microsoft Deutschland GmbH, Munich

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Spielevideos

    Google soll 1 Milliarde Dollar für Twitch.tv zahlen

  2. Gear VR

    Software für Samsungs VR-Brille entdeckt

  3. Hamburg

    Uber legt Widerspruch gegen Verbot ein

  4. ATV-5

    Käsespätzle für die ISS

  5. Systemkamera

    Fujifilm will Teleobjektive erst Ende 2015 bauen

  6. DIY-Handy

    Fab Lab plant Handyfabrik in Hamburg

  7. Quartalsbericht

    Amazon erwirtschaftet Verlust von 126 Millionen US-Dollar

  8. Apple verkraftet Ansturm nicht

    OS X Yosemite - die öffentliche Beta ist da

  9. Erfundene Waren

    Ebay-Betrüger muss für 7 Jahre in Haft

  10. Uber und Wundercar

    Deutsche haben großes Interesse an Taxi-Alternativen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Sony RX100 Mark III im Test: Klein, super, teuer
Sony RX100 Mark III im Test
Klein, super, teuer
  1. Custom ROM Sonys Bootloader einfacher zu entsperren
  2. Sony Xperia T3 kommt als Xperia Style für 350 Euro
  3. Auge als Vorbild Sony entwickelt gekrümmte Kamerasensoren

Türen geöffnet: Studenten "hacken" Tesla Model S
Türen geöffnet
Studenten "hacken" Tesla Model S
  1. Model III Tesla kündigt günstigeres Elektroauto an
  2. IMHO Kampfansage an das Patentsystem
  3. Elektroautos Tesla gibt seine Patente zur Nutzung durch andere frei

Programmcode: Ist das Kunst?
Programmcode
Ist das Kunst?
  1. Google Apps for Business Sprint steigt bei Googles App-Programm ein
  2. Suchmaschinen Deutsche IT-Branche hofft auf Ende von Googles Vorherrschaft
  3. Quartalsbericht Google steigert Umsatz um 22 Prozent

    •  / 
    Zum Artikel